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ALLRIS - Auszug

01.12.2021 - 4 Feuerwehrstandort Vorwerk - aktueller Sachstand

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Wortprotokoll

Die Ortsbürgermeisterin führt aus, dass die Ereignisse zum Feuerwehrstandort Vorwerk am 16.10.2018 begonnen haben. Seinerzeit sei im damaligen Feuerschutzausschuss informiert worden, dass es noch keinen genauen Sachstand gebe, den man dem Feuerschutzausschuss und den Angehörigen des 4. Zuges der der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache mitteilen könnte. Manrde alle Beteiligten sowie die politisch zuständigen Gremien (u. a. den Ortsrat) rechtzeitig über eine eventuelle Zusammenlegung der Ortsfeuerwehr Groß Hehlen und der „Vorwerker Ortsfeuerwehr“ und über die weiteren Planungen informieren. Leider seien sie nicht in der erforderlichen Weise mitgenommen worden. Daraufhin habe sie am 31.01.2019 eine Ortsratssitzung anberaumt, um hier aktuelle Informationen zu erhalten. In dieser Sitzung sei mitgeteilt worden, dass mehrere Gerätehäuser im Stadtgebiet abgängig wären und speziell der Standort Vorwerk für ein neues Gerätehaus nicht in Frage käme, weil die Fläche dafür zu klein ist. Aus Synergieeffekten sei daher in Erwägung gezogen worden, die Groß Hehlener und die „Vorwerker Ortsfeuerwehr“ zusammen zu legen. Dies solle, wie heute bekannt ist, im Neubaugebiet Im Tale“ in Groß Hehlen geschehen. Es sei mit zu geringen Einsatzzahlen und einsatzfähigen Feuerwehrangehörigen für den Standort Vorwerk argumentiert worden, doch im Ortsrat kam hierzu viel Skepsis. Des Weiteren sei über alternative Standorte für die „Vorwerker Ortsfeuerwehr nachgedacht worden (z. B. in der Nähe der Firma Barilla Wasa an der Trasse der neuen Ortsumgehung oder auf dem Gelände der Hohen Wende). Im Ortsrat bestand stets Einvernehmen, dass der 4. Zug samt Gerätehaus nicht aus dem Ortsteil Vorwerk entfernt wird. Sie habe dies in einer Feuerschutzausschusssitzung am 22.05.2019 klar gefordert und ausführlich begründet. Danach sei ngere Zeit nichts dazu zu hören gewesen und auch heute am 01.12.2021 stehe man wieder an einem Punkt, an dem es an Informationen mangelt. Sie stelle sich folgende Fragen:

 

-          Wie groß soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Groß Hehlen werden?

-          Wie viele Feuerwehrangehörige aus dem 4. Zug würden tatsächlich nach Groß Hehlen umsiedeln?

-          Gibt es einen städtebaulichen Entwicklungsplan für die Stadtteile Groß Hehlen, Vorwerk und Hehlentor? Was für Veränderungen gibt es seit 2019 in diesen Stadtteilen, die die in Rede stehende Situation beeinflussen?

-          re ein Vorwerker Gerätehaus in der Mummenhofstraße in Richtung Sprengerstraße nicht ein guter zusätzlicher Standort für die Stadtteile Vorwerk, Hehlentor und auch Klein Hehlen im Bereich des Telefunkengeländes?

 

Den Standort Vorwerk gebe es seit 1964 und der 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache sei ein wichtiger Bestandteil des Ortsteils. Auch die ortsansässigen Firmen sowie die Vorwerker Bürger/innen seien froh, dass es ein Gerätehaus im Ortsteil gibt. Sicherlich sei dem Ortsrat bekannt, dass die finanzielle Situation der Stadt Celle nicht gut ist, aber gemeinsam mit der städtischen Verwaltungsspitze sollte man eine Lösung finden, mit der auch die Vorwerker gut leben können. Der neu konstituierte Ortsrat Vorwerk hofft, dass er heute in dieser Sondersitzung Antworten auf seine Fragen bekommt.

 

Die Verwaltung gibt dazu an, dass man möglichst alle Fragen heute beantworten wolle; sollten Fragen offen bleiben, werde man die Antworten über das Protokoll nachliefern. Zur Vorgeschichte der Standortwahl inkl. des geplanten Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses am Standort „Im Tale“ erhielt Stadtbrandmeister Pöhland mit seinen beiden Stellvertretern Herrn ller und Herrn Mackensen im Juli 2018 von der Verwaltung den Prüfauftrag, im Lichte der Haushaltskonsolidierung den Brandschutz im nördlichen Stadtgebiet mit einem Feuerwehrgerätehaus für die Standorte Vorwerk und Groß Hehlen sicherzustellen. Das Gelände „Im Tale“ wurde dabei als potentieller neuer Standort von der Stadt Celle angeboten.

 

Bereits am Anfang der Prüfung durch die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Celle stellte sich heraus, dass ein neuer Standort auf dem Gelände „Im Tale“ aus feuerwehr-, einsatztaktischer und strategischer Sicht sinnvoll ist. Ein Neubau am alten Standort wurde schon zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen (u. a. wegen der Größe des Grundstückes sowie der maroden Bausubstanz). Weiterhin sei der jetzige Vorwerker Standort auch im Sinne der Erreichung der Hilfsfristen nicht für einen neuen gemeinsamen Standort geeignet gewesen; nur der gewählte Standort „Im Tale“re aus Sicht der Feuerwehr sachlich richtig.

 

Vertreter der Ortsfeuerwehr Groß Hehlen sowie des 4. Zuges der Hauptwache hätten in den folgenden rd. 1,5 Jahren erfolglos versucht, eine Einigung zu erzielen, wie beide Ortsfeuerwehren an einem Standort untergebracht werden können. Aufgrund dessen habe die Stadt Celle im Frühjahr 2020 entschieden, dass der 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache und die Ortsfeuerwehr Groß Hehlen eine gemeinsame Ortsfeuerwehr Groß Hehlen / Vorwerk am Standort „Im Tale“ bilden sollen. Zum einen sei dies eine mögliche Variante im Konzept des Stadtbrandmeisters gewesen; zum anderen sei diese gewählte Variante sowie die Standortwahl durch eine fachliche Bewertung eines objektiven Dritten geprüft und inhaltlich bestätigt worden. Damit war die Standortwahl abgeschlossen.

 

Mit Schreiben vom 14.01.2021 habe Oberbürgermeister Dr. Nigge die Umsetzung des Konzeptes dem Stadtbrandmeister zu Umsetzung angeordnet. Der Feuerschutzausschuss sei über diese Entscheidung ebenfalls in Kenntnis gesetzt worden. Weitere Überlegungen, welche den Standort „Im Tale“ in Frage stellen, seien obsolet, da das Gelände „Im Tale“ als Fläche für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses feststeht. Mit der Ausschreibung der Planer solle bereits im Dezember d. J. begonnen werden.

 

Danach werden die über das letzte Ortsratsprotokoll gestellten Fragen wie folgt beantwortet:

 

1)      von Ortsratsmitglied Zink:

 

Wie ist der aktuelle Sachstand der Planungen bzgl. des neuen Standortes Groß Hehlen bzw. des neuen Gerätehauses“?

 

Die Verwaltung erklärt, dass der aktuelle Sachstand bereits Eingangs dargestellt worden sei. Das Raum- und Funktionsprogramm sei gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Groß Hehlen und mit dem Stadtbrandmeister sowie seinen beiden Stellvertretern abgestimmt und fertiggestellt. Es diene als Grundlage für die bevorstehende Ausschreibung der Planer. Die geplante Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses ist für Ende 2024 vorgesehen.

 

Wie sehen die Personalplanungen bzgl. des 4. Zuges aus?“

 

Stadtbrandmeister Pöhland berichtet, dass das Ortskommando beschlossen habe, dass der 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache nach Schließung der Außenwache Vorwerk in das Feuerwehrgerätehaus der Hauptwache umziehen wird.

 

Ortsratsmitglied Zink weist darauf hin, dass dies bei Kameraden, die in Vorwerk wohnen, zu längeren Anfahrtszeiten führe. Der Stadtbrandmeister erklärt, dass er die o. g. Entscheidung des Ortskommandos bedauere. Es stelle eine Herausforderung dar, die dann entstehenden längeren Anfahrtszeiten aus Vorwerk und auch aus anderen Stadteilen zu lösen. Den Feuerwehrangehörigen (FA) aus Vorwerk stehe es aber frei, die Einsätze auch im dann neuen Feuerwehrgerätehaus in Groß Hehlen zu fahren.

 

2)      von Ortsbürgermeisterin Fiß:

 

Wie viele Boxen sind insgesamt im neuen Gerätehauses in Groß Hehlen geplant?“

 

Die Verwaltung erläutert, dass fünf Einstellplätze (optional in der Zukunft um einen sechsten  Einstellplatz erweiterbar) geplant sind.

 

Warum werden neue Mitglieder der Feuerwehr aus Vorwerk bereits nach Groß Hehlen geschickt?“

 

Stadtbrandmeister Pöhland berichtet, dass es einen Beschluss des Stadtkommandos ist, Feuerwehrangehörige (FA) in die Feuerwehr aufzunehmen, in deren Einsatzgebiet sie ziehen bzw. in welchem sie wohnen. Es macht zudem aus einsatztaktischen, strategischen und Unfallverhütungsgründen keinen Sinn, die Feuerwehrangehörigen aus Vorwerk noch der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache zuzuordnen.

 

Die Ortsbürgermeisterin bezweifelt, dass zukünftig die Hilfsfristen eingehalten werden können. Zudem sei es nicht motivierend für die neuen Feuerwehrangehörigen. Der Stadtbrandmeister entgegnet, dass Ausnahmen möglich seien, wenn es Sinn macht. Die jetzige Entwicklung sei nicht Ziel der Planung gewesen. Doch im Übrigen kämen durch das Neubaugebiet später auch neue Feuerwehrangehörige dazu. Zudem sei der neue Standort „Im Tale“ eine gute Lösung, dies habe ein externes Gutachten bestätigt. Bezüglich des Einsatzes von Vorwerker Feuerwehrangehörigen in Groß Hehlen führt er aus, dass man hier schon auf die Situation und Einsatzfähigkeit ab 2023/24 blicke. Die Feuerwehr habe einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen; er habe in keiner Weise etwas gegen den 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache und weist diesbezüglich persönliche Angriffe zurück. Die Ortsbürgermeisterin ergänzt, dass sie auch auf eine sachliche Diskussion bestehe; persönliche Angriffe seien zu unterlassen. Man wolle eine gemeinsame Lösung finden und der Ortsratchte den Brandschutz in Vorwerk gesichert sehen. Ratsherr Engelen führt aus, dass er sich als Mitglied des Feuerschutzausschusses bei dieser Thematik nicht hinreichend beteiligt fühle. Es sei klar gewesen, dass für die Standorte Groß Hehlen und Vorwerk etwas geschehen müsse. Im Feuerschutzausschuss sei jedoch nur ein Standort vorgestellt worden und es sei zugesichert worden, dass quasi zwei Ortsfeuerwehren unter ein Dach kommen. Später sei schriftlich mitgeteilt worden, dass es nur noch eine Ortsfeuerwehr geben soll. Er betont, dass dies von der Verwaltung so angeordnet worden sei; man möge diese Problematik nicht auf dem Rücken des Stadtbrandmeisters austragen.

 

3)      von Ortsratsmitglied Hagedorn:

 

Kann das angrenzende Grundstück neben dem Feuerwehrgerätehaus in Vorwerk (alte Pferdekoppel) ggf. mitgenutzt werden, um ein neues Gerätehaus am bisherigen Standort zu bauen?“

 

Die Verwaltung verweist auf die o. g. Ausführungen; danach sei der alte Standort in Vorwerk nicht mehr Bestandteil der Überlegungen und werde daher auch nicht weiter betrachtet. Der neue Standort „Im Tale“ stehe fest.

 

Die Ortsbürgermeisterin weist darauf hin, dass die Stadt dort keine Wohnbebauung genehmigt habe. Sie frage sich, ob kein Interesse der Stadt vorhanden sei, dieses Grundstück zu erwerben. Ortsratsmitglied Hagedorn ergänzt, dass sie wissen wolle, ob dieser Standort für weitere Planungen geeignet sei. Doch die Verwaltung wiederholt, dass solche Überlegungen und Prüfungen obsolet seien, da der neue Standort bereits feststeht.

