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ALLRIS - Auszug

04.02.2016 - 3 "Lyrikallee" im Französischen Garten (mündliche...

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Wortprotokoll

Die Sitzung findet gemeinsam mit dem Ortsrat Blumlage/Altstadt statt.

 

Die Ausschussvorsitzende begrüßt Herrn Peter Weckmüller, den Initiator der Lyrikallee im Französischen Garten. Er stellt seine Idee, im Französischen Garten an der Hecke zum Bieneninstitut entlang 12 Stelen mit wechselnden Lyrik-Texten aufzustellen, vor. Er arbeitet unentgeltlich und die Finanzierung sei über Sponsoren, die 3.000 r die 12 Stelen bereitgestellt tten, gesichert, so dass der Stadt Celle keine Kosten entstehen würden. Herr Weckmüller weist auf seinen Lyrikpfad am Allerradweg in Wietze/Hornbostel hin und gibt bekannt, dass er 12 Halterungen aus Metall mit Texten versehen werde. Geplant sei, alle 14 Tage die Texte zu wechseln. Er macht darauf aufmerksam, dass es deutschlandweit keine einzige Lyrikallee gäbe. Anhand von Foto-Projektionen stellt er den Ausschussmitgliedern Form und Funktion der Lyrik-Stelen vor und berichtet sowohl über positive als auch negative Reaktionen der Bevölkerung. Die Ortsbürgermeisterin freut sich darüber, dass Herr Weckmüller seine Idee im Französischen Garten realisieren will. Sie begrüßt das Projekt als Bereicherung der Kulturlandschaft. Die CDU-Fraktion meldet in mehrfacher Hinsicht Bedenken an. Sie halte ein solches Projekt mit 12 1,80 m hohen Metall-Stelen in einem Gartendenkmal von internationalem Rang r problematisch.  Ohne Beschlussvorlage eine Lyrikallee über die Köpfe des Ortsrates hinweg im Husarenstreich zu installieren, halte sie nicht für optimal. Auch wenn der Stadt Celle keine Kosten entstehen, müssten die Stelen Vandalismus geschützt sein und gewartet werden. Zudem ergebe sich die Frage, ob alle Texte für alle Bürger akzeptabel seien.

 

Die Verwaltung erwidert, dass sie juristisch überprüft habe, dass es sich bei dem Projekt um ein Geschäft der lfd. Verwaltung handele. Zudem seien der Fachdienst Bauen und Denkmalpflege sowie der Fachdienst Tief- und Landschaftsbau involviert. Aus Verwaltungssicht sei die geplante Lyrik-Allee eine ähnliche Aktion wie die Installation des „Baums im Topf“ oder die der zwei Skulpturen der Kunststiftung. Erfreut zeigt sie sich darüber, dass die Volkshochschule bereits einen Kurs in ihr Programm aufgenommen habe, um die Gedichte der Lyrikallee zu analysieren und zu besprechen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen begrüßt das Projekt, rät aber, mit einem geringeren Umfang zu beginnen. Sie regt an, über einen anderen Standort nachzudenken, nämlich von der Brücke Maulbeerallee/Französischer Garten bis zur Brücke Parkhaus Südwall.

 

Herr Weckmüller bekräftigt, dass die lyrischen Texte die gesamte Brandbreite von romantischen Liebesgedichten zu moderner Poesie abdecken. Es werde kein Wahlkampf und keine politische Agitation betrieben. Er beabsichtige, anderen Interessierten eine Plattform zu geben und hoffe interessierte Literaturfreunde zu finden, die gemeinsam mit ihm Gedichte auswählen. Von einem der beratenden Mitglieder wird prinzipiell jedes interaktive Literaturprojekt für wichtig erachtet. Gleichzeitig weist es darauf hin, dass der Französische Garten ein Gartendenkmal von internationalem Rang sei. Ein anderes beratendes Mitglied schlägt statt des 14-tägigen einen 4-wöchigen Wechsel vor. Abschließend äert die CDU Bedenken zur Konstruktion der Halterungen und der Beschaffenheit bzw. Befestigung der Textfolien. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die Lyrikallee die größtmögliche Kontrolle genieße, nämlich die der Bevölkerung.

 

Abschließend dankt die Ausschussvorsitzende Herrn Peter Weckmüller für seinen informativen Vortrag.

 

Ende der gemeinsamen Sitzung des Ortsrates Blumlage/Altstadt und des Kulturausschusses: 17.43 Uhr.