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ALLRIS - Auszug

16.03.2022 - 6.1 Kurze Berichterstattung zum Jahr 2021 aus der A...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Wirtschaftsförderung

Herr Faber gibt einen kurzen Überblick über die Arbeit der Wirtschaftsförderung im Jahr 2021. Im Rahmen der Serviceleistungen für Unternehmen konnten 521 Vorgänge erfolgreich bearbeitet werden. Insgesamt konnte dazu beigetragen werden, dass etwa 500 Arbeitsplätze in Celle gesichert oder geschaffen wurden. Neben der Durchführung von Fördermittel- und Finanzierungsberatungen wurden auch 5 Firmenneugründungen begleitet und zum Erfolg geführt. Wesentliche Themen im Jahr 2021 waren u. a. die weitere Vermarktung des Gewerbegebietes Wietzenbruch und die Vermarktung des neuen Gewerbegebietes Auf der Grafft in Westercelle, über diese Themen wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses ausführlich referiert. Zudem war die Konkretisierung der Ansiedlung eines Hotels der Marke „Hampton by Hilton“ mit angeschlossenem Wohnbauprojekt ein wesentliches Themenfeld, hierzu seien gegen Ende des Jahres 2021 die Grundstückskaufverträge geschlossen worden. Zu weiteren Schwerpunktthemen der Wirtschaftsförderung im Jahr 2021 zählten der Glasfaserausbau und pandemiebezogenes Unternehmensmanagement sowie die Vorbereitung eines Startup Centers. Aktuell sei die Wirtschaftsförderung auch in Themen bezüglich der Flüchtlingssituation durch den Krieg in der Ukraine gefordert, etwa als Vermittler in der Suche nach freien Hotelkapazitäten für eine befristete Unterbringung oder auch in der Beratung von Unternehmen, die unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise leiden. Frau Abenhausen bittet um zeitnahe Informationen darüber, in welchem Umfang und in welchen Ortsteilen Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Herr Faber teilt mit, dass es zurzeit noch keine konkreten Erkenntnisse darüber gebe. Es sei aber bereits ein Projektteam gebildet worden, um die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konfliktes auf hiesige Unternehmen teilt Herr Faber mit, dass diese je nach Branche unterschiedlich stark ausgeprägt seien. Auf Nachfrage von Herrn Kizilyel teilt Herr Faber mit, dass momentan noch nicht bekannt sei, ob und in welcher Form diesbezüglich Fördermittelprogramme durch Bund und Länder installiert werden.

 

Innenstadtmanagement

Frau Crolly gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Innenstadtmanagements im Jahr 2021. Das Jahr 2021 stand wie bereits das Vorjahr unter dem starken Einfluss der Corona-Pandemie. Insbesondere das 1. Quartal sei für die Innenstadthändler sehr schwierig gewesen, fehlende Umsätze und getrübte Stimmung prägten das Innenstadtbild. Durch moderne Verkaufsvorgänge wie „Click & Collect“ oder „Phone & Collect“ habe man versucht, wenigstens zum Teil noch Umsätze zu generieren, die Bedeutung von Online-Verkäufen habe stark zugenommen. Verschiedene Maßnahmen, die vom Innenstadtmanagement zusammen mit den Innenstadtakteuren initiiert wurden, seien positiv aufgenommen worden. So habe die Stadt Celle die lokale Händlerplattform “#kaufregional“ ins Leben gerufen und durch die Aktion “Celles Schaufenster“ ergänzt. Das Innenstadtmanagement habe sich mit vielen Akteuren digital vernetzt, z. B. finde ein reger Austausch über eine WhatsApp Gruppe statt, Unternehmer werden z. B. im Hinblick auf das Verständnis und den Umgang mit neuen Verordnungen im Rahmen der Corona-Pandemie beraten und unterstützt.

