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ALLRIS - Auszug

28.04.2022 - 6.1 Flüchtlingssituation/ Sachstand Grundschulen, K...

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Wortprotokoll

Herr Birkholz berichtet über die aktuelle Flüchtlingssituation in Grundschulen, Kitas und Spielkreisen. Laut Erhebung bei der Ausländerstelle seien zur Zeit 705 Flüchtlinge registriert, davon 84 Kinder 0-5 Jahre, 94 Kinder 6-10 Jahre und 99 Kinder 11-17 Jahre. Die Aufnahme in den Grundschulen stelle kein Problem dar, da die Klassenstärke regelmäßig unter 26 Kindern liege.

 

Die Kitas seien ausgelastet, daher wurde ein Spielkreis in der Freien evangelischen Gemeinde Celle in der Wiesenstraße eingerichtet. Er werde betreut durch das I-Fonds geförderte Projekt „aufsuchende Hilfe für benachteiligte Kita-und Grundschulkinder“. Am 11.04.2022 wurde mit 12 Kindern begonnen. Die Zahlen seien noch schwankend. Die Räume bieten Müttern auch Platz für Deutschkurse und zum Austausch. Aktuell sei geplant 2 Gruppen in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr, Montag/Mittwoch und Dienstag/Donnerstag einzurichten. Bei Bedarf werde ausgeweitet in den Nachmittag oder an andere Standorte.

 

Über den Sozialbereich versuche man zu erfahren, welche ukrainischen Flüchtlinge eine pädagogische Ausbildung haben, um im Spielkreis zu unterstützen, aber perspektivisch auch in Kitas und Grundschulen zum Einsatz kommen können.

 

Ratsfrau Künstler fragt bei Frau Carstensen nach, in welcher Form das Regionale Landesamt für Schule und Bildung die Flüchtlingskinder beim Spracherwerb in den Grundschulen unterstütze. Frau Carstensen bestätigt, dass den Wegfall der Sprachlernklassen. Die Sprachbildungszentren bieten aber eine Schnellfortbildung für Lehrkräfte zur Alphabetisierung innerhalb von 2 Wochen an. Den Grundschulen werden zudem Sprachförderungsstunden zugewiesen.

Herr Reichert bestätigt, dass der Spracherwerb in einer relativ großen Gruppe eine Herausforderung für die Schulen darstelle.

 

Frau McDowell erläutert, auf Nachfrage von Ratsfrau Künstler dass die Betreuung der Flüchtlingskinder in den Kitas ab 01.08.2022 noch nicht vorhergesagt werden könne, da viele Familien in die Ukraine zurückkehren möchten. Der Ausbau der Kita-Landschaft sei bereits über den errechneten Bedarf hinaus erfolgt. Außerdem mache die Arbeiterwohlfahrt Angebote. Der allgemeine Fachkräftemangel erschwere die Lage zusätzlich.