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ALLRIS - Auszug

02.06.2015 - 7 Städtische Kunstgegenstände im Bomann-Museum

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Wortprotokoll

Frau McDowell weist auf ein Informationsblatt des Fachdienstes Celler Museen hin, mit dessen Hilfe die rd. 2100 Exponate des aufgelisteten städtischen Kunstinventars spezifiziert werden können. Ratsherr Scherer bedauert, dass man mit der Datei bzw. Auflistung des städtischen Kunstinventars nichts anfangen könne; denn sie enthalte keine Wertangaben. Herr Dr. Meiners erklärt, dass das Bewertungsverfahren nach einem bestimmten Muster erfolge und nur Exponate mit einem Wert von mehr als 5.000 € einzeln bewertet wurden. Auf Nachfrage der CDU-Fraktion erwidert Herr Dr. Meiners, dass alle der aufgelisteten städtischen Exponate ins Sammlungskonzept passen. Er erinnert daran, dass alle Exponate  etlichen Qualitätsprüfungen unterzogen worden seien und dass auf bestimmten Gebieten (z.B. im Bereich der Ofenplatten) nicht mehr gesammelt werde. Neben der Schärfung der Sammlungstätigkeit seit Wilhelm Bomann werde in bestimmten Bereichen in Absprache mit dem Historischen Museum Hannover gesammelt. Herr Dr. Meiners macht darauf aufmerksam, dass die Liste des städtischen Kunstinventars nur ein geringer Teil der gesamten Exponate der Gesellschaft zur Unterhaltung des Bomann-Museums widerspiegele. Auf Anfrage von Herrn Dr. Übermuth, in wie weit Lichtkunst und privates Eigentum aufbewahrt würden, erwidert Frau McDowell, dass kein Privateigentum eingelagert werde und Lichtkunst, die der Robert Kunststiftung bzw. der Kunst-Stiftung Celle gehören, vertragsgemäß seitens der Stadt Celle aufzubewahren seien. Es gebe verschiedene Aufbewahrungsorte mit unterschiedlicher Qualität. Die Versicherung sei gewährleistet über die zentrale Versicherung aller Ausstellungsräumlichkeiten. Herr Dr. Meiners ergänzt, dass alle vier Gesellschafter eigene Bestände hätten. So gäbe es z.B. ein großes Konvolut des Museumsvereins, das in die Gesellschaft eingebracht worden sei. Er erinnert daran, dass museales Mobiliar im Wert von mehreren Hunderttausend nach Berlin und Braunschweig verkauft wurde.

Ratsfrau Seitz weist darauf hin, dass in der Liste hinter einigen Exponaten der Hinweis „Verlust“ vermerkt sei und bittet um Erläuterung.

Nachtrag zum Protokoll: Der Eintrag „Verlust“ findet sich bei insgesamt 129 Gegenständen. Diese Verluste erklären sich wie folgt: Verlust durch physischen Zerfall, durch Verschenken, durch Diebstahl und durch Verkauf (s. oben).

Ratsherr Scherer pdiert dafür, sich von Museumsgut zu trennen, ggfs. auch mit Hilfe eines externen Beraters, da die Stadt Celle weder über Lagerkapazitäten noch über finanzielle Mittel verfüge. Frau Dr. Hoffmann erinnert an den allgemeinen gesellschaftlichen Auftrag, Kulturgut zu sammeln und aufzubewahren.

Herr Dr. Übermuth regt an, das Sammlungskonzept fortzuschreiben und aufgrund der finanziellen Engpässe zu überprüfen. Beigeordneter Dr. Bischoff erinnert an das Schnellballsystem und gibt den Denkanstoß, die Verwaltung solle sich kreativ überlegen, Depotflächen zu straffen. Die Ausschussvorsitzende erwidert, dass die Museen kein Gebrauchtwarenmarkt seien und schlägt vor, in einer der nächsten Sitzungen ggfs. das Sammlungskonzept zu beraten. Frau McDowell informiert die Ausschussmitglieder darüber, dass Ankäufe nur noch aus den erzielten Verkaufserlösen getätigt würden. Zudem verschlanke das Museum seine Sammlung z.B. dadurch, dass nur noch ein kleines, repräsentatives Oevre der Celler Regionalkünstler aufbewahrt werde. Ferner macht sie darauf aufmerksam, dass das Bomann-Museum eben gerade wegen der herausragenden (militärhistorischen) Sammlung eine Sonderausstellung wie „Waterloo“ präsentieren könne, die fast vollständig aus dem eigenen Fundus bestritten werden konnte, die man sich sonst nicht hätte leisten können. Herr Dr. Meiners weist darauf hin, dass das Sammlungskonzept Grundlage für das 2009 verliehene Museumssiegel gewesen sei. Zudem zeige sich das Bomann-Museum hinsichtlich der Erweiterung seines Sammlungsbestandes sehr  zurückhaltend. Vielmehr sei die Stadt Celle dazu verpflichtet, Exponate der Stiftungen zu lagern. Zudem mussten die voluminösen Sammlungen sowohl des Garnison Museums als auch des Stickmustermuseums übernommen werden. Zu nennenswerten Zuwächsen durch das Bomann-Museum sei es nicht gekommen. Abschließend bittet er, seinen Wissenschaftlern zu vertrauen, die über eine Jahrzehnte lange Sammlungserfahrung verfügen.

 

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Anlagen zur Vorlage