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ALLRIS - Auszug

19.06.2013 - 4 Demografischer Wandel; Auswirkungen sinkender E...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Klukon nimmt Bezug auf BV/0079/13 und erklärt, die Folgen der demografischen Entwicklung in Deutschland wolle sie anhand zweier Angaben verdeutlichen. Das Handlungskonzept Demografischer Wandel der Niedersächsischen Landesregierung von 2012 stellt fest, in Zukunft werde jeder dritte Erwerbstätige einen Migrationshintergrund haben. Und laut Mikrozensus 2009 (Statistisches Bundesamt) werde im Jahr 2030 ein Drittel aller Erwerbspersonen älter als 50 Jahre alt sein, qualifizierter Nachwuchs werde zu einem knappen Gut und ältere Beschäftige werden als Leistungsträger unverzichtbar werden. Frau Klukon fügt hinzu, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit könne abnehmen, die Frage sei, wie diese Entwicklung gemildert werden kann und die Auswirkungen abgedämpft werden können. Sie wolle diese Fragen auf die Arbeit des Referats Integration, das sich mit diesen Querschnittsthemen befasst, beziehen. Für den Raum Celle sei eine Konsequenz, eine neue Willkommens- und Anerkennungskultur zu etablieren,  um Migrantinnen und Migranten den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen und mehr Chancengleichheit zu gewährleisten. Das Thema der Sprachkompetenz im Gesundheitswesen sei bereits mit dem Ärzte- und Gesundheitsführer für Celle und Umgebung des Schadinsky-Verlags  angegangen, im August dieses Jahres werde es ein Mailing an Ärzte und andere Institutionen geben, mit der Bitte um Angabe der in den Praxen gesprochenen Sprachen, die in der nächsten Ausgabe des Gesundheitsführers aufgenommen werden können.

 

Des Weiteren sei es wichtig, den Blick zu richten auf die Belange, Probleme und Wünsche von Seniorinnen und Senioren aus anderen Kulturen beziehungsweise Religionen. Themen, die mit dem Älterwerden in Verbindung stehen, können in der Bevölkerung unterschiedlich aufgenommen und umgesetzt werden. Diese Unterschiede können durch Einkommens- und Wohnsituation, Erwerbsverläufe und Religion begründet werden und bedürfen einer differenzierteren Betrachtung. Frau Klukon erklärt, sie wolle gemeinsam mit dem Seniorenbeirat Ansätze für die Integration älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund ausloten und den Integrationsausschuss darüber informieren. Der Kontakt zu Herrn Wolfgang Ruff, dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats, sei  bereits aufgebaut, hier wolle sie gerne die Anregungen der Mitglieder des Integrationsausschusses zu diesem Themenkomplex aufnehmen und in die Gespräche mit dem Seniorenbeirat einfließen lassen.

 

Frau Lüters bittet darum, Genderaspekte in den Blick zu nehmen, so habe auch Frau Sieg in ihrem vorangegangenen Vortrag auf die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt hingewiesen, die Frage sei, wie Kompetenzen von gut ausgebildeten Frauen auch für die Arbeit mit Älteren genutzt werden können und nennt als Kooperationspartnerin die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis Celle.

 

Frau Vorsitzende Seitz regt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen an, in der Regel seien es die Mitglieder, die sagen können, wo Handlungsbedarf bestehe.

 

Ratsherr Hagos meint, interkulturelle Begegnungen in Einrichtungen seien besonders wichtig.

 

Ratsfrau Jung meint, die Arbeiterwohlfahrt habe in der Vergangenheit in Projekten Frauen für Tätigkeiten in der Tagespflege oder häuslichen Pflege qualifiziert.

 

Ratsherr Dr. Übermuth merkt an, er wisse, dass kompetente Kräfte mit Migrationshintergrund im pflegerischen Bereich tätig seien, er höre und erfahre jedoch, dass es mitunter Vorurteile gegenüber diesen Personen seitens deutscher Seniorinnen und Senioren gebe. Es selbst sei sich der Herausforderung bewusst, auf solche Äußerungen oder Auffassungen zu reagieren und habe einen Arbeitskreis gegründet, um dieses Thema mit Fachkundigen und Interessierten in Celle zu bearbeiten.

 

Herr Dr. Pokos meint, interkulturelle Fortbildungen können Pflegekräfte für den Umgang mit Vielfalt und der Begegnung von Vorurteilen sensibilisieren, Heimbewohnerinnen und Bewohner können mit persönlicher Begegnung angesprochen und manchmal auch erreicht werden.

 

Herr Kizilyel weist auf den umfangreichen Wissensfundus von Seniorinnen und Senioren hin und schlägt vor, diese Kenntnisse und Fähigkeiten für deren gesellschaftliches Engagement oder das Ehrenamt zu nutzen.

 

 

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Anlagen zur Vorlage