22.11.2022 - 5.4 Weitere Kita- Planung (mündlicher Vortrag)
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.4
- Datum:
- Di., 22.11.2022
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Kita- Planungen
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Jahrgang 1.8. – 31.7. |
| Geburten | Zuzüge | gesamt | Auslastung | ||||||
| Kita 97 % | Krippe 75 % | |||||||||
2016/ 2017 |
| 568 | 88 | 656 | 636 |
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2017/ 2018 |
| 579 | 73 | 652 | 632 |
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2018/ 2019 |
| 584 | 68 | 652 | 632 |
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2019/ 2020 |
| 577 | 71 | 648 |
| 486 | |||||
2020/ 2021 |
| 595 | 85 | 680 |
| 510 | |||||
2021/2022* |
| 558 | 46 | 604 |
| 453 | |||||
a) Die Zahl der Kinder in Celle habe sich erfreulicherweise in den letzten Jahren erhöht. Aktuell habe man durchschnittlich 648 Kinder pro Jahrgang (bei Betrachtung der sechs jüngsten Jahrgänge). Vor ca. 10 Jahren habe der Durchschnitt bei ca. 600 Kindern gelegen, in den letzten Jahren bei ca. 630 Kindern.
b) Die Feststellung des weiteren Bedarfs sei schwierig. Hier gebe es zum einen die Richtgrößen des Landes. Zum anderen gebe es die Wahrnehmung der Kollegen (FD Kita+ Kita- Leitungen).
c) Es gebe eine Richtgröße, an der sich Kommunen orientieren sollen:
- 75 % der Krippenkinder (Kinder im 2. und im dritten Lebensjahr)
- 97 % der Kita Kinder
Hiernach fehlten in Celle im Sommer 2022 insgesamt 340 Plätze. Nunmehr entstehen mit den dargelegten Neubauten 185 neue Plätze. Rein rechnerisch fehlten daher weiterhin 155 Plätze. Es bestehe daher ein weiterer Bedarf für den Neubau von Einrichtungen.
d) Hinzu kommen die gesellschaftlichen Veränderungen. Kinder werden immer früher in eine Einrichtung gegeben. Man habe daher gerade einen neuen Bedarf an Krippenplätzen. Neue Kitas sollten daher jeweils zwei Krippengruppen erhalten
e) Wo sollen neue Kindertagestätten gebaut werden?
ea) Bereits seit langer Zeit sei eine Kita auf der Allerinsel geplant. Diese solle die Kinder aus dem neuen Baugebiet auf der Allerinsel aufnehmen. Ferner würde die Kita über die neue Fußgängerbrücke auch gut für Kinder aus dem nördlichen Stadtteil Neuenhäusen erreichbar sein.
eb) Daneben gebe es zwei Stadtteile, in denen die Kinderzahl ungefähr doppelt so groß sei wie die Zahl der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze. Hierbei handele es sich um die Stadtteile Neustadt/Hesse (545 Kinder/ 287 Plätze) und Klein Hehlen/Boye (373 Kinder/ 212 Plätze). In beiden Stadtteilen gebe es den Bedarf für eine neue Kita.
Kita | Gruppen | Fertigstellung | Weitere Plätze |
Neustädter Holz | 1 Kita- Gruppe 1 Krippengruppe | November 2022 | 40 Plätze (25/15) |
Altenhagen | 3 Kita- Gruppen 1 Krippengruppe | November 2022
| 65 Plätze (bisher 25 Plätze/ jetzt 90 Plätze- 75/15) |
Im Tale | 2 Kita- Gruppen 2 Krippengruppen | November 2022 | 80 Plätze (50/30) |
Summe 2022/23 |
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| 185 Plätze |
Auf Nachfrage von Ratsfrau Thomsen bestätigt Herr Nerreter, dass die Tagespflegepersonen bei der Bedarfsermittlung enthalten seien. Ratsherr Engelen fragt nach, ob die Verwaltung aus den gestiegenen Kinderzahlen Konsequenzen für die Schulplanung ziehe. Frau McDowell weist darauf hin, dass Schulentwicklungsplanung kontinuierlich fortlaufe, ohne dass sich hierfür bereits Vorschläge an den Ausschuss ergeben. Die Grundschulen Blumlage/Altstadt und Westercelle seien derzeit dreizügig, könnten aber auch vier Klassenzüge aufnehmen.
Frau Domke vom Kindergartenstadtelternrat begrüßt den Ausbau von Plätzen, weist aber auf den eklatanten Personalmangel hin. Frau McDowell berichtet, dass man versuche gemeinsam mit dem Land verstärkt Fachkräfte zu gewinnen. Landesweit würden ca. 38.000 Fachkräfte fehlen.
Ratsherr Ohl betont, dass die fehlenden Plätze in Schulkindergärten dazu führten, dass diese Problematik in die Kitas verlagert würde. Seiner Auffassung nach müssten die Kinder in den Grundschulen beschult werden. Herr Nerreter stellt klar, dass sich bei den sogenannten Flexi-Kindern, die in der Kita verbleiben ein Rückgang ergeben habe.
Der Fachdienstleiter Kindertagesbetreuung Herr Schlote betont, dass sich kein Bildungsnachteil für die Flexi-Kinder ergebe, da die Qualitätsstandards in den Kitas gehalten werden konnten. Wegen des Fachkräftemangels seien aber Kürzungen bei den Öffnungszeiten vorgenommen worden. Er sei optimistisch, für die neu einzurichtenden Plätze Personal gewinnen zu können.
Derzeit findet die Fachkräfteausbildung rein schulisch statt. Man plane die Ausbildungszeit mit einer begleitenden Anstellung bei der Stadt und entsprechender Vergütung anzubieten, um den Neueinstieg in den Beruf attraktiver zu machen. Andere Anstellungsträger würden eine Vollanstellung während der Ausbildung mit zwei Praxistagen in der Kita anbieten. Bei der Stadt Celle sei eine komplette schulische Ausbildung ohne Praxistage geplant.
Ratsherr Engelen regt an, im Rahmen der Haushaltsplanung entsprechende Stellen im Stellenplan ohne Landesförderung anzubieten, um die Ausbildung der Fachkräfte zu finanzieren. Dem widerspricht Frau McDowell. Man könne auf die Landesförderung nicht verzichten.
Ratsherr Engelen fragt nach der Vergütung der Erzieherstellen in den Kitas und verweist auf Regelungen der Metropolregion Hannover, wo durchgehend der Tarif S8b gezahlt werde.
Über das Protokoll wird wie folgt geantwortet:
Die Erzieherstellen bei der Stadt Celle sind grundsätzlich nach der Entgeltgruppe S8a TVöD bewertet. Im Einzelfall (z.B. koordinierende Tätigkeiten) wird nach EG S8b bezahlt. Eine flächendeckende Bewertung nach S8b wurde bereits in einer ausführlichen Prüfung im Jahr 2017 verneint. Ob und inwieweit durch den neuen Tarifabschluss bestimmte Stellen nach S8b bewertet werden können, befindet sich aktuell in Prüfung.
