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ALLRIS - Auszug

22.11.2017 - 3 Vorstellung des atelier 22 e.V., mündlicher Vor...

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Wortprotokoll

Ausschussvorsitzender Zobel erklärt, dass es zu den Intentionen des Kulturausschusses gehöre, besondere kulturelle Initiativen und Vereine einzuladen und begrüßt die erste Vorsitzende desatelier 22 e.V.“.

Frau Reschke bedankt sich dafür, dass sie den gemeinnützigen Verein atelier 22 e.V., der 2009 von ihr mitgegründet wurde, vorstellen darf. Der Verein „atelier 22 e.V.“ habe sich sowohl durch seine künstlerische Betätigung als auch durch sein ehrenamtliches soziales und am Gemeinwohl orientierendes Engagement einen Namen im Ortsteil Heese und darüber hinaus in ganz Celle gemacht. Durch den Celler Bau- und Sparverein unterstützt, ist „atelier 22 e.V.“ in der Hattendorffstraße 13 beheimatet, wo im Erdgeschoss eine Galerie geschaffen und in den zwei Stockwerken darüber Werkräume bzw. Ateliers für die kreative Arbeit von Künstlern sowie für Projektarbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Senioren eingerichtet worden seien. In der Galerie fanden bisher 69 Ausstellungen und 55 vielfältige kulturelle Veranstaltungen statt. Die Gründungsmitglieder hatten sich zum Ziel gesetzt, einen anders gearteten Kunstverein ins Leben zu rufen, der „niederschwellige Kunst für Jedermann“ anbieten solle. Dieses Konzept sei aufgegangen und der Verein habe schnell einen Zuwachs von mehr als 80 Mitgliedern erfahren. Frau Reschke dankt dem Celler Bau- und Sparverein, dem Fachdienst Kultur, den Spendern und Sponsoren sowie den Baufirmen für die Unterstützung in der existenziellen Umzugsphase von der Bahnhofstraße 21 in die Hattendorffstraße 13 Ende 2011/Anfang 2012. Frau Reschke berichtet weiter, dass sich das „atelier 22 e.V.“ neben künstlerischen Belangen auch aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und für gelebte Demokratie und ein demokratisches Bewusstsein einsetze. So gebe es nicht nur kulturelle Brückenschläge im Rahmen der regelmäßigen Ausstellungen in der Hattendorffstraße 13, sondern auch beim intensiven Künstleraustausch mit der türkischen Stadt Batman, in der viele yezidische Bürger des Stadtteils Heese ihre Wurzeln hätten. Frau Reschke macht darauf aufmerksam, dass das „atelier 22 e.V.“ bereits 2011 einen offenen Bücherschrank in der Bahnhofstraße aufgestellt habe und einer breiten Öffentlichkeit durch die künstlerische Gestaltung der Tunnelunterführungen am Alten Bremer Weg und in der Wiesenstraße bekannt geworden sei. Durch die Ambition des Vereins, dass Kinder, Erwachsene und Senioren gleichermaßen wichtig seien und auch künstlerisch gut zusammen arbeiten können, hätten sich viele positive Auswirkungen für den Ortsteil Heese ergeben. Neben der Flüchtlingshilfe oder z.B. Malwettbewerben zwischen Jung und Alt sei die Galerie des „atelier 22 e.V.“  während der Ausstellungen Treffpunkt für anregende Lesungen, Vorträge sowie andere Veranstaltungen, um Anwohner mit Künstlern ins Gespräch zu bringen. Ein weiteres Merkmal der Künstlervereinigung sei auch die Vernetzung bzw. Beteiligung an Gemeinschaftsprojekten wie der FlotArt,Mein Celle“, „Kunst hier auch!“, MIXIT ! oder dem Camp Scheuen.

Auch im kommenden Sommer plane das „atelier 22 e.V.“ wieder eine Gemeinschaftsausstellung, um Menschen mit Fluchterfahrung kulturell zu integrieren.

Abschließend zeigt sich Frau Reschke erfreut darüber, dass das Nds.  Ministerium für Wissenschaft und Kultur das kulturelle und soziale Engagement des „atelier 22 e.V.“ mit einer Projektzuwendung in Höhe von 40.000 €rdert, um das Hofgebäude zu einem künstlerisch orientierten multifunktionalen Gebäude umzubauen. Allerdings müsse dabei das Hindernis bewältigt werden, einen Eigenanteil in Höhe von 10.000 € einzusetzen.

Danach beantwortet Frau Reschke Fragen der Ausschussmitglieder und schließt mit dem Wunsch, einmal für 3-4 Wochen eine Ausstellung in der Alten Exerzierhalle durchführen zu können.