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ALLRIS - Auszug

03.04.2025 - 17 Fortschreibung Lärmaktionsplan

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Wortprotokoll

Ratsherr Lapusch trägt vor, dass Lärm sicherlich krank mache, doch dann frage er sich, warum der Bau der Ostumgehung über Jahre boykottiert worden sei. Die Verlegung des Schwerlastverkehrs auf die Schiene habe auch nicht so richtig funktioniert. Flüsterasphalt sei grds. okay, doch dann soll dieser nur bei einer zu sanierenden Strecken verbaut werden. Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen auch am Tage (wie u. a. im Ortsteil Hehlentor gefordert) lehne man ab. Tempo-30-Zonen von 22 bis 6 Uhr befürworte man, aber nur in Bereichen, in denen es zwingend notwendig ist. Leider sei immer wieder festzustellen, dass Fahrzeugführer diese Zusatzbeschilderung nicht verstehen bzw. ignorieren würden. Weiterhin müsse man feststellen, dass manche Maßnahmen grds. sinnvoll seien, obwohl nur eine Lärmminderung von 1-3 Dezibel erreicht werde. Hier müsse man das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behalten. Aus den o. g. Gründen werde die AfD-Fraktion dem Lärmaktionsplan nicht zustimmen.

 

Ratsherr Rentsch erklärt, dass die von seinem Vorredner vorgenommene Bagatellisierung dieses wichtigen Themas einfach nur albern sei. Lärm mache nachweislich krank und eine geringe Senkung der dB-Zahlen sei gleichbedeutend mit einer Halbierung des Lärms. Deshalb sei es gut, dass die Erstellung eines Lärmaktionsplanes eine Pflichtaufgabe für die Kommunen sei. Leider sei die Umsetzung der Maßnahmen nicht immer nachvollziehbar und die dafür im Haushalt bereitgestellten Mittel sollten besser dargestellt werden. Dies sei schon einmal gefordert worden, aber leider fehle noch die Umsetzung. Die SPD-Fraktion werde der Vorlage zustimmen.

 

Ratsfrau Schrader dankt der Verwaltung für die Erstellung des Lärmaktionsplanes. Dieses Werk werde eine Menge positiver Ergebnisse erzielen, wenn die Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden. Es sei zu begrüßen, dass an vielen Stelle das Tempo reduziert werden soll, die führe nachweislich zu Lärmreduzierungen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen werde hier zustimmen und in der Folge die Umsetzung der Maßnahmen genau beobachten.

 

Ratsherr Trenkenschu betont, dass man nicht per se gegen Lärmschutz sei, doch die vorgesehenen Maßnahmen müssten in Bezug auf die Kosten verhältnismäßig sein. Die Grünen würden ja am liebsten überall Tempo 30 einführen bzw. den Autoverkehr gänzlich verbieten; dies sei hinlänglich bekannt. Doch das könne nicht die Lösung sein.

 

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Danach beschließt der Rat der Stadt Celle mehrheitlich bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung die Fortschreibung des Lärmaktionsplans in der vorliegenden Form. Die Verwaltung wird beauftragt, die definierten Lärmminderungsmaßnahen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umzusetzen.