16.03.2021 - 3 "Ohne uns ist's still" - Umsetzung der bundeswe...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Kulturausschusses
- Gremium:
- Kulturausschuss
- Datum:
- Di., 16.03.2021
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Nach Anmoderation von Frau Lohmann erläutern Dr. Birgit Nieskens und Martin Menzel die Umsetzung der bundesweiten Aktion Kulturgesichter in Celle. Dabei geht es darum, mit Aktionen auf die Nöte der Kultur- und Veranstaltungsbranche und der Menschen, die dahinterstehen, aufmerksam zu machen. Nach einem Jahr Stillstand ist für die Kultur- und Veranstaltungsbranche keine wirkliche Perspektive in Sicht. Das Team „Kulturgesichter“ besteht in Celle aus sechs Personen: Dr. Birgit Nieskens, Martin Menzel, Lucas Rosenbaum, Maximilian Mund, Katharina Witerzens, Sören Linne. Die Aktionen richten sich ausdrücklich nicht gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Kulturgesichter sind hauptberuflich arbeitende Menschen, die zum Teil durch die Pandemie in existentielle Not geraten sind, nebenberuflich und ehrenamtlich tätige Menschen, Menschen, die Kultur zu ihrem Hobby gemacht haben sowie Institutionen und kulturelle Verein. Die Aktion hat folgende Ziele:
- Die Menschen, die von Kultur leben, sichtbar zu machen, insbesondere auch diejenigen, die im Hintergrund arbeiten
- Die Kulturakteure zu vernetzen, in Celle, aber auch bundesweit (bislang beteiligen sich 35 Städte an der Aktion)
- Kooperationen mit regionalen Akteuren zu fördern
- Lösungen zu entwickeln, die der Unterstützung der Kultur dienen wie zum Beispiel Projekte oder auch Gutscheine
- Kulturgesichter im öffentlichen Raum zu zeigen, Kultur (coronakonform) in die Stadt und zu den Menschen zu bringen
- Kulturgesichtern zu Auftritten zu verhelfen
Ergebnisse der Aktion: Celle hat eine große Kulturszene. Es fanden drei Fotoshootings mit insgesamt 160 Teilnehmer*innen statt. In fünf Minuten musste die Persönlichkeit erfasst und in Schwarzweiß-Fotos, die einen besonders intensiven Ausdruck ohne Ablenkung vom Gesicht erlauben, umgesetzt werden. Plakate wurden gedruckt und verteilt. Großformatige Fotos der Kulturgesichter sind in Fenstern der Ratsmühle zu sehen. Größere Aufmerksamkeit soll noch ein „Kulturgesichter-Bus“ schaffen. Die Cebus stellt einen Bus zur Verfügung, in dem die Plakate „Kulturgesichter“ hängen dürfen, für den Foliendruck außen wird noch ein Sponsor gesucht. Mit der Aktion „Kultur mobil“ könnte Kultur gut sichtbar in den öffentlichen Raum gebracht werden. Der im Kulturausschuss gezeigte Film endet mit dem Ausspruch des Schauspielers Thomas Wenzel „Die direkte Begegnung mit dem Publikum ist durch nichts zu ersetzen!“, der als Motto über allen Aktionen stehen könnte.
Herr Dr. Jochim plädiert für eine Fortsetzung der Kulturgesichter-Aktionen auch nach der Pandemie. Herr Zobel findet die Aktion gelungen und hebt die Präsenz in den sozialen Medien hervor. Er schlägt vor, Plätze mit Solokünstlern zu bespielen und für den Kulturbus Spenden zu sammeln. Herr Schmidtmann äußert, dass die Plakate auch an die Ortsräte zur Weitergabe verteilt werden sollten.
Anschließend stellen Lucas Rosenbaum und Maximilian Mund ihre Arbeit für Kanal 29, der sich seit einem Jahr etabliert hat, vor. Neben Musik- und Sportangeboten soll die Reihe Stadtgeschichten fortgesetzt und in Kooperation mit dem Bomann-Museum auch für junge Menschen attraktiv werden. Auch zusammen mit dem Schlosstheater sind Aktionen für junge Leute geplant.
