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ALLRIS - Auszug

24.10.2017 - 4 Vorstellung des Jugendhilfereports 2016 und der...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Schäfer gibt dem Ausschuss zu Beginn seines Vortrages einen allgemeinen Überblick zum Aufgabenbereich der Jugendhilfe.

 

Insbesondere durch die niedrigschwelligen Angebote in den Stadtteilprojekten habe das Jugendamt eine gute Akzeptanz bei Kindern, Jugendlichen und Familien. Die gute Kooperation zwischen öffentlichem Träger und freien Trägern wirke sich auf das „Gesamtklima“ aus und strahle auch in die Arbeit mit den Familien.

 

Die Gesamtzahl der bewilligten Hilfen sei in den letzten 15 Jahren um 35% angestiegen. Die Ursachen dafür müsse man aus vielen Einzelentwicklungen zusammenfassen.

 

Die Zuordnung der Stadt Celle zum Vergleichsring der großen niedersächsischen Städte (Hannover, Oldenburg, Osnabrück) sei aufgrund der erhobenen Sozialstrukturdaten erfolgt. Diese Einstufung zeige deutlich, dass die Lebensverhältnisse der Kinder-, Jugendlichen und Familien nur sehr eingeschränkt mit denen der kleineren kreisangehörigen Kommunen vergleichbar seien.

 

In der Arbeit des Jugendamtes der Stadt Celle ließen sich als Alleinstellungsmerkmale sicher die sozialräumliche Aufgabenwahrnehmung in den Stadtteilen sowie die Steuerung der niedrigschwelligen ambulanten und teilstationären Hilfen über ein Sozialraumbudget benennen. Weiterhin habe man bei zunehmenden Bedarfen in der Eingliederungshilfe ein Modell der unterstützenden Schulsozialarbeit entwickelt, welches den Blick umlenke von der Einzelbetreuung auf die Unterstützung schulischer Verantwortung für die Inklusion.

 

Die derzeitigen Diskussionen hinsichtlich anstehender Änderungen im SGB VIII zeigen deutliche Tendenzen in Richtung sogenannter „Pool-Lösungen“, die den genannten Celler Modellen sehr nah kämen.

 

Im Folgenden präsentiert Herr Schäfer einzelne Abschnitte des Jugendhilfereportes anhand einer Präsentation (als Anlage beigefügt) mit Erläuterungen.

 

Nachfragen aus dem Ausschuss werden beantwortet.

 

Der Vertreter des Kreissportbundes bittet ergänzend zu bedenken, welchen Stellenwert die Kinder- und Jugendarbeit der Sportvereine in diesem Zusammenhang auch spiele. Eine dahingehende Evaluation auf Landesebene sei nicht bekannt.

 

Die SPD-Fraktion weist auf den im Report enthaltenen Fragebogen hin und schlägt vor, den Aspekt der Bildungsabschlüsse zu ergänzen.

 

Die FDP-Fraktion stellt die Frage in den Raum, ob das Stadtteilmanagement tatsächlich eine Aufgabe der Jugendhilfe sei.

 

Die Vertreterin der Rektorenkonferenz hebt die Vorteile einer guten Vernetzung im Ortsteil durch das Stadtteilmanagement hervor.

 

Der Vertreter der Ev. Kirche berichtet von seinen Erfahrungen bei bundesweiten Veranstaltungen zur sozialräumlichen Arbeit und verweist auf den guten Ruf, den das Celler Modell in der Fachwelt genieße.

 

Die Vertreterin der AG der freien Wohlfahrtspflege dankt ausdrücklich für die Vorbereitung und Durchführung des Erziehungshilfeworkshops im Mai. Die FDP-Fraktion ergänzt, dass die vorgestellten Daten deutlich gezeigt hätten, wie sorgsam mit den bereitgestellten Mitteln umgegangen werde und welchen Vorteil der Ausgleich innerhalb der Trägerkooperation bringe.

 

Abschließend dankt der Ausschussvorsitzende Herrn Schäfer für seinen Vortrag und bittet, das Gehörte bei der weiteren Diskussion um die Abgabe der Jugendhilfe zu bedenken.

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen