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ALLRIS - Auszug

14.06.2023 - 9 Antrag der Fraktion WG/Die Partei "Umweltfreund...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Schoeps (Fraktion WG/Die Partei) führt aus, dass die Paketdienstleister, wie DHL, Hermes etc., in die Innenstadt fahren, um Pakete auszuliefern und während des Auslieferns den Motor des parkenden Autos laufen lassen. Dies führe zu einem hohen Dieselverbrauch und folglich zu einer starken Umweltbelastung. Mit dem Aufbau eines Lieferservices auf Basis von E-Mobilität bzw. E-Lastenfahrrädern solle dem entgegengewirkt werden und die Lieferungen umweltfreundlicher gestaltet werden.

Frau Crolly (Innenstadtmanagement) erklärt, dass bei dem Konzept der „letzten Meile“ alle Pakete zunächst in einem Depot zwischengelagert und durch ein Verteilsystem mit Adressenerkennung in Boxen vorsortiert werden. Im Anschluss werden diese gesammelt ausgetragen. Die Auslieferung der Pakete könne durch die gezielten Wege und das geringere Aufkommen vieler einzelner Paketdienstleister auf einem Fleck eventuell sogar schneller erfolgen. Frau Crolly betont ebenfalls, dass das System nur rentabel sei, wenn durch die gebündelte Vorsortierung mehr Pakete gemeinsam ausgeliefert werden können.

 

Auf Nachfrage von Herrn Kizilyel (SPD-Fraktion), gibt Frau Crolly bekannt, dass es verschiedene Anbieter gebe und auch bereits Gespräche mit Dienstleistern geführt wurden, welche auf diese Weise ebenfalls Essen ausliefern. Jedoch stelle sich hier zunächst die Frage der Rentabilität.

Herr Brammer (SPD-Fraktion) ist der Auffassung, dass Lebensmittel nicht in ein solches Konzept passen, da durch den Zwischenschritt eine zu große Verzögerung entstehe.

Herr Espe (FDP-Fraktion) hält die Umsetzung des Antrages für keine gute Idee und erläutert, dass diese zum Schaden für alle Beteiligten der Innenstadt führe. Daraufhin betrachtet Frau Hagedorn (CDU-Fraktion) das Konzept aus einem anderen Blickwinkel und würde es befürworten, wenn die Auslieferung der Pakete zugunsten des in der Innenstadt ansässigen Einzelhandels erfolge. Sofern etwas in der Innenstadt bestellt werde, könne der Kunde dies mithilfe des Lieferservices auf der Basis von E-Mobilität bzw. E-Lastenfahrrädern schneller bekommen, da das Paket nicht erst an die Paketdienstleister verschickt werden muss, um es dann im Anschluss an den Kunden ausliefern zu können. Somit könne eine umweltfreundlichere Lieferung von Paketen erfolgen und gleichzeitig der Einzelhandel in der Innenstadt gestärkt werden. Herr Brammer merkt an, dass hier der abgelehnte Antrag zur Schaffung einer Online-Plattform ein entscheidender Knotenpunkt wäre. Herr Trenkenschu (AfD-Fraktion) wirft ein, dass er die Auslieferung von Paketen in die Innenstadt innerhalb dieses Konzepts verstehen könne, findet aber, dass eine Abholung der Pakete aus der Innenstadt zu teuer sei und nicht im Verhältnis zum Nutzen stehe. Die Einzelhändler würden die Kosten der Abholung auf die Produkte aufschlagen, sodass dies die Kunden des Einzelhandels nur abschrecke.

 

Herr Rodenwaldt (Fraktion – Gruppe Die Linke/Zukunft Celle) hinterfragt die Rolle der Stadtverwaltung und des Rates bei dieser Thematik, woraufhin Frau Crolly entgegnet, dass es um die Aufrechterhaltung der Attraktivität der Innenstadt gehe. Der Verkehr und der daraus resultierende CO2-Ausstoß schmäler die Attraktivität und die Aufgabe der Verwaltung liege darin, dies zu verhindern. Dabei solle kein Regionalmonopol geschaffen werden.

 

Abschließend regt Herr Hörstmann (Fraktion – DIE UNABHÄNGIGEN - Bürger für Celle) an, den Beschlussvorschlag dahingehend zu ändern, dass das Konzept auch die Pakete betreffe, die aus der Innenstadt heraus geliefert werden.

 

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Beschluss:

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Liegenschaften empfiehlt mit 8 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme den geänderten Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt Celle ermächtigt die Verwaltung die Logistik der „ersten und letzten Meile“ weiterhin zu forcieren.

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Anlagen zur Vorlage