 

4)      von Ortsratsmitglied Wolckenhaar:

 

Warum wird der bisherige Standort in Vorwerk überhaupt aufgegeben?“

 

Hierzu verweist die Verwaltung u. a. auf die als Anlage beigefügten Protokollauszüge vom 31.01.2019, die dem Ortsrat zur Verfügung stehen.

 

5)      von Ortsratsmitglied Hanke:

 

Erstellen einer Kosten-Nutzen-Analyse zwischen dem Erhalt des bisherigen Standortes und dem neuen Standort in Groß Hehlen.“

 

Die Verwaltung verweist auf die o. g. Ausführungen; danach sei der alte Standort in Vorwerk nicht mehr Bestandteil der Überlegungen und werde daher auch nicht weiter betrachtet. Der neue Standort „Im Tale“ stehe fest.

 

Wie viele Kamerad/innen fahren ihre Einsätze lt. Flori-Plan in Vorwerk?

 

Der Stadtbrandmeister führt wie folgt aus:

 

23 Vorwerk klein, 33 Vorwerk groß (bereinigt um Doppelzählung durch 2 Profile und freie DME), davon 12 als Arbeitsprofil.

 

Von den 33 wohnen in Vorwerk:

-          7 aus dem 4. Zug, mit Bereich Garßen 11 FA

-          8 von RIC Vorwerk groß, mit Bereich Garßen 12 FA

 

Wie oft ist der 4. Zug in Vorwerk pro Jahr alarmiert worden bzw. ausgerückt? Die seinerzeit präsentierten Zahlen seien nicht korrekt gewesen.“

 

Der Stadtbrandmeister führt wie folgt aus (Datenbasis FeuerON):

 

2019: 25 am Tag, 11 in der Nacht, 1x DLK = 37

 

2020: 23 am Tag, 16 in der Nacht, 1x DLK = 40

 

(davon 12 in Vorwerk, der Rest Löschhilfe, davon 10x Innenstadt, 5xGH, 4x Hustedt/Scheuen, 5x Garßen Bostel Altenhagen; + einige Unwetter allgemein, Ace usw.).

 

Ortsratsmitglied Hanke betont, dass er für 2019 auf 49 Einsätze und für 2020 auf 62 Einsätze käme (in 2021 = bisher 47 Einsätze). Der Stadtbrandmeister gibt dazu an, dass man die genannten Zahlen mal abgleichen müsse, um festzustellen, welche Einsatzberichte konkret mit einbezogen wurden.

 

Wie oft ist die Ortsfeuerwehr Groß Hehlen pro Jahr alarmiert worden bzw. ausgerückt?“

 

Der Stadtbrandmeister führt wie folgt aus (Datenbasis FeuerON):

 

2019:  5 am Tag, 4 in der Nacht =  9

2020: 12 am Tag, 7 in der Nacht = 19

 

Die Frage des Ortsratsmitgliedes Hanke, ob in der Vergangenheit in Vorwerk die Hilfsfristen mal nicht eingehalten worden sind, bejaht der Stadtbrandmeister. Weiterhin ergänzt er, dass der 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache oftmals auch hilfsweise alarmiert worden sei (z. B. bei Einsätzen in der Innenstadt).

 

In der Zeit von 20:10 bis 20:30 Uhr wird

die Sitzung für Bürgerfragen unterbrochen.

 

Die wesentlichen Aussagen aus der Bürgerfragstunde sowie die weitere Aussprache im Ortsrat werden wie folgt zusammengefasst:

 

Ein Bürger führt aus, dass der 4. Zug mittlerweile die Aufgabe des bisherigen Standortes und das neu erstellte Konzept akzeptierttte. Seinerzeit sei den beiden betroffenen Feuerwehren von der Verwaltung nochmals eine Frist von acht Wochen eingeräumt worden, um sich zu einigen. Dieser Prozess sei jedoch von der Verwaltung bereits nach zwei Wochen abgebrochen worden und habe selbst in der Sache entschieden. Hier fühle sich der 4. Zug nicht mitgenommen.

