13.11.2012 - 5 Antrag Nr. 66/1012 der SPD-Fraktion vom 10.07.2...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Integrationsausschusses
- Gremium:
- Integrationsausschuss
- Datum:
- Di., 13.11.2012
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 31 Referat für Integration
- Ziele:
- 29. Bewusstsein für Integration in der Gesellschaft fördern
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Stadtrat Kassel stellt die Ausgabe des Ärzte- und Gesundheitsführers für Celle und Umgebung 2012/2013 vor, die die Schadinsky-Werbe GmbH & Cie KG neu herausgegeben hat und erklärt, in dem Ärzteverzeichnis können in der nächsten Ausgabe die Sprachkompetenzen aufgenommen werden.
Frau Klukon erklärt, der Schadinsky Verlag habe kurzfristig ein vorläufiges Ansichtsexemplar für den Integrationsausschuss erstellt, das die beabsichtigte neue Gestaltung und Kennzeichnung verschiedener Sprachen durch Länderfahnen darstellt. Es sei erkennbar, dass der Ärzteführer der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO folge, wonach Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens sei und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen, und führe neben Ärzten weitere Angebote wie Altenpflege oder Krankengymnastik auf. In der neuen Ausgabe könnten ebenso weitere Beratungsstellen genannt werden.
Ratsherr Dr. Übermuth erklärt, die Initiative des Schadinsky Verlages sei begrüßenswert, der Ärzteführer sei jedoch nicht repräsentativ, das Verzeichnis sei anzeigenfinanziert und fragt, wie die Initiative des Verlages von der Stadt begleitet werde.
Herr Kizilyel erkundigt sich, welche Sprachen vorrangig aufgenommen werden.
Frau Klukon erklärt, das Ärzteverzeichnis sei deutschsprachig, es werden die in den Praxen gesprochenen Sprachen aufgenommen, und Anregungen des Integrationsausschusses werde sie an den Schadinsky Verlag weiterleiten.
Ratsfrau Marks meint, die Informationen seien nicht vollständig, so könnten auch Beratungsstellen und Fachärzte genannt werden.
Herr Morina fragt, wie die Sprachen erhoben werden.
Ratsherr Dr. Übermuth führt aus, er könne aus Erfahrungen in seiner eigenen Praxis bestätigen, dass, wie in der Beschlussvorlage dargelegt, Familienmitglieder durchaus den Patienten begleiten und das Arzt-Patient-Gespräch übersetzen. Zur Bildung von Brücken sei dieses Gespräch wichtig, es wäre hilfreich, wenn Patienten erfahren, welche Sprachen in den Arztpraxen gesprochen werden. Im Ärzteverzeichnis des Schadinsky Verlags könne auf den ersten Seiten eine Liste die in den Praxen gesprochenen Sprachen aufführen.
Ratsherr Hagos erklärt, er habe Bedenken hinsichtlich der Werbung, begrüße es jedoch auch, dass das Ärzteverzeichnis herausgegeben wird. Die Stadt könne in weiteren Ausgaben auf Ergänzungen hinwirken.
Herr Stadtrat Kassel erklärt, die vorliegende Ausgabe des Ärzte- und Gesundheitsführers sei der Versuch, mit vorhandenen Mitteln und Informationen eine Aufgabe der Gesundheitspolitik zu erfüllen, ohne dass die Stadt Celle dafür die Zuständigkeit habe, die beim Landkreis liege, oder im Haushalt die erforderlichen Mittel eingesetzt wurden. Er sei der Auffassung, ein Ärzteführer könne inhaltlich wie das Ansichtsexemplar aufgebaut werden, die Ansprüche gegenüber dem Schadinsky Verlag könnten nicht unermesslich gesteigert werden.
