01.12.2022 - 5 Mitteilungen des Eigenbetriebes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Datum:
- Do., 01.12.2022
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Nothdurft berichtet, dass von der ZAS zurzeit 112 Wohnungen angemietet sind. Gegenüber dem 30.06. hat sich Einiges geändert. Anfang des Jahres waren nur noch ca. 40 Wohnungen angemietet. Als die Ukrainekrise begann, wurde das Augenmerk hauptsächlich auf die Anmietung möblierter Wohnungen zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge gelegt. Dies hat sich aufgrund der Dynamik der Anzahl von Schutzsuchenden geändert. Es wurden und werden auch nicht möblierte Wohnungen angemietet. Die Geflüchteten sind zumeist in WG´s untergebracht.
Laut der vom Land geänderten Aufnahmequote aus September 2022 sind aktuell noch 204 Personen von der ZAS unterzubringen. Damit ist die erhöhte Gesamtquote mit ca. 90 % bereits erfüllt. Perspektivisch gibt es für die Unterbringung weiterer Geflüchteter aktuell ausreichend Wohnraum in Celle.
Das Land Niedersachsen hat bei der Unterbringung von Ukrainern zum aktuellen Zeitpunkt die landesübergreifende Quote übererfüllt. Daher ist die Zuweisung von Ukrainern in die niedersächsischen Kommunen zurzeit gering. Seitens des Landes besteht jedoch ein hoher Bedarf Geflüchtete aus Drittstaaten unterzubringen.
Herr Nothdurft betont noch einmal, dass die Unterkunft an der Hohen Wende mit 175 Personen auf die kommunale Quote der Stadt Celle angerechnet wird.
Frau Gakenholz gibt einen Lagebericht aus der Unterkunft und von der Situation in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI).
Die Unterkunft ist aktuell mit 201 Bewohnern voll belegt, hiervon sind unter 18 Jahren 54 Personen, über 18 Jahren 147 Personen. Die Bewohnenden stammen aus 21 verschiedenen Ländern, wovon Syrien, Türkei und Burundi prozentual den größten Anteil ausmachen. Seit Monaten hat die Unterkunft eine durchgehende Belegung über 175 Personen, jeder freie Platz muss genutzt werden. Eine Trennung nach Nationalitäten ist deshalb bei der Zimmerbelegung teilweise nicht mehr möglich.
Ansonsten sind weiterhin wöchentlich viele Aufnahmen und Verteilungen zu verzeichnen und damit eine hohe Fluktuation, Aufnahme- und Verteilungsdruck verbunden. Es besteht weiterhin ein hoher Arbeitsaufwand in allen Bereichen. Aufgrund hoher Belegung ist nun auch besonders die Küche betroffen. Die Zeiten für die Essensausgabe mussten erweitert werden. Die Kurzfristigkeit der Aufnahmen ist auch für die Mitarbeitenden in der Küche eine Herausforderung hinsichtlich Bestellung und Einlagerung der Lebensmittel. Die Küchendamen meistern dies hervorragend.
Der Schulbetrieb läuft, Kindergarten und Jugendbetreuung finden seit zwei Wochen aufgrund krankheitsbedingtem Personalausfall nicht statt, übernächste Woche wird es voraussichtlich wieder an den Start gehen.
Ein caritativer Träger hat einen Antrag zur Förderung der unabhängigen Asylverfahrensberatung gestellt. Wenn diesem stattgegeben wird, kann wieder unabhängige Asylverfahrensberatung in der Unterkunft stattfinden.
Perspektivisch ist auch weiterhin mit einer Vollbelegung zu rechnen, da die Erstaufnahmeeinrichtungen der LAB NI voll und teilweise sogar überbelegt sind und in die Außenstelle Celle verlegt wird.