 

Zugführer Jens Merchel hebt hervor, dass der 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache sehr bemüht gewesen sei, mit der Groß Hehlener Ortsfeuerwehr eine Einigung zu erzielen. Man dürfe hier den „schwarzen Peter“ nicht nach Vorwerk schieben. Der Stadtbrandmeister führt aus, dass im Bereich der Kommunikation innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Celle viel schief gelaufen sei. Man sollte jetzt aber nicht einen Schuldigen suchen, sondern eine gute Lösung im Interesse der Freiwilligen Feuerwehr Celle suchen. Im Übrigen hätten schon gemeinsame Einsätze der Groß Hehlener Ortsfeuerwehr mit dem 4. Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache stattgefunden und diese seien immer reibungslos verlaufen.

 

Ortsratsmitglied Hagedorn weist darauf hin, dass die Ausschreibung noch nicht erfolgt sei. Sie bittet um Auskunft, ob die Ursprungsplanung, dass beide Ortsfeuerwehren am Standort „Im Tale“ zusammengehen, wieder aufgegriffen werden könne. Die Verwaltung erklärt, dass es einen gemeinsamen Standort mit einem gemeinsamen Feuerwehrgerätehaus geben solle. Es werde kein Feuerwehrgerätehaus mit zwei Eingängen usw. geben, denn es sei bewusst entschieden worden, nur eine Ortfeuerwehr einzurichten, zu der die Groß Hehlener Feuerwehrangehörigen und zum Teil die Feuerwehrangehörigen aus Vorwerk gehören sollen. Der Stadtbrandmeister ergänzt, dass der 4. Zug an den Standort „Hauptwache“ zurückkehren werde; Vorwerker Feuerwehrangehörige hätten jedoch die Option, zum Standort Groß Hehlen zu wechseln. Auf Nachfrage des Ortsratsmitgliedes Hanke teilt die Verwaltung mit, dass das neue Feuerwehrgerätehaus für ca. 120 Personen (inkl. Jugendfeuerwehr) geplant werde.

 

Auf die Frage, warum drei Feuerwehrangehörige aus Vorwerk, die jetzt ihren Dienst in Groß Hehlen verrichten, nicht bis 2024 in Vorwerk eingesetzt werden können, gibt der Stadtbrandmeister an, dass er die genauen Hintergründe für diese Vorgehensweise nicht kenne. Es müsse im Einzelfall geprüft werden, ob solch ein Wechsel möglich und sinnvoll ist.

 

Auf den Hinweis, dass es eine vertragliche Regelung geben soll, dass Vorwerk eine eigene Ortsfeuerwehr zusteht, teilt die Ortsbürgermeisterin mit, dass sie lediglich den Passus kenne, dass in Vorwerk möglichst eine Ortsfeuerwehr bleiben soll. Einen Rechtsanspruch gebe es jedoch nicht.

 

Ratsherr Engelen betont, dass der Konflikt in der Entscheidung liege, zwei Ortsfeuerwehren nicht mehr in einem Haus unterzubringen. Dies habe die städtische Verwaltungsspitze zu verantworten. Es sei immer schwierig, wenn eine Ortsfeuerwehr bzw. ein Zug aufgegeben werden müsse. Er gibt zu bedenken, dass es sich hier um Ehrenamtliche handelt, die man mehr wertschätzen müsse. Er regt an, dass sich der Rat dieser Sache annehmen sollte, indem per Eilantrag in der Sitzung am 09.12.2021 zunächst ein Planungsstopp erzielt wird. Die Ortsbürgermeisterin unterstützt solch eine Antragstellung in der kommenden Ratssitzung durch die im Ortsrat vertretenden Ratsmitglieder, um dieses Thema neu aufzugreifen. Ortsratsmitglied Hagedorn ergänzt, dass sie die Ausführungen der Verwaltung zu sehr in Stein gemeißelt empfinde; auch der Oberbürgermeister könne seine Meinung noch ändern. Ortsratsmitglied Hanke regt an, dass man in der Verwaltung nach anderen Lösungen suchen sollte, um den Feuerwehrstandort Vorwerk zu erhalten. Er bittet um Unterstützung durch den Feuerschutzausschuss.

 

Abschließend dankt die Ortsbürgermeisterin allen Beteiligten für den heutigen ausführlichen Austausch. Sie hofft auf eine gute Lösung für den Ortsteil Vorwerk; der Ortsrat werde hier weiter am Ball bleiben.