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ALLRIS - Auszug

05.07.2012 - 3 Weitere Arbeit an der Dokumentationsstätte Torhaus

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Wortprotokoll

Die Verwaltung erläutert, dass sie mehrere Gespräche mit Herrn Dr. Habbo Knoch geführt habe, um den Auftrag, ein kostengünstigeres Konzept zu erarbeiten, zu erfüllen. Daher schlage sie vor, 2 Stellen nach EG 13 mit 30 Wochenstunden für jeweils 18 Monate einzurichten. Dadurch könnten die Kosten von ursprünglich 405.000 € auf nunmehr 248.700 € minimiert werden. Laut Aussage von Herrn Dr. Habbo Knoch sei es allenfalls möglich, die auf einer der beiden Stellen zu erbringenden Leistungen in Form eines Werkvertrages zu erfüllen.

 

Die CDU-Fraktion plädiert für eine Fortsetzung der weiteren Arbeit an der Dokumentationsstätte Torhaus. Sie schlägt vor, keine zwei Personalstellen nach EG 13 einzurichten, sondern stattdessen 2 Werkverträge abzuschließen, um Kosten zu sparen. Sielt auch das Anwerben von Doktoranden für möglich, um kostenminder arbeiten zu können.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen bittet, eine bestimmte Summe in den Etatberatungen bereitstellen zu lassen, um die Zeitzeugeninterviews durchführen und auswerten zu können. Die Fraktion DIE UNABHÄNGIGEN regt an, zunächst nur eine Stelle einzurichten, um die Dokumentation der Zeitzeugeninterviews zu sichern. Zwei beratende Mitglieder und die Verwaltung betonen nachdrücklich, dass es vor der Zeitzeugenbefragung unbedingt notwendig sei, ein wissenschaftliches Konzept zu erstellen, um die Methode der Oral History wirkungsvoll einsetzen zunnen. Auf Nachfrage der FDP-Fraktion räumt die Verwaltung ein, dass es keine absolute Festlegung auf die Zeitspanne 1925 – 1949 gäbe, was aber von entsprechenden Forschungsergebnissen abhängig wäre.

 

Die SPD-Fraktion betont, dass sie den von der Verwaltung geschätzten Kosten in Höhe von 248.700 € nur dann zustimmen könne, wenn in gleicher Höhe Fördermittel fließen würden. Mehrere beratende Mitglieder würden bedauern, wenn es zu einer Einstellung der Konzeptentwicklung für die Dokumentationsstätte Torhaus kommen würde. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss teilt die Verwaltung mit, dass sie schriftliche Anfragen bei der Volkswagenstiftung, der RWLE-Möller Stiftung und beim MWK (Programm „pro und Niedersachsen“) gestellt habe und zudem über Herrn Dr. Knoch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Gespräch sei. Während von der Volkswagenstiftung eine Absage erteilt wurde, habe sich die RWLE-Möller Stiftung bisher noch nicht äern können. Über das Programm „pro Niedersachsen“re es vorstellbar, ein Forschungshaben z.B. in Form einer Tagung gefördert zu bekommen.

 

Die CDU-Fraktion plädiert nochmals dafür, die Konzeptarbeit durch zwei Verträge und die Durchführung der Tagung fortzusetzen; denn durch die weitestgehende Einsparung von Gemein- und Arbeitsplatzkosten könnten die Kosten nicht unerheblich gesenkt werden.

 

Danach empfiehlt der Kulturausschuss dem Verwaltungsausschuss mit vier Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und einer Nein Stimme die Arbeit am Konzept für eine Dokumentationsstätte 1925 – 1949 auf der Grundlage der Konzeption von Dr. Habbo Knoch in der unter 1) und 2) skizzierten Weise fortzuführen, zu beschließen. Es werden zwei Verträge für jeweils 18 Monate abgeschlossen. Außerdem werden 3 Forschungsaufträge mit einem finanziellen Gesamtumfang von 15.000 € erteilt.

Dafür sind abhängig vom Beginn der Maßnahme und der Haushaltssituation in den nächsten Jahren Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 200.000 € bereit zu stellen.

Die Verwaltung wird gebeten, sich um Fördermittel für dieses Projekt zu bemühen.