14.03.2024 - 7 Mitteilungen des Eigenbetriebes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Datum:
- Do., 14.03.2024
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Der Betriebsleiter berichtet nun von der zum Jahreswechsel 2023 / 2024 entstandenen Hochwasserlage anhand der Anlage.
Zunächst stellt er den Ablauf und das Verfahren bei einer drohenden bzw. entstandenen Hochwassersituation für die Stadtentwässerung Celle, insbesondere dem Kanalbetrieb, anhand der Anlage vor. Hierbei zeigt er an dem Beispiel der letzten Hochwassersituation einen Einsatzplan des Kanalbetriebes und stellt im Einzelnen vor, welche Maßnahmen in dieser Situation vorgesehen sind und wie die Kollegen aus dem Kanalbetrieb vorgegangen sind.
In diesem Zusammenhang lobt Herr Martin die Zusammenarbeit aller beteiligen Kräfte, speziell den Beschäftigten vor Ort, die Feuerwehr, das THW, den Grün- und Straßenbetrieb sowie das Klärwerk und den Kanalbetrieb.
Der anwesende Besucher erkundigt sich danach, welche Messstelle für die Meldung der Pegelstände in der Cellesche Zeitung herangezogen wurden.
Hierfür würden die Pegelstände der Aller am Pegel Bahnhof verwendet werden, beantwortet Herr Martin.
Herr Danner informiert sich nach den Ursachen der Überschwemmung in der Landgestütstraße. Hier hätten viele Haushalte unter Wasser gestanden. Er möchte wissen, ob der Grund hierfür das Übertreten des Gewässers verantwortlich gewesen sei.
Dahingehend gibt Herr Martin als Ursache für die Überschwemmung die nicht verschließbaren Ausmünder der Regenwasserkanäle und das dadurch zurückstauenden Fuhsehochwassers, welches durch die Öffnungen der Staßenabläufe und der Schachtabdeckungen drückte, an. in der Landgestütstraße den Wasseraustritt aus den Belüftungslöchern der Kanaldeckel an.
Der Verschluss der Ausmünder ist eine von vielen Maßnahmen, die nach den jetzt gemachten Erfahrungen durch den Einbau von Schiebern umgesetzt werden sollen.
Der Besucher fragt an, warum die Kanaldeckel nicht gänzlich geschlossen würden, um den Wasseraustritt zu vermeiden.
Dieses erklärt Herr Martin damit, dass ohne diese Belüftungslöcher eine entsprechend hohe Gasbildung von Schwefelwasserstoff (H2S) entstehen würde. Diese hätten eine Korrosion in den Kanälen und damit einhergehende Schäden in den Kanälen und Schächten zur Folge.
Eine Lösung in dieser Angelegenheit könne der Einbau von speziellen Schmutzfängern mit einem Abschluss bei Flutung sein. Diesbezüglich ermittelt die Stadtentwässerung Celle anhand der neuesten Überflutungskarten, welche und wie viele Kanaldeckel ggf. dauerhaft geschlossen werden könnten. Die Umsetzbarkeit hierzu werde geprüft. In vielen Bereichen sind aber bereits geschlossene und verschraubte Kanaldeckel eingebaut. Diese werden dann ggf. ergänzt.
Herr Martin stellt auch gemäß der Anlage erste Entwürfe für mögliche Sandsacklinien vor.
Herr Danner verweist darauf, dass bereits im Jahr 2003 der Hochwasserschutz festgelegt wurde und möchte wissen, inwieweit diese umgesetzt wurde.
Dahingehend erläutert Herr Martin, dass für die Aller von Boye bis zum Allerwehr und im Bereich Fuhse, ab der Einmündung in die Aller bis zur Fuhsestraße, der Hochwasserschutz in den letzten 20 Jahren umgesetzt wurde.
In diesem Zusammenhang weist Frau Kuhls darauf hin, dass die Stadtentwässerung nicht für die Hochwasserplanung zuständig ist.
Als zweite Mitteilung des Eigenbetriebs, stellt Herr Martin das Verfahren AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) vor.
Die Stadtentwässerung Celle beteiligt sich mit 150 weiteren Kläranlagen an der Ermittlung von Virenlasten im Abwasser.
Dazu werden auf der Kläranlage Celle 24-Stunden Mischproben aus dem Abwasser entnommen und per Kurier an die Laboratorien des RKI geschickt. Dort erfolgt die Auswertung und die Aufstellung für das Monitoring, mit dem Ziel, die Ausbreitungswege verschiedener spezifischer Erreger festzustellen.
Finanziert wird das Ganze vom Umwelt-Bundesamt und dem RKI.
Anlagen
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5
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(wie Dokument)
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9,4 MB
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