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ALLRIS - Auszug

22.08.2024 - 6 Mitteilungen des Eigenbetriebes

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Wortprotokoll

Herr Nothdurft berichtet aus dem Eigenbetrieb (EB):

 

Aktuell ist der EB noch durch die Schwierigkeiten der Cloud-Umstellung vom Wochenende belastet.

 

Im Rahmen der Partnerschaft Demokratie Leben stehen für das Jahr 2024 einmalig 160.000,-€ zur Verfügung, hiermit können 20 Projekte von 14 unterschiedlichen Trägern gefördert werden.

 

Das Programm Demokratie Leben soll ab 2025 für acht Jahre bis zum Jahr 2032 fortgesetzt werden. Im Rahmen der neuen Förderperiode sollen der Stadt Celle jährlich 140.000,-€ zur Verfügung gestellt werden.

 

Das für den Stadtteil sehr wichtige Projekt „Die Lernfüchse“ wurde nach dem Wegfall der AWO von der Paulusgemeinde fortgeführt.

 

Aus den Fördermitteln wurden und werden 2024 diverse Veranstaltungen finanziert, darunter einige sehr öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie das afrikanische Kulturfest, die Summer Stage, ein Fachtag zum Thema Queere Lebenswelten oder auch eine musikalische Lesung zu Kinderrechten, die der Kinderschutzbund plant. Die Stiftung Linerhaus bietet wieder einen Schwimmkurs für benachteiligte Kinder an und der VfL Westercelle wird in seinem Stadion deutlich machen, dass es dort keinen Platz für Rassismus gibt. Das Konzept der Präventionswerkstatt wird fortgeführt.

Im Oktober wird es ein indisch-deutsches Kulturfest geben, ansonsten arbeiten viele Gruppen in Projekten Probleme des Alltags auf.

Am 25.09.2024 findet die Demokratiekonferenz auf dem Gelände der CD-Kaserne statt, dafür konnte die bekannte Referentin, Moderatorin und Musikerin „Sookee“ gewonnen werden. Der Vortrag wird sich mit der Adultismuskritik und Demokratievermittlung auseinandersetzen.  Bitte den Termin vormerken.

 

Weiterhin berichtet Herr Nothdurft, dass das aus den Integrationsfonds des Landes geförderte Projekt Aller(T)Räume zum 31.07.2025 endet. Ob und in welcher Form eine Weiterführung möglich ist, wird sich im nächsten Jahr zeigen.

Die beabsichtigte Kürzung der Fördermittel hat auch die Verwaltung überrascht. Die geäußerte Kritik an der Nutzung der Mittel als Investitions-Projekte ist nicht gerechtfertigt, da die späte Veröffentlichung der Fördermittel schlecht mit der Haushaltsplanung vereinbar ist. Zu einem späten Zeitpunkt im Haushaltsjahr sind in der Regel nur noch IV-Projekte planbar.

 

 

Frau Klukon berichtet aus den Aller(T)Räumen:

 

Bei den Räumlichkeiten handelt es sich um eine ehemalige Kantine. Das Team freut sich, dass es ihnen gelungen ist, diese in einen Raum mit einer positiven Atmosphäre verwandelt zu haben, in dem sich die Besucher wohlfühlen.

 

Das Projekt trägt den Titel „Integrationsbegleitung – Hilfe zur Selbsthilfe“ . Ziel ist es, ein Begegnungs- und Vernetzungszentrum entstehen zu lassen, wo Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und unterschiedlicher Betroffenheit in ihren Belangen der Integration begleitet und unterstützt werden. Hier werden sie mit Informationen versorgt, es finden Gesprächskreise, Beratungen und Aktivitäten statt, um der Zielgruppe Halt zu geben.

 

Grundsätzlich können Angebote für alle Altersgruppen umgesetzt werden. Es werden Ideen und Bedarfe bei den Besuchern abgefragt. Folgende Angebote finden statt:

  • Generation Plus, ein Seniorentreff
  • Erstorientierungskurs in Kooperation mit den Maltesern
  • Interkulturelle Eltern-Kind-Gruppe (Kinder bis 3 Jahre)
  • Yoga-Kurs in Kooperation mit der Familienbildungsstätte
  • Proben des Ukrainischen Chors
  • Frauentreff am Morgen und Create & Talk, um die deutsche Sprache anzuwenden und zu vertiefen.

 

Ferner finden ca. einmal monatlich spezielle Workshops mit externen Referenten und Referentinnen statt. Unter anderem haben beispielsweise folgende Workshops stattgefunden:

  • Zeichenworkshop für Jugendliche
  • Manga Workshops für Jugendliche
  • Schauspielworkshop für Kinder in Kooperation mit dem Schlosstheater
  • Entspannungstrainings für Kinder
  • Bastelworkshop „Theater im Karton“ für Jugendliche im Rahmen des Ferienpasses.

 

Weitere Planungen:

  • Einjähriges Bestehen soll Ende September im Rahmen der interkulturellen Woche mit Teilnehmenden und Kooperationspartnern gefeiert werden
  • Weihnachtsfeier mit Besucherinnen und Besuchern im Dezember
  • Förderung des interkulturellen Dialogs.

Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Organisationen im Stadtteil ist sehr wichtig, daher werden die Kolleginnen am Stadtteil AG und Sozialraumgremium aktiv teilnehmen und bei gemeinsamen Veranstaltungen unterstützen.

Die Angebote für Kinder und Jugendliche, im Rahmen des Ferienpasses, werden weiterverfolgt.

Künftige Herausforderungen:

Das Team hat ungefähr ein Jahr gebraucht, um die Strukturen und Abläufe zu festigen, das Umfeld kennenzulernen, Werbung zu machen und die Zielgruppe zu erreichen.

Aufgrund der prekären Situationen in der Welt, wo Krieg, Hunger oder Inflation auf der Tagesordnung stehen, wird uns das Thema Flucht und Migration weiterhin beschäftigen.

Wir wissen noch nicht, ob die Stadt Celle erneut, und wenn, dann in welcher Höhe Fördermittel aus dem niedersächsischen Integrationsfonds erhält. Aktuell endet dieses Projekt zum 31.07.2025, das Team ist sehr motiviert und wünscht sich eine Weiterführung.

 

Herr Nothdurft bestätigt, dass man dabei ist, weitere Fördermöglichkeiten auszuloten.

 

 

Frau Gakenholz berichtet aus der Unterkunft:

 

Der aktuelle Belegungsstand beträgt 204 Bewohner, davon 96 Personen unter 18, 108 Personen über 18 Jahre alt. Es stehen 225 Plätze zur Belegung zur Verfügung, die restlichen 25 Plätze sind als Quarantäneplätze vorzuhalten (Corona, Tuberkulose, Windpocken etc.)

Derzeit sind 19 verschiedene Nationalitäten untergebracht, darunter Personen aus Syrien, der Türkei, Montenegro und Kolumbien. Diese Nationen bilden prozentual die größten Anteile.

Die Auslastung in den Ankunftszentren in Niedersachsen steigt zunehmend, die Belegung der Unterkunft Celle liegt seit Monaten bei etwa 200 Personen.

Unter den Bewohnenden gibt es viele vulnerable Personen, darunter schwere körperliche Erkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und anderweitige Beeinträchtigungen oder Besonderheiten. Dies bedeutet auch viel „medizinische“ Arbeit in der Sozialberatung. Es gibt aber auch ein freudiges Ereignis, ein Kind wurde im AKH geboren.

Kindergarten und Schule laufen gut, in den Sommerferien wurde wieder eine Sommerschule durch den Bund für Lernförderung angeboten.

In den letzten Monaten wurden viele Aktionen durchgeführt, so war beispielsweise das Sommerfest ein großer Erfolg. Zur EM wurde Fußball-viewing angeboten, was sehr gut angenommen wurde. Die Kolumbianer haben zu ihrem Unabhängigkeitstag selbst eine Feier organisiert (Programm und kolumbianisches Essen), alle Mitarbeitenden der Unterkunft waren eingeladen. Am nächsten Montag wird es eine tierische Olympiade für die Kinder geben, Anfang September kommt die Zahnfee für alle Kinder und Jugendliche in die Unterkunft (Thema Zahnhygiene).

Seit Anfang Juli haben wir ein freizeitpädagogisches Angebot für junge erwachsene Männer – im Sommer Fußball und im Winter Kontakt Café – hier erfolgt die Begleitung durch die Sozialarbeiter.

Das Fußballteam der CZA hat an einem Fußballturnier in Bad Bodenteich teilgenommen. sieben Fußballmannschaften aus unterschiedlichen Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften in Niedersachsen haben teilgenommen, die Celler Fußballmannschaft hat den Pokal nach Hause geholt.

 

Herr Nothdurft ergänzt, dass die niedersächsische Kultusministerin die Schule in der Unterkunft besucht hat, dies war ein sehr erfolgreicher Tag.

 

Frau McDowell richtet eine Anmerkung an die Presse:

Man muss sich mal ins Bewusstsein rufen, was durch die Mitarbeiter in der Unterkunft alles geleistet wird. Auch der Umgang mit vielen Krankheiten gehört hier dazu. Hochachtung für diese Leistung.

 

 

Herr Nothdurft berichtet zur Zentralen Anlaufstelle:

 

Wir sind immer auf der Suche nach Wohnraum, überlegen wie wir die Geflüchteten unterbringen können.

Die Stadt Celle hatte ihre Quote zur Unterbringung von Geflüchteten Anfang April erfüllt, etliche Landkreisgemeinden nicht. Nach einem Runderlass des Landes sind diese „Unwuchten“ vorrangig auszugleichen, deshalb hat die Stadt Celle seit April nur sehr wenige Geflüchtete aufgenommen. Die unterschiedliche Quotenerfüllung wird voraussichtlich Anfang Oktober ausgeglichen sein. Das Land Niedersachsen hat die Neufestsetzung einer landesweiten Quote im Laufe des Oktobers avisiert.

 

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