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ALLRIS - Auszug

08.06.2017 - 3 Stadtumbau West Allerinsel - Fortschreibung des...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Der Ausschussvorsitzende begrüßt Herrn Boberg.

 

Herr Boberg erläutert die aktuelle Konzeption der Fortschreibung des Rahmenplans für die Entwicklung der Allerinsel. 2010 wurde der erste Rahmenplan für das ca. 25 ha große Sanierungsgebiet vom Rat der Stadt Celle beschlossen. Seitdem sind eine Reihe von Rahmenbedingungen dazu gekommen, welche eine Überarbeitung des Rahmenplans erfordern:

 

Die Hochwasserschutzmaßnahmen erfordern mehr Flächen,

das Sanierungsgebiet wurde angepasst,

ein Gewerbebetrieb beabsichtigt seinen Standort auf der Allerinsel auszubauen,

das Gebäude Hafen 21 wurde weiter westlich als im Rahmenplan vorgesehen errichtet,

ein örtlicher Betrieb hat den Bedarf für einen Bürostandort angekündigt

und ein möglicher Ausbau der Theo-Wilkens-Halle wurde berücksichtigt.

 

Hinzu kommen Fragen des Schallschutzes durch Geräuschquellen innerhalb und außerhalb des Planungsgebiets.

 

Nach dem überarbeiteten Rahmenplan wird es zu einer flächenmäßigen Reduktion der Festwiese auf der Allerinsel von 23.900 m² auf 20.000 m² kommen. Diese soll durch weitere Maßnahmen (Parken von Zugmaschinen auf einem separaten Parkplatz) soweit möglich kompensiert werden. Damit kann die Festwiese an ihrem heutigen Standort verbleiben und muss nicht wie im Rahmenplan von 2010 vorgesehen in den westlichen Teil der Allerinsel verlagert werden. Die näheren Rahmenbedingungen werden mit den Schützenvereinen noch im Detail abgestimmt, die Vorgespräche hierzu verliefen positiv.

 

r die Zufahrt auf die Allerinsel aus Richtung Neumarkt/Weißer Wall wurden drei Varianten geprüft, wobei eine Vorzugsvariante ausgearbeitet wurde, die einen möglichst effizienten Umgang mit den verfügbaren Flächen ermöglicht. Diese liegt weiter östlich als die derzeitige Straßenführung.

 

Zudem wird die Errichtung eines Spielplatzes im Nordosten der Allerinsel empfohlen.

 

Weiterhin soll eine Brücke die Verbindung vom Hafen zur Speicherstraße ermöglichen, welche für Fußnger und Fahrradfahrer ausgelegt werden soll. Im Bereich der Speicherstraße hat zudem ein privater Investor Pläne für eine Wohnbauentwicklung vorgelegt, welche zusammen mit den Planungen auf der Allerinsel ca. 520 Wohneinheiten schaffen wird. Herr Boberg empfiehlt, ab dem zweiten Bauabschnitt auf der Allerinsel eine Quote von 15% gerderten Wohnungsbau durch den Rat der Stadt Celle vorzusehen.

 

Westlich der Festwiese soll ein Bürogebäude errichtet werden, welches gleichzeitig als Puffer für lärmintensive Nutzungen fungiert. Ein vergleichbares Gebäude soll auch im Südwesten der Wohnbebauung hin zu dem verbleibenden Gewerbebetrieb errichtet werden.

 

Die SPD-Fraktion begrüßt das vorgelegte Konzept hinsichtlich der Vereinbarkeit von Wohnen, Gewerbe und Festwiese.

 

Von Seiten der Fraktion „Die Unabhängigen“ wurde die Frage von entfallenden Stellplätzen thematisiert, wobei der Stadtbaurat insbesondere für den Fall von Schützenfesten empfiehlt, durch organisatorische Maßnahmen (Park & Ride Parkplätze, Shuttleservice) die Frage anzugehen.

 

Die Fraktion B90/Die Grünen merkt an, dass angesichts der hohen Entwicklungskosten sehr hohe Kosten für Stellplätze entstehen würden, wenn dafür auf Wohnnutzungen verzichtet werden müsse.

 

Die CDU-Fraktion wies auf mögliche Konfliktpotentiale der unterschiedlichen Nutzungen hin, welche durch die Verwendung der zukünftigen Baugebietskategorie „Urbanes Gebiet“ entstehen können. Der Stadtbaurat betonte für diesen Fall die Bedeutung innenstadtnahen Wohnens, welches sich durch eine höhere Dichte unterschiedlicher Nutzungen auszeichnet.

 

Die Ebenfalls von der CDU-Fraktion geäerte Frage zur Möglichkeit ein Parkhaus im Nordöstlichen Bereich der Allerinsel zu errichten, wurde durch Herrn Boberg dadurch beantwortet, dass Ausweichtendenzen hin zu gebührenfreien Parkplätzen zu erwarten seien, zudem seien Parkhäuser städtebaulich wenig attraktiv für die Eingangssituation auf die Allerinsel.

 

Zuletzt bat die Fraktion B90/Die Grünen um eine Einschätzung, wann mit den Bauarbeiten im ersten Bauabschnitt zu rechnen sei. Der Stadtbaurat teilte hierzu mit, dass die Erschließungsmaßnahmen abgeschlossen sind. Derzeit werde die erneute Auslegung der Bebauungsplanung vorbereitet, nach deren Abschluss die Bauvorhaben beantragt und genehmigt werden sollen. Gleichzeitig werden die Vertragsunterlagen für die detaillierten Regelungen mit den Investoren ausgehandelt. Mit einem Baubeginn ist damit im Jahr 2018 zu rechnen.

 

Das weitere Verfahren zur Überarbeitung des Rahmenplans für die Allerinsel sieht eine Beteiligung der Öffentlichkeit, sowie einen Ratsbeschluss im Herbst vor. 

 

Die Präsentation zum Vortrag ist dem Protokoll angefügt.

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