17.06.2015 - 3 Erster Erfahrungsbericht zur Belegung des CJD u...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Ortsrates Westercelle
- Gremium:
- Ortsrat Westercelle
- Datum:
- Mi., 17.06.2015
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Die Verwaltung berichtet, dass in der ersten Juniwoche die ersten Familien im Christlichen Jugenddorf Celle (CJD) aufgenommen seien. Das Erdgeschoss des angemieteten Hauses sei damit bereits voll belegt. Es handele sich um zwei Familien aus Montenegro und jeweils eine aus Pakistan und Afghanistan. Die Familien aus Montenegro hätten kein Aufenthaltsrecht, würden aber trotzdem erst einmal an unterschiedliche Kommunen verteilt. In der 26. Kalenderwoche werden zwei weitere Familien erwartet. Die insgesamt 8 Erwachsenen und 8 Kinder seien sehr friedlich und ruhig. Die Verwaltung rechne damit, dass die zweite Etage des Hauses Ende des Monats Juli voll belegt sein werde. Mit der Dezentralisierung der Familien werde sofort begonnen. Die Verwaltung teilt mit, dass aus der Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer vier Arbeitsgruppen gebildet worden seien. Die erste Arbeitsgruppe befasse sich mit der Erstellung einer Homepage. Die zweite Gruppe sei zur Betreuung gebildet worden. Die Familien würden vor Ort aber auch bei notwendigen Behördengängen betreut. Die dritte Gruppe sei für die Begrüßung der Flüchtlinge zuständig. Die vierte Gruppe sei gebildet worden, um den Flüchtlingen die Deutsche Sprache näher zu bringen. Die Verwaltung möchte sich bei allen Ehrenamtlichen bedanken, der Einsatz und das Engagement vor Ort sei sensationell. Die größte Schwierigkeit bestehe momentan darin für die Verwaltung die Arbeit der Ehrenamtlichen zu koordinieren. Die Verwaltung merkt allerdings auch an, dass der finanzielle Rahmen eingeschränkt sei. Umso wichtiger seien Aktionen wie z.B. die Veranstaltung des Ernestinums „Run for Life“, die den Erlös teilweise für die Flüchtlinge im CJD bereitstellen. Man erhoffe sich im Rahmen der Haushaltsberatung für 2016 eine finanziell bessere Situation. Ortsratsmitglied Post berichtet von der Arbeit im CJD. Die Ehrenamtlichen hätten tatsächlich bei Null angefangen, es gab kein Geschirr, Gläser, Besteck, Spielzeug oder Schreibutensilien. Ortsbürgermeister Wilhelms habe gehört, dass die Stadt Celle hauptsächlich Flüchtlinge aus Syrien erhalten solle. Die Verwaltung teilt mit, dass das Verteilungsverfahren bislang sehr unbefriedigend gewesen sei. Die meisten angekündigten Flüchtlinge für Celle kämen aus dem Balkan und gerade diese Bevölkerungsgruppe habe kein Bleiberecht und werde nach bestimmter Zeit wieder abgeschoben. Auf die Verteilung habe man allerdings auch keine Einflussmöglichkeit.
