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ALLRIS - Auszug

03.09.2025 - 4 Vorstellung der Ambulanten Hilfe für wohnungslo...

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Wortprotokoll

 

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Frau Forstner stellt die Arbeit der Ambulanten Hilfe für wohnungslose Frauen und Männer in Celle vor. Bei der Beratungsstelle (seit 40 Jahren in Celle) handelt es sich um eine von         9 Beratungsstellen des Diakonischen Werk Hannover.

 

Die Angebote richten sich an Menschen in Wohnungsnotfällen. Die gesetzliche Grundlage bilden die §§ 67 ff SGB XII.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort wie folgt tätig

4 Personen Sozialarbeit

1 Person Verwaltung

1 Person Postausgabe/wöchentliches Frühstück/sommerliches Grillen

1  Person ehrenamtlich Postausgabe usw.

 

Aktuell sind bei der Ambulanten Hilfe für wohnungslose Frauen und Männer 236 Personen registriert. Die meisten hiervon werden vom Jobcenter aufgefordert eine postalische Erreichbarkeit nachzuweisen, da ansonsten keine Leistungen gewährt werden können.

 

Frau Forstner gibt einen Überblick über die Angebote. Diese umfassen die Beratung

  •           über zustehende Sozialleistungen
  •           zur Lösung sozialer Schwierigkeiten
  •           zu frauenspezifischen Lebenslagen

Unterstützung erfolgt

  •           bei der Unterkunfts- Wohnungs- und Arbeitssuche
  •           bei der Sicherung der materiellen Existenz 
  •           im Umgang mit Behörden
  •           durch Bereitstellen einer postalischen Erreichbarkeit

Weiter wird unterstützt bei der Vermittlung

  •           von medizinischer Versorgung
  •           von Rechtsbeistand sowie  Schuldnerberatung
  •           an andere soziale Dienste

Die Wohnungslosen haben die Möglichkeit, ihre Wäsche vor Ort zu waschen und sich in den Räumlichkeiten der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose aufzuhalten. Die Hilfesuchenden können ohne Termin vorsprechen.

 

Einmal wöchentlich wird eine Sprechstunde für Menschen unter 25 Jahre angeboten. Hier ist die Dunkelziffer der Wohnungslosen groß, da sich viele der jungen Menschen bei Freunden und Verwandten aufhalten und somit nicht als obdachlos, sondern als wohnungslos gelten.  Lt. Frau Forstner entsteht Wohnungslosigkeit häufig aufgrund von Mietschulden durch Arbeitslosigkeit, durch Krankheiten, psychische Suchterkrankungen oder Trennungen. Die Wohnungslosen haben dann kaum noch Möglichkeiten, ihr Hab und Gut zu schützen.

 

Herr Engelen wünscht sich, dass zukünftig die Vorstellung solcher Themen als Präsentation erfolgt

 

Im Anschluss an die Vorstellung der Arbeit werden Fragen aus dem Ausschuss  beantwortet:

 

Wie viele Personen der zurzeit bei der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose postalisch gemeldeten sind männlich, wie viele weiblich?

 

2/3 der gemeldeten Personen sind Männer

    

Wie informiert man die Menschen, dass Post für sie da ist?

 

Die Personen werden nicht informiert, die Post soll spätestens alle zwei Wochen abgeholt werden. Passiert dies nicht, geht sie zurück an den Absender.

 

Warum gibt es Menschen, die nicht krankenversichert sind?

 

Ab Bezug von Leistungen nach dem SGB II sind die Menschen pflichtversichert, bei verspäteter oder keiner Beantragung von Sozialleistungen kann es vorkommen, dass es zu Lücken im Krankenversicherungsschutz kommt.

 

Warum sieht man so wenig von den Wohnungslosen im Stadtbild?

 

Viele Wohnungslose halten sich bei Freunden oder Bekannten oder auch im Landkreis auf. Auch Personen, die aus dem Landkreis kommen, können die postalische Adresse bei der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose haben.

 

Wie viele Unterbringungsmöglichkeiten bietet die Stadtverwaltung an?

 

Es gibt 75 Plätze für die Unterbringung, die meist zu 2/3 belegt sind.

Frau Forstner weist abschließend darauf hin, dass die postalische Adresse der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose keine Meldeadresse ist.