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ALLRIS - Auszug

30.05.2017 - 3 Antrag der Gruppe FDP/DIE UNABHÄNGIGEN "Rettung...

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Wortprotokoll

ie Verwaltung berichtet ergänzend zu den in der letzten Sitzung vorgetragenen Ausführungen (siehe Protokoll AUVtD vom 21.03.2017, TOP 13) zum Zustand der Kastanienume, dass die Meisten von ihnen rd. 80 Jahre alt sind.

Der Standort auf dem sandigen Deich ist r die Kastanien nicht optimal, aber dennoch haben sich die Kastanienbäume über die Jahre recht gut mit der Situation arrangiert.

Seit Auftreten der Miniermotte sind die Bäume vermehrt gestresst, jedoch im Bestand nicht akut gefährdet.

Die Verwaltung hat als eine Maßnahme gegen die Miniermotte Kastanienblätter mit einer Gießsung besprüht und das Engagement von Bürgern und Institutionen zur Beseitigung des Laubes unterstützt, welches als geeignetes Mittel gilt, den Mottenbestand einzudämmen.

Leider waren beide Maßnahmen nicht so erfolgreich, wie man es sich gewünscht hätte.

 

Bundesweit wird beobachtet, dass die Kastanien seit ein paar Jahren von Bakterien befallen werden, gegen die es bisher kein Mittel gibt. Dabei handelt es sich insbesondere um den Erreger „Pseudomonas syringae pv. Aesculi“. Im Verdacht steht auch der Erreger „Phytophthora ssp. Die Erreger bringen die vorgeschädigten Kastanien in relativ kurzer Zeit zum Absterben.

Daher mussten im Winter 2016/2017 rd. 30 Bäume gefällt werden. Aktuell sind 3 bis 4 Bäume zur Fällung vorgesehen, da hier gleichfalls nichts mehr gerettet werden kann und die Verkehrssicherheit auf den Deichen zu gewährleisten ist.

 

Auf die Frage von Frau Schrader, die bei Laubkehraktionen mithalf, ob alle Bemühungen umsonst gewesen seien, erläutert die Verwaltung, dass am hilfreichsten die vollständige Beseitigung und Vernichtung es Laubes sei, was jedoch angesichts der zahlreichen Bäume personell und finanziell nicht machbar sei. Die Aktionen seien schon zur Stärkung der Vitalität der Bäume sinnvoll gewesen.

 

Herr Range regt an, Bodenproben zu nehmen und untersuchen zu lassen und danach geeignete bodenverbessernde Maßnahmen vorzunehmen. Der Erhalt der Kastanienbäume ist aus vielen Gründen wichtig, auch schon allein wegen ihrer besonderen Blattform, Blütenkronen und Früchte. Da das Bakterium mit seiner schädlichen Wirkung auf die Kastanienbäume ein bundesweites Problem sei, solle die Verwaltung Kontakt mit Instituten und Unis (bspw. in Hohenheim, Göttingen, Hamburg) aufnehmen, um den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu ermitteln, um frühzeitig bei neuen Erkenntnissen eingebunden zu sein und um ggfs. die Celler Kastanienallee als Forschungsobjekt für wissenschaftliche Untersuchungen anzubieten.

 

Stadtbaurat Kinder merkt an, dass die Verwaltung im Austausch mit Kollegen verschiedener Städte steht. Derzeit wird voraussichtlich ein Großteil der Bäume nicht zu retten zu sein.

Die Verwaltung ist offen für Baumpatenschaften und für bürgerliches Engagement zum Erhalt der Kastanien und Förderung ihrer Vitalität.

 

Der Ausschuss empfiehlt mit einer Ergänzung die o.g. Beschlussvorlage einstimmig wie folgt:

 

Auf die Einladung des Sachverständigen Hans Gugel, Ihringen, wird verzichtet. Der Antrag ist inhaltlich behandelt und formal erledigt. Die Verwaltung wird jedoch die Anregungen von Herrn Range weiter verfolgen und Universitäten nach dem wissenschaftlichen Forschungsstand befragen.

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage