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ALLRIS - Auszug

23.09.2020 - 5.5 Sachstandsbericht der Landeschulbehörde zum Sch...

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Wortprotokoll

Die schulfachliche Dezernentin der Landeschulbehörde, Frau Carstensen, berichtet über die Unterrichtsversorgung und über die Schule zu Corona-Zeiten.

 

Die amtliche Statistik zur Unterrichtsversorgung wird erst zum 01.01.2021 veröffentlicht. Die Unterrichtsversorgung in den Celler Grundschulen stelle sich wie folgt dar:

 

  • Alle Grundschulen seien zwischen 98 und 102 % ausgestattet.
  • Es wurden mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern persönliche Gespräche zur Unterrichtsversorgung geführt.
  • Leider liegen keine Bewerbungen für die vakanten Schulleitungsstellen in Vorwerk und Heese-Süd vor.

 

Entgegen der Befürchtungen, die zur Zeit der Schulschließungen vor den Sommerferien bestanden hätten, konnten fast alle Kinder mitgenommen werden. Die Kinder aus schwierigen Familien bzw. aus Familien mit Sprachbarrieren wurden nach den ersten Lockerungen der Zugangsbedingungen in die schulischen Notgruppen aufgenommen und dort gefördert.

 

Die Mehrheit der Kinder habe die erforderlichen Kompetenzen erreicht. Die durch die Unterrichtsausfälle stark betroffenen Erstklässler werden zukünftig gesondert gefördert. Der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern konnte während der Schulschließung aufrechterhalten werden.

 

Seit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach Variante A werden die Schülerinnen und Schüler in Kohorten unterrichtet. In den Unterrichtsräumen bestehe keine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes. Insgesamt funktioniere die Umsetzung des Hygienekonzepts gut. Frau Carstensen appelliert an den Schulträger, die Waschbecken in den Unterrichtsräumen der Grundschule zu erhalten, auch wenn die Kreidetafeln durch digitale Technik ersetzt werden.

 

Nachdem vulnerables Personal zum Zeitpunkt der Schulschließungen häufig im Home Office tätig war, sind verstärkt betroffenen Lehrkräfte in den Unterricht zurückgekehrt. Folgende Probleme stellen sich in den Schulen:

 

  • erhöhter Organisationsaufwand für die Schulleitungen
  • keine oder kaum Pausen für die Lehrkräfte
  • mangelnde Ausstattung mit digitalen Medien
  • Eltern versuchen per Attest vermehrt Ausnahmen von der Pflicht zum Tragen eines Mund-und Nasenschutzes zu erreichen

 

Herr Wilhelms merkt erfreut an, dass sich die Unterrichtsversorgung gut darstelle und fragt nach den Abordnungen von den weiterführenden Schulen. Frau Carstensen informiert, dass insgesamt weniger Abordnungen von den weiterführenden Schulen erfolgt seien, da an den Gymnasien nicht alle offenen Lehrerstellen besetzt werden konnten.

 

Der Ausschussvorsitzende Herr Ohl ist verwundert, dass kaum ein coronabedingter zusätzlicher Förderbedarf entstanden sei; die Eltern sehen dies zum Teil anders. Frau Carstensen erläutert, dass auch zur Zeiten des Lockdowns neue Lerninhalte vermittelt wurden. Die Situation zum Schuljahresbeginn 2020/21 wurde mit allen 15 Grundschulleitungen in ein- bis zweistündigen Gesprächen ausführlich thematisiert.

Im Namen der Ausschussmitglieder bedankt sich Herr Ohl bei Frau Carstensen für den ausführlichen Vortrag.