22.09.2022 - 8.1 Sachstand Digitalisierung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8.1
- Datum:
- Do., 22.09.2022
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Fachdienstleiter Schulen Herr Lehmann berichtet anhand der angefügten Projektübersicht über die Fortschritte seit dem letzten Ausschuss.
Im Teilprojekt „Infrastruktur“ hätte man das große Ziel, an allen 14 Grundschulen ein flächendeckendes WLAN nach neuestem Stand der Technik fertigzustellen, im Sommer 2022 erreicht.
Seit Januar wurden dazu nicht nur unzählige Meter Kabel, Access-Points und Netzwerkverteiler verbaut, sondern auch professionelle Firewallsysteme, Jugendschutzfilter sowie ein Mobile-Device-Managementsystem (MDM) zur Fernwartung der Endgeräte seien in die Netzwerke integriert worden.
Dadurch könne der Unterricht jetzt überall flexibel digital, z.B. mit den IPads, unterstützt werden.
Im Teilprojekt „Endgeräte“ wäre die Fortbildungsreihe der Lehrkräfte zur Nutzung von IPads mittlerweile abgeschlossen. Folglich wüchse der Wunsch nach mehr Endgeräten und Apps.
Kostenlose Apps würden den Schulen bei Bedarf unkompliziert über den Support bereitgestellt. Für kostenpflichtigen Apps würde ein Reglement zur gerechten Verteilung auf die Schulen erarbeitet.
Für die Nutzung von „Windows-Geräten“ hätte man im Sommer einen neuen Lizenzvertrag mit Microsoft abgeschlossen. Dieser Vertrag böte nun die Möglichkeit, das Microsoft-Produktportfolio (z.B. MS Office) umfassend zu nutzen. Neben den Schülern profitieren davon auch Lehrkräfte.
Im Bereich der „digitalen Boards“ sei die GS Altstadt/Blumlage nach den Sommerferien vom Pilot- in den Echtbetrieb übergegangen. Zu den dort vorhandenen 8 Boards seien 10 weitere Boards bestellt, so dass nach der Fertigstellung der dortigen Bauarbeiten eine Vollausstattung vorliegen würde.
Durch die überzeugenden Erfahrungen des Pilotbetriebs befände sich nun der großflächige Ausbau der Boards an allen Grundschulen im Rahmen einer umfangreichen europaweiten Ausschreibung in Arbeit.
Die Ausschreibung der Boards sei der zentrale Projektschwerpunkt im Rest diesen Jahres.
Die Erstellung des Leistungsverzeichnisses sei sehr aufwändig, da man neben den üblichen Definitionen auch durch alle Schule zu fahren hätte, um alle räumlichen Spezialitäten (Wandbeschaffenheit, Stromversorgung usw.) zu berücksichtigen.
Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Herrn Ohl bestätigt Herr Lehmann, dass alle Boards, so wie in der Blumlage, seitlich mit analogen, magnetischen Whiteboardflügeln, z.B. zum Aufhängen von Bildern aus dem Kunstunterricht, ausgestattet werden sollen.
Im Teilprojekt „Lernplattform“ sei eine vergaberechtskonforme Ausschreibung mit dem Ziel des Einsatzes von Iserv in Vorbereitung, um die Grundschüler optimal für den Übergang auf die mit Iserv ausgestatteten weiterführenden Celler Schulen vorzubereiten.
Aufgrund des erfolgreichen IT-Supports der Schulen sei eine Vertragsverlängerung für 2023 in Arbeit.
Die Leihgeräte für Lehrkräfte seien mittlerweile allesamt ausgeliefert und könnten nun dank des neuen Microsoft-Lizenzvertrages auch, wie gewünscht, mit MS Office versorgt werden.
Ratsherr Falkenhagen erinnert dazu an die Diskussion zur finanziellen Übernahme von Kosten zur Versorgung der Lehrkräfte des Landes mit Endgeräten und fragt, ob das Land sich mittlerweile zur Übernahme der Folgekosten (Support) bereit erklärt hätte?
Stadträtin Frau McDowell verneint und bedauere dies im Hinblick auf das Konnexitätsprinzip.
Derzeit müssten die Lehrerendgeräte durch den normalen IT-Support der Schulen aufgefangen werden. Der Aufwand könne durch die kurze Nutzungsdauer allerdings noch nicht beziffert werden.
Im Teilprojekt „Schulpersonal“ sei für den Haushalt 2023 die Optimierung der Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Schulleitungs- und Sekretariatsarbeitsplätzen vorgesehen.
Die fristgerechte Beantragung der zur Verfügung stehenden Mittel des Digitalpaktes sei in Arbeit. Man stünde dazu mit dem RLSchB in Kontakt.
Zum Abschuss seines Vortrages kündigt Fachdienstleiter Schulen Herr Lehmann an, dass vor der nächsten Sitzung des ASKJ ein Besuch der GS Blumlage-Altstadt vorgesehen sei, bei dem u.a. eine Livevorführung der digitalen Boards im nagelneuen WLAN erfolgen könnte.
In der anschließenden Fragerunde erkundigt sich Ratsfrau Künstler zur weiteren Vorgehensweise bei der Ausstattung der Schulen mit Endgeräten.
Herr Lehmann erklärt, dass die Fördermittel des Digitalpaktes dafür bei Weitem nicht reichen würden. Da noch keine Klärung auf Landesebene erfolgt sei, ob es sich bei den Schülerendgeräten um „Lehr“- oder „Lernmittel“ handeln würde, müsse die Stadt in Vorleistung gehen, um den Bedarf zu befriedigen.
Nach Klärung seien Gegenfinanzierungen denkbar. Ratsherr Ditschies merkt dazu an, dass man die Kosten für Endgeräte dann im nächsten städtischen Haushalt abbilden müsse.
Auf Nachfrage von Ratsfrau Thomsen zur Nutzung der Endgeräte in den Schulen berichtet die Vertretung der Rektorenkonferenz Frau Gothe von reger Nutzung der Ipads mit den pädagogischen Apps. Aber auch die vorhandene Windows-Geräte würden zur Einübung des Umgangs mit Maus&Tastatur genutzt.
Ratsfrau Holz fragt nach dem zeitlichen Ablauf der Boardbeschaffung. Herr Lehmann erklärt, dass eine europaweite Ausschreibung mindestens 2 Monate dauern würde, sofern keine Rügen eingehen würden. Davon ausgehend und in Anbetracht des Marktes könne man von der Realisierung der erste Charge in 2023 rechnen. Ziel sei die Ausstattung aller Räume spätestens in 2024 abzuschließen. Zu bedenken sei dabei auch die logistische Herausforderung, alle Installationsarbeiten außerhalb der Unterrichtszeiten durchführen zu müssen.
Die Elternvertretung Frau Domke fragt abschließend nach der Digitalisierung der GS Nadelberg angesichts der bevorstehenden Auflösung. Herr Lehmann erklärt, dass die Schule wie jede andere ausgestattet werden würde. Digitale Boards könnten beim Umzug mitgenommen werden.
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