09.11.2016 - 8 Verkehrsführung im Dorothea Erxleben Weg - Auss...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Ortsrates Westercelle
- Gremium:
- Ortsrat Westercelle
- Datum:
- Mi., 09.11.2016
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Ortsbürgermeister Wilhelms berichtet, dass die Firma Haacke im Namen der Anlieger einen Antrag gestellt habe, die Einbahnstraßenregelung aufzuheben und dort eine unechte Einbahnstraße einzurichten. Bei Entwicklung des Baugebietes wurde der Ortsrat angehört und zur Stellungnahme aufgefordert. Grundsätzlich wurde die Entwicklung des Baugebietes befürwortet, als Grundvoraussetzung wurde allerdings die Einbahnstraßenregelung genannt, um Schleichverkehre von der B3 in die hinteren Wohngebiete zu verhindern. Dieser Vorschlag wurde von der Verwaltung aufgenommen und aus diesem Grunde werde der Ortsrat auch heute wieder zu der Verkehrsregelung mit hinzugezogen. Von Seiten der CDU gebe es seit zwei Tagen einen Antrag, der die Ausweisung des Dorothea Erxleben Weg als unechte Einbahnstraße fordere. Ortsbürgermeister Wilhelms gibt vor der nachfolgenden Diskussion den Hinweis, dass der Ortsrat heute Abend lediglich eine Empfehlung aussprechen könne, die fachliche Entscheidung ganz alleine die Verwaltung treffen werde. Um 19:25 Uhr bis 19:45 Uhr wird die Sitzung wegen einer Bürgeranhörung unterbrochen. Nach Wiedereintritt erklärt Ortsratsmitglied Post, dass der Ortsrat bei der ersten Anhörung nur die Gefahr der Schleichverkehre gesehen habe, ohne sich tatsächlich Gedanken gemacht zu haben, dass die Anwohner dann auch nur die Möglichkeit hätten, in die eine Richtung wieder auszufahren. Nun ergebe sich eine völlig neue Situation. Es sei aus Sicht der Einwohner nur zu verständlich den kürzesten Weg, auch aus zeitlicher Sicht, aus der Straße fahren zu wollen. Die Argumentation, dass dadurch noch mehr Fahrer entgegen der Einbahnstraße fahren, könne Sie nicht nachvollziehen, da der Weg ab Haake lang genug und unübersichtlich sei. Ortsratsmitglied Schoeps kann sich in die Situation der direkten Anwohner und die der dahinterliegenden Anwohner hineinversetzen. Es gab bei der damaligen Entscheidung allerdings einen Grund, weshalb die Einbahnstraßenregelung befürwortet worden sei, nämlich das Unterbinden der Schleichverkehre. Er selber habe früher in der Ohlhorststraße gewohnt, die ebenfalls eine Einbahnstraße sei. Er plädiere für den Status quo. Ratsfrau Fündeling merkt an, dass man die Ohlhorststraße mit dem Erxleben Weg nicht vergleichen könne, die eine ist gerade und komplett durchgängig zu überschauen, der Weg im Wohnpark uneinsichtig. Ortsratsmitglied Frehse bemerkt, dass gerade zur Hauptverkehrszeit (16-17 Uhr) die Abkürzungsgefahr am größten sei, und vor der Gefahr des entdeckt zu werden, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge dann besonders hoch seien. Ortsbürgermeister Wilhelms merkt an, dass er noch nie ein Fahrzeug gesehen habe, dass entgegengesetzt der Ohlhorststraße gefahren sei. Beim CDU-Antrag störe ihn die Begründung. Die CDU beschwere sich öffentlich darüber, dass Eltern ihre Kinder mit dem Fahrzeug zur Schule oder Kindergarten fahren und bringen es jetzt als Argument. Er selber würde in Westercelle überall mit dem Fahrrad hinfahren. Von Seiten der Verwaltung sei eine Testphase der Gegenläufigkeit vorgeschlagen, das machen heute schon regelmäßig die Fahrzeugführer von der B3. Selbst die Anwohner halten sich nicht an Verkehrsregeln. Ortsratsmitglied Siemann meint, dass die Argumentation der Gegner der unechten Öffnung des Weges falsch sei. Man könne doch nicht einfach behaupten, dass eine Änderung in der Beschilderung zur Folge hätte, dass sich noch weniger an die Verkehrsregeln halten. Ohne den Echtbetrieb könne man gar nicht beurteilen, ob es zu mehr Verstößen gegen die Verkehrsregeln gebe, bis dahin seien es nur Behauptungen. Er findet den Vorschlag, der auf dem Ortstermin mit der Verwaltung getroffen wurde, eine Testphase zu beschließen, sehr gut. Im Anschluss wird der Antrag der CDU das Gebiet als unechte Einbahnstraße auszuweisen bei 4 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen abgelehnt. Bei 5 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen schlägt der Ortsrat vor, die gegebene Verkehrsregelung so zu belassen.
