29.11.2023 - 4 Vorstellung des frauenOrtes Eleonore d Olbreuse
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Kulturausschusses
- Gremium:
- Kulturausschuss
- Datum:
- Mi., 29.11.2023
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:02
- Anlass:
- Sitzung
Nach einer kurzen Einführung durch Frau Fudeus stellte Frau Schramme-Haack das Konzept der frauenOrte Niedersachsen vor. Der 1970 gegründete Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., der heute die Interessen von 2,2 Millionen Frauen (organisiert in über 60 Frauenverbänden und -gruppen gemischter Vereine) in Öffentlichkeit, Politik und gegenüber dem Gesetzgeber vertritt, beschritt mit der Initiative frauenOrte neue Wege im Kulturtourismus. So konnten das Leben und Wirken von historischen Frauenpersönlichkeiten bekannter gemacht und ihre Leistungen auf politischem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem oder wissenschaftlichem Gebiet herausgestellt werden. Stadt- und Regionalgeschichte wird aus Sicht von historischen Frauengestalten betrachtet und mit Hilfe von Stadtspaziergängen, in Theaterinszenierungen, Ausstellungen, Lesungen, über Radwege, Printmedien, Aktionen für Kinder der Öffentlichkeit nähergebracht. Seit dem Start 2008 sind 49 frauenOrte in Niedersachsen entstanden. Schirmherr ist Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Kooperationspartnerinnen und -partner wie Museen, Archive, Tourist-Infos, Gleichstellungsbeauftragte oder Frauenverbände unterstützen die Initiativen vor Ort und bilden ein großes Netzwerk. Auch die 2014 entwickelte Wanderausstellung „frauenOrte Niedersachsen – Über 1000 Jahre Frauengeschichte“, die 2018 durch das Thema „Wir haben die Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Aufbruch“ ergänzt wurde, tourte sehr erfolgreich durch Niedersachsen. Die Ausleihe erfolgt über den Landesfrauenrat Niedersachsen. Projektkoordinatorin frauenOrte ist Anke Weisbrich, die vor Jahren im Residenzmuseum Celle gearbeitet hat.
Auf Nachfrage von Herrn Dr. Hörstmann, ob zu einem frauenOrt auch mehrere Frauen gehören können, erläuterte Frau Schramme-Haack die Auswahlprinzipien für eine Frau. Ein Gremium aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern prüft die Bedeutung und die Leistungen der vorgeschlagenen Frauen für die Allgemeinheit. Prinzipiell kann es auch mehrere Frauen an einem frauenOrt geben (wie zum Beispiel in Braunschweig). Hörstmanns Vorschlag, Caroline Mathilde noch aufzunehmen, stieß nicht auf Zustimmung. Das Gremium, besonders Frau Thomsen und Frau McDowell sowie Frau Schmieglitz-Otten, die nach Verlassen von Frau Schramme-Haack Fragen beantwortete, plädierten für eine Frau aus der jüngeren Vergangenheit. Frau Schmieglitz-Otten erläuterte auf Nachfrage, dass die erwähnte Wanderausstellung bereits im Rathaus gezeigt worden sei. Außerdem liege die Betreuung des frauenOrtes Celle heute allein beim Residenzmuseum in Kooperation mit der Ev-ref. Gemeinde. Zuvor bestehende Kooperationen mit der Gleichstellungsbeauftragen oder der früheren CTM gibt es aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr (Ruhestand, Auflösung). Das große Potential des frauenOrtes Celle könne so nicht mehr ausgeschöpft werden. Frau Abenhausen schlug vor, dass das Theater ein Stück zu Eleonore produzieren könne. Frau Thomsen plädierte für die Aufnahme der frauenOrte auf die städtische Website und fragte nach den Ansprechpartnern, wenn man sich dafür einsetzen wolle, die Frauen stärker in den Fokus zu rücken und die Aufnahme einer weiteren Frau für Celle vorschlagen wolle. Laut Frau McDowell soll die Zuständigkeit (auch bei ihrer Nachfolgerin/ihrem Nachfolger) im Kulturbereich liegen. Außerdem wolle sie das Gespräch mit dem Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit suchen wegen einer stärkeren Zusammenarbeit und zur Entlastung des Residenzmuseums.
