31.01.2019 - 7 Feuerwehrstandort Vorwerk (Aussprache des Ortsr...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Ortsrates Vorwerk
- Gremium:
- Ortsrat Vorwerk
- Datum:
- Do., 31.01.2019
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Die Ortsbürgermeisterin begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt den Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland sowie Herrn Jörg-Gerhard Schuster von der zuständigen Fachverwaltung. Danach führt sie aus, dass im Stadtgebiet diverse Feuerwehrgerätehäuser angängig seien, u. a. die Einrichtungen in Vorwerk und in Groß Hehlen. In der Sitzung des städtischen Feuerschutzausschusses am 16.10.2018 sei auf Nachfrage mitgeteilt worden, dass der Sachstand bezüglich des Standortes Vorwerk noch nicht so weit gediehen sei, dass dieser vorgetragen werden könne. Der hier betroffene 4. Zug sollte informiert werden, sobald konkretere Planungen vorliegen. Nunmehr sei der 4. Zug auf den Ortsrat zugekommen und habe signalisiert, dass hier eine mögliche Zusammenlegung mit der Ortsfeuerwehr Groß Hehlen im Raume stünde, jedoch sei der 4. Zug hierüber noch nicht informiert worden. Deshalb habe sie diese Thematik auf die Tagesordnung genommen, um hier einen aktuellen Sachstand vermittelt zu bekommen. Der 4. Zug sei ein wichtiger Bestandteil des Ortsteils und habe den Ortsrat bei vielen Projekten unterstützt. Hinzu käme, dass der Ortsteil in der Vergangenheit schon diverse negative Veränderungen hinnehmen musste. Der Weggang des 4. Zuges aus dem Ortsteil wäre ein weiterer herber Verlust.
Danach trägt der Stadtbrandmeister anhand der beigefügten Präsentation zu der in Rede stehenden Thematik vor und weist darauf hin, dass man sich noch im Findungsprozess befinde. Er erklärt, dass das Gerätehaus in Vorwerk (gebaut im Jahr 1964, Erweiterung im Jahr 1985) nicht mehr langfristig genutzt werden könne, da das Bauwerk abgängig sei und diese Einrichtung nicht mehr den heutigen feuerwehrtechnischen Ansprüchen genüge. Herr Schuster ergänzt, dass u. a. das Dach asbesthaltig, das ganze Gebäude unzureichend gedämmt und die Heizung altersschwach seien. Die Tore würden auch nicht mehr richtig funktionieren und die Unterbringung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sei in keiner Weise angemessen. In Lichte dieser Erkenntnis seien in den letzten Jahren nur die nötigsten Unterhaltungsmaßnahmen vorgenommen worden. Hinzu komme, dass mehrere Gerätehäuser im Stadtgebiet abgängig seien und seitens der Verwaltungsspitze sei angeregt worden, aus finanziellen Gründen gewisse Synergien bei der Planung der neuen Einrichtungen zu erzielen. Für den Standort in Vorwerk sei des Weiteren festzustellen, dass dieser für ein neues Gerätehaus nicht in Frage komme, da die Fläche dafür zu klein ist. Herr Pöhland ergänzt, dass ein weiterer wesentlicher Punkt die fehlende Anbindung des Ortsteils an die geplante Ostumgehung sei, denn derzeit sei keine Zufahrtsmöglichkeit von Vorwerk aus vorgesehen. Dies sei für zukünftige Einsätze von Nachteil. Die Ortsbürgermeisterin weist darauf hin, dass die zuständige Landesbehörde seinerzeit eine Notaus- und Abfahrt für Rettungsfahrzeuge mit eingeplant habe. Der Stadtbrandmeister gibt dazu an, dass es seines Wissens nur Wirtschaftswege seien und keine offiziellen Zu- oder Abfahrten für Rettungsfahrzeuge.
Danach berichtet der Stadtbrandmeister, dass in einer Arbeitsgruppe vielfältige Alternativen diskutiert worden seien. Letztendlich habe sich gezeigt, dass ein gemeinsames Gerätehaus für die beiden Ortsteile diverse Vorteile mit sich bringe (u. a. bis zu sechs Einstellplätze für Fahrzeuge, zwei Schulungsräume für bis zu 100 Personen sowie Erhöhung der Einsatzbereitschaft durch die Zusammenlegung der beiden Standorte). Im Übrigen befinde sich das Grundstück in Groß Hehlen (Neubaugebiet „Im Tale“) bereits im Eigentum der Stadt. Herr Pöhland könne gut nachvollziehen, dass der 4. Zug in emotionaler Sicht sehr an den Standort in Vorwerk hänge, doch für die strategische Ausrichtung der Feuerwehr seien leider andere Kriterien mehr zu gewichten. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der 4. Zug derzeit 18 Personen benötige, um alle Fahrzeuge im Alarmierungsfall vollständig besetzen zu können. Eine Auswertung habe ergeben, dass dies oftmals nicht gelungen sei, da u. a. die Anzahl der Feuerwehrangehörigen im Ortsteil derzeit nur 11 Personen betrage. Ortsratsmitglied Hanke gibt dazu an, dass dies nicht korrekt sei, denn das Einzugsgebiet umfasse auch die Ortsteile Hehlentor und Garßen, so dass mehr als 11 Personen diese Einsätze fahren würden.
Ortsratsmitglied Hanke bittet um Auskunft, ob auch der Standort Hohe Wende als Alternative geprüft worden sei. Der Stadtbrandmeister gibt dazu an, dass er hier u. a. Probleme sehe, die vorgeschriebenen Hilfsfristen einzuhalten. Weiterhin regt Ortsratsmitglied Hanke an, dass der Stadtbrandmeister alsbald ein Treffen mit den beiden betroffenen Wehren anberaumt, um gemeinsam diese Thematik zu erörtern und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Der Stadtbrandmeister sagt zu, mit den beiden Ortskommandos Kontakt aufzunehmen und alles Weitere zu besprechen. Die Ortsbürgermeisterin ergänzt, dass es für den Ortsrat wichtig sei, dass hier weitere Gespräche stattfinden und alle erdenklichen Lösungsansätze diskutiert werden, um ein für beide Wehren ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Ein Erhalt beider Standorte würde der Ortsrat begrüßen.
Abschließend bittet der Ortsrat die Verwaltung um Stellungnahme zu folgenden Fragen:
1) Die Verwaltung möge prüfen, ob alternative Standorte für ein neues Feuerwehrgerätehaus für den 4. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Celle-Hauptwache (Außenstelle Vorwerk) in Betracht kommen. Insbesondere solle hier der Standort Hohe Wende in Erwägung gezogen werden. Sind ggf. Synergien mit dem städtischen Bauhof möglich?
2) Wenn im Neubaugebiet in Groß Hehlen („Im Tale“) ein neues Feuerwehrgerätehaus lediglich für die Ortsfeuerwehr Groß Hehlen gebaut wird, wie viele finanziellen Mittel werden dann freigesetzt, die zum Neubau eines eigenen Gerätehauses für den 4. Zug verwendet werden können?
Abschließend dankt die Ortsbürgermeisterin allen Beteiligten für die heutige offene und konstruktive Diskussion und sie hofft auf ein positives Ergebnis für den Ortsteil und für die ortsansässige Feuerwehr.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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2,3 MB
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