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ALLRIS - Auszug

28.05.2020 - 7 Entsammlung von Museumsgut - städtische Ofenpla...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Ratsherr Dr. Hörstmann erklärt, dass er dem Vorschlag der Verwaltung nicht folgen könne, denn man nne durch einen Verkauf eine nicht unerhebliche Einnahme generieren. Die Verwaltung sollte diese Option nochmal prüfen, bevor man die rd. 300 Platten verschenkt.

 

Beigeordnete Rodenwaldt-Blank hebt den ideellen Wert der Sammlung hervor, deshalb sollte diese Sammlung in Celle verbleiben und sie hofft, für diese Ofenplatten einen geeigneten Platz zu finden. Sie werde sich bei der Abstimmung enthalten.

 

Ratsherr Dr. Jochim führt aus, dass es Aufgabe eines Museums sei, Kulturgut zu sammeln, zu pflegen und zu präsentieren. Dabei habe jedes Museum gewisse Schwerpunkte. Ob für Celle ein Bestand von rd. 600 Ofenplatten dazu gehört, sei sehr fraglich. Die Museumsleitung habe geprüft, ob eine Veräerung in Betracht kommt, doch derzeit sei kein Markt dafür vorhanden, so dass hier nur Liebhaberpreise erzielt werdennnen. Doch wenn sich keine Liebhaber dafür finden, dann hätten diese Objekte quasi keinen Wert, das sei bei Kunstgegenständen so üblich. Eine weitere Lagerung im Depot sei keine Lösung, vielmehr sollte man diese Gegenstände wieder der Öffentlichkeit präsentieren. Er schlägt vor, der Beschlussvorlage zuzustimmen.  

 

rgermeister Brammer trägt vor, dass die SPD-Fraktion hier zustimmen werde. Er betont, dass es hier einen ökonomischen Nutzen gebe, denn wenn keine Nachfrage vorhanden ist, könne sogar ein negativer Preis drohen. Zudem sei eine weitere Lagerung mit Kosten verbunden. Weiterhin erziele man einen kulturpolitischen Nutzen, wenn die Ofenplatten durch eine Ausstellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  

 

rgermeisterin Fiß gibt an, dass ihre Fraktion auch für die Entsammlung von Exponaten sei. Doch man dürfe Kunstgegenstände auch nicht verschleudern. Sie regt an, hier Experten hinzuzuziehen.

 

Ratsfrau Marks betont, dass ständig gejammert werde, dass die Stadt kein Geld habe. Hier tte man eine Auktion veranstalten sollen; auch eine Dauerleihgabe sei glich. Doch jetzt gehe es frei nach dem Motto „Celle, alles muss raus!“

 

Beigeordneter Zobel weist darauf hin, dass anscheinend viele die Protokolle des Kulturausschusses nicht lesen würden, denn dieses Thema sei vielfältig diskutiert worden. Dabei sei eindeutig festgestellt worden, dass für diese Exponate kein Markt vorhanden ist. Folglich sei es zu begrüßen, wenn die Ofenplatten wieder an die Öffentlichkeit kommen und nicht im Depot verstauben.

 

Beigeordneter Wille hebt hervor, dass durch die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen in finanzpolitischer Hinsicht schwere Zeiten auf die Stadt zukommen werden. Folglich müsse man jede Ausgabe kritisch hinterfragen. Die CDU-Fraktion werde hier zustimmen.

 

Ratsherr Müller erklärt, dass bei der Stadt die Reihe des Abschaffens derzeit leider Standard sei. Dennoch werde er dieser Maßnahme zustimmen.

 

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Danach stimmt der Rat der Stadt Celle mehrheitlich bei 4 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen einer kostenlosen Abgabe von 60 Ofenplatten an das Freilichtmuseum am Kiekeberg, 15 Ofenplatten an das Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide in Hösseringen und ca. 225 Ofenplatten an den Museumsförderverein Stollberg Hütte e.V. zu.