04.02.2016 - 5 Umbenennung der 77er Straße und Informationstaf...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Kulturausschusses
- Gremium:
- Kulturausschuss
- Datum:
- Do., 04.02.2016
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Dezernat III
- Ziele:
- Schärfung des kulturellen Profils
Wortprotokoll
Die Verwaltung stellt ihre Vorlage vor und weist auf den Textvorschlag für die Informationstafel am 77er Denkmal hin. Sie macht darauf aufmerksam, dass sie dreimal versucht habe, mit der Stadt Sambreville, zu der Tamines mittlerweile gehöre, Kontakt aufzunehmen. Es sei jedoch keine Reaktion erfolgt.
Von einem beratenden Mitglied werden Bedenken hinsichtlich des Textentwurfs für die Informationstafel geltend gemacht. Es plädiert dafür, die „dunklen Seiten“ des Infanterie-Regiments Nr. 77 (Teilnahme am sog. chinesischen Boxerkrieg; Teilnahme am Völkermord bei der Niederschlagung des Herero-Aufstands in Namibia; Massenerschießung von Zivilisten in Tamines 1914) stärker herauszuarbeiten und die Geschichte des Regiments zu vernachlässigen. Über einen QR-Code könnten zusätzliche Informationen abgerufen werden. Ein weiteres beratendes Mitglied empfiehlt der Verwaltung, detaillierte Informationen an der Texttafel anzubringen, um der Historie gerecht zu werden. Die Ausschussvorsitzende bittet, diesbezüglich Anregungen an die Kulturdezernentin zu senden.
Aus dem Ausschuss heraus wird angeregt, außerdem die Straßenschilder der 77er Straße mit einem knappen Hinweis auf die Herkunft der Bezeichnung zu versehen. Die Fraktion BSG.Die Linke weist auf die zu neutralen Formulierungen hin und übergibt der Verwaltung drei Änderungsvorschläge. Sie plädiert dafür, die Hinweise auf Baudenkmäler wegzulassen. Die Verwaltung erklärt, dass sie die ganze Historie des Zweiten Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 77 aufgeführt habe, weil diese nicht auf die Beteiligungen in China, Afrika und Frankreich zu reduzieren sei. Die CDU-Fraktion erklärt, dass sie sich dem Textvorschlag der Verwaltung anschließen wolle, und begrüßt, dass nicht nur über Negatives, sondern über die gesamte Regimentsgeschichte informiert wird. Die Verwaltung kündigt an, dass sie den Text überarbeiten und dem Verwaltungsausschuss zum Beschluss vorlegen werde.
Abschließend empfehlen die Kulturausschussmitglieder mit 5 Ja-Stimmen bei 1 Nein-Stimme, die Benennung „77er Straße“ beizubehalten und neben dem Regimentsdenkmal am Neuen Rathaus eine Informationstafel zur Historie des Regimentes in deutscher und französischer Sprache zu installieren.
Gleichzeitig wird der Antrag Nr. 9/2016 der WG-Fraktion „Umbenennung der 77er Straße in Garnisonstraße“ für erledigt erklärt.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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33,4 kB
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2
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(wie Dokument)
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304,1 kB
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