04.05.2017 - 5 Sachstand Klärschlammverwertung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Datum:
- Do., 04.05.2017
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Der Betriebsleiter Herr Martin erläutert den aktuellen Sachstand zur Klärschlammverwertung (sh. Anlage). Grund sind aktuelle Gesetzesänderungen.
Ratsherr Brammer fragt, ob der damit verbundene Mehraufwand in die Gebühren einfließt, was Herr Martin bestätigt.
Ratsherr Ohl fragt an, ob künftig mehr Klärschlammtrocknung nötig wäre. Herr Martin führt aus, dass dies nicht immer zutreffe, da getrockneter Schlamm bei einigen Verbrennungsanlagen nicht angenommen werden kann.
Ratsfrau Marks fragt an, ob die Gesetzesänderung umweltpolitisch sinnvoll sei, da es zu mehr Verbrennung führe. Sie erkundigt sich, ob strategisch-innovative Ansätze möglich sind, die auch der Weiterentwicklung des Standorts dienen können und damit sogar Einnahmen generiert werden könnten. Herr Martin bestätigt die Frage nach der umweltpolitischen Sinnhaftigkeit. Kleinere Verbrennungsanlagen für den Standort Celle seien zurzeit noch keine Lösung. Diese werden auf dem Markt angeboten, sind allerdings noch nicht serienreif. Stattdessen wäre ein Zusammenschluss mit anderen Abwasserbetrieben (Synergieeffekte, gemeinsames Knowhow) sinnvoll.
Ratsherr Ohl führt aus, dass Wärme aus dem Schmutzwasserkanal nutzbar sei. Diese Art der Wärmenutzung würde jedoch nicht umgesetzt, da die Kosten höher seien als der Nutzen. Er fragt daher an, ob aus dem Klärschlamm Energie gewonnen werden kann, da ja Investitionen getätigt worden seien und ob dies produktiver für den Standort sei. Herr Martin teilt mit, dass aus dem Klärschlamm Gas erzeugt wird. Die erzeugte Gasmenge wird mit dem Blockheizkraftwerk in Strom umgewandelt. Durch die neuen Blockheizkraftwerke erfolgt dies noch wirtschaftlicher.
Ratsherr Ohl fragt weiter an, ob im Vorfeld der Gründung des Eigenbetriebes das Modell eines Zweckverbandes mit dem Landkreis Celle erwogen worden sei, besonders da das neue Gesetz alle betreffen werde. Herr Martin führt aus, dass die Kläranlagen der Umlandkommunen aufgrund der geringeren Größe weniger von den Gesetzesänderungen betroffen sind. Entsprechende Gespräche darüber hatten im Netzwerk Klärschlamm stattgefunden.
Ratsherr Range resümiert, dass es für die Zukunft nur die im Vortrag (sh. Anlage) genannte Lösung A oder B mit Gründung einer Gesellschaft geben kann.
Herr Martin wird eine Beschlussvorlage für den nächsten Betriebsausschuss vorbereiten, um einen entsprechenden Auftrag des Betriebsausschusses zu bekommen, in dieser Richtung weiter zu arbeiten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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409,8 kB
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