Auch die Aktion “Herzwerk Celle“ als Dankeschön an die Treue der Kunden zu lokalen Händlern sei positiv aufgenommen worden. Durch Blumenampeln und Weihnachtsbäume habe man versucht, die Atmosphäre in der Innenstadt während der Corona-Pandemie zu verbessern. Zu einer Aufheiterung der Atmosphäre in der Innenstadttte auch die AusstellungAlltagsmenschen“ in besonderem Maße beigetragen. Frau Crolly gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Innenstadtakteure und beantwortet Fragen aus dem Ausschuss. Dabei wird auch thematisiert, dass bestimmte Branchen wie z. B.  die Gastronomie durch pandemiebedingte Einschränkungen Personal verloren haben und in diesen Branchen derzeit akuter Personalmangel herrsche.

 

Auf Bitte von Frau Abenhausen sagt Frau Crolly zu, dass eine Aufstellung über erfolgte Betriebsschließungen und Neueröffnungen nachgereicht werde.

 

Frau Crolly weist auch darauf hin, dass eine sehr gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz der Stadt Celle bestehe und Kontakte zu Maklern und Investoren gepflegt werden, um zu klären, wie geplante Vorhaben in der Innenstadt umgesetzt werden können.

 

Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden teilt Frau Crolly mit, dass den Innenstadtakteuren neben der Unterstützung des Innenstadtmanagements auch weitere Beratungsmöglichkeiten und Anlaufstellen zur Verfügung stehen, als Beispiele werden die IHK und die Initiative Celle genannt.

 

Denkmalschutz

Herr Domrich, Fachdienstleiter des Fachdienstes Bauordnung bei der Stadt Celle, gibt einen Überblick über die Arbeit der Unteren Denkmalschutzbehörde und stellt die zuständigen Mitarbeitenden Frau Gebhardt und Herrn Brammer vor. Er beantwortet zudem Fragen aus dem Ausschuss. Herr Domrich betont, dass die Eigentümer von Innenstadtimmobilien in die Pflicht genommen werden, ihre Baudenkmäler entsprechend zu erhalten bzw. zu pflegen und dies bei Bedarf auch mit Zwangsmitteln durchgesetzt werde. Schwierig gestalte sich die Situation dadurch, dass sich Eigentümerstrukturen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich geändert hätten. Wäre es in früheren Zeiten noch üblich gewesen, dass entsprechende Grundstücke in Familieneigentum blieben und die Betriebstätigkeit durch folgende Generationen weitergeführt wurde, sei die Situation heutzutage oft so, dass Erbengemeinschaften oder andere Eigentümer ohne Bezug zu Celle über Immobilien verfügen, diesen fehle oftmals das Interesse oder aber die Möglichkeit dazu, ihre Immobilien entsprechend zu entwickeln. In Ermangelung der Kenntnis örtlicher Gegebenheiten und Preisstrukturen würden manche Eigentümer auch vergleichsweise hohe Preisvorstellungen haben, die ggf. einer Vermietung oder einem Verkauf entgegenstehen.

Im Anschluss an die Ausführungen von Herrn Domrich stellen sich Frau Gebhardt und Herr Brammer von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Celle persönlich vor und berichten über ihre jeweiligen Aufgabengebiete. Frau Gebhardt ist für den Denkmalschutz in der Altstadt zuständig, Herr Brammer für Objekte außerhalb der Altstadt (z. B. militärische Liegenschaften). Beide stehen den Ausschussmitgliedern für Fragen zur Verfügung und nehmen dazu Stellung. Klargestellt wird, dass die Untere Denkmalschutzbehörde stets darum bemüht ist, Lösungsansätze für geplante Vorhaben zu finden. Diese würden dann aber in manchen Fällen etwas anders aussehen als die ursprünglichen Planungen, weil denkmalschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen. Oftmals sei es auch problematisch, dass Architekten / Entwurfsplaner den Bauherren Bauweisen in Aussicht stellen, die aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigt werden können. Die Untere Denkmalschutzbehörde trete nicht als “Verhinderer“ auf, sondern sei bemüht, auch in solchen Fällen Alternativlösungen aufzuzeigen, die zwar Umplanungen erfordern, aber letztlich doch die Umsetzung von Maßnahmen in abgewandelter Form ermöglichen.

 

Die Ausschussmitglieder bedanken sich bei den Vortragenden für die ausführlichen Informationen.