Hauptmenü
Inhalt
ALLRIS - Auszug

27.03.2014 - 8.1 Einrichtung eines Kinder- und Jugendtheaters un...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Ratsherr Blidon weist darauf hin, dass man hier nicht bei „nsch Dir was“ sei. Man befinde sich mitten im KGSt-Konsolidierungsprozess und jetzt solle man sich volle 15 Jahre vertraglich binden, entsprechend verbunden mit finanziellen Risiken. Ggf. werde die KGSt ja vorschlagen, die Zuschüsse für das Schlosstheater zukünftig zu kürzen. Folglich werde er sich bei der Abstimmung enthalten.

 

Ratsherr Müller erklärt, dass die Fraktion LINKE/BSG hier zustimmen werde, da es ein sinnvolles Projekt für Jugendliche sei. Theater sei kulturelle Bildung und müsse weiter gestärkt werden. Kritisch anzumerken sei, dass man hier wieder in die sog. „rdermittel-Falle tappe, die stets ein finanzielles Risiko beinhalte. Hier wäre eine Finanzierung ohne Fördermittel sinnvoller gewesen, dann hätte man dieses Projekt 4-5 Jahre testen können. Auch wenn hier noch gewisse Unsicherheitsfaktoren bestehen, werde dieses Vorhaben unterstützt, da sicherlich kein so großes Defizit wie z. B. bei der Congress Union auftreten werde.

 

rgermeister Gevers trägt vor, dass er von einem Erfolg dieses Projektes ausgehe, auch wenn die Vorlage der Verwaltung heute eine Entscheidung in dieser Sache nicht einfach mache. Der Rat habe sich damals im Rahmen einer Grundsatzentscheidung dazu entschieden, ein Schlosstheater vorzuhalten. Nun solle ein Jugendtheater installiert werden, das längst überfällig sei. Er hoffe, dass die geplanten Vorstellungen entsprechende Resonanz bei den Jugendlichen finden werden. Bezüglich der Finanzierung könne man auf die Fördermittel nicht verzichten, da diverse Umbaumaßnahmen vonnöten seien. Weiterhin weist er darauf hin, dass das Schlosstheater insgesamt budgetiert werde, d. h. für das Jugendtheater werde es keine Sonderzahlungen geben, sondern diese Sparte werde aus dem Gesamtetat finanziert. Durch die Vorstellungen im Jugendtheater entstünden keine zusätzlichen Personalkosten, da diese Vorstellungen mit dem vorhandenen Ensemble gestaltet werden. In der CDU-Fraktion werde es heute ein unterschiedliches Abstimmverhalten geben, da dieses Thema kontrovers diskutiert worden sei.

 

Beigeordneter Zobel berichtet, dass die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen dieses Projekt als attraktive Bereicherung für diese Region sehen. Bezüglich des Hinweises auf die aktuellen KGSt-Beratungen merkt er an, dass immer noch der Rat der Herrscher des Verfahrens sei und die notwendigen Entscheidungen treffe. Man sollte dieses Vorhaben davon losgelöst sehen. Der Begriff „dermittel-Falle“ sei hier völlig übertrieben, da diese finanziellen Hilfen sinnvoll seien, diese fehlende Sparte im Theaterbereich zu realisieren. Bei den vielen allgemeinbildenden Schulen in dieser Region sehe er keine Probleme, die geplanten Vorstellungen mit Publikum zu füllen und die erforderlichen Einnahmen zu generieren. Er bitte um Zustimmung zu diesem Projekt.

 

Ratsherr Schoeps erklärt, dass dieses Vorhaben zu erschwinglichen Preisen möglich und die Kalkulation solide sei. Allzu oft bezeichne man diese hiesige Stadt als sog. „Senioren-Stadt“, jetzt biete sich die Möglichkeit, etwas Sinnvolles und Nachhaltiges für die Jugend zu schaffen. Die WG-Fraktion werde hier zustimmen.

 

Ratsfrau Wiegel zeigt sich irritiert anlässlich der heutigen Ausführungen der ewigen Bedenkenträger. Der designierte Intendant habe eine 100%-Finanzierung vorgelegt und könne dies mit seinen hervorragenden Erfahrungen und Erfolgen aus seiner bisherigen Tätigkeit in Göttingen untermauern. Die von der Verwaltung nachgeschobene Vorlage sei für diese Vorhaben nicht gerade förderlich gewesen. In anderen Städten wie z. B. Hildesheim sei ein pädagogisches Jugendtheater schon längst vorhanden, nun sei es an der Zeit, dass Celle hier nachziehe.  

 

Ratsfrau Fiss erklärt, dass das geplante Vorhaben durchaus sinnvoll sei, doch es käme zum falschen Zeitpunkt. Eine 15jährige Laufzeit sei stets mit finanziellen Risiken verbunden, aber die Ausführungen im Verwaltungsausschuss seien schlüssig gewesen und folglich werde die Fraktion DIE UNABHÄNGIGEN hier zustimmen.

 

Reduzieren

Abschließend entscheidet der Rat mehrheitlich bei 1 Gegenstimme und 5 Enthaltungen wie folgt:

 

Die Einrichtung eines Kinder- und Jugendtheaters durch den Celler Schlosstheater e.V. wird unterstützt und der Erklärung der Kostenübernahme durch den Theaterverein im Zweckbindungszeitraum von 15 Jahren wird zugestimmt.