05.09.2017 - 3 Hallenbelegung im Celler Stadtgebiet
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Sportausschusses
- Gremium:
- Sportausschuss
- Datum:
- Di., 05.09.2017
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- 50.3 Sport
- Ziele:
- Erhalt des bürgerschaftlichen Engagements; Anpassung der Infrastruktur an die Bedürfnisse des Breiten- und Leistungssports
Wortprotokoll
Die Verwaltung erläutert die Vorlage und stellt insbesondere dar, dass trotz des Ausfalls der Burghalle I bis voraussichtlich 09/2019 und unter Einrechnung von Hallenzeiten zur Kompensation der Nordwallhalle, ausreichend Hallenflächen für den Sport in Celle zur Verfügung stehen.
Der Antrag von Ratsfrau Kohnert auf eine Sitzungsunterbrechung im Anschluss an die Behandlung des Tagesordnungspunktes, um Vertreter des MTVE Celle aus dem Zuhörerkreis dazu zu Wort kommen zu lassen, wird einstimmig angenommen.
Ratsfrau Kohnert bemängelt die aus Ihrer Sicht mangelnde Transparenz, mit der der MTVE und die Öffentlichkeit bisher an dem Thema beteiligt wurden.
Da es eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des MTVE und der Verwaltung gibt, die Kompensationsmöglichkeiten prüft und bisher lediglich Zwischenstände vorliegen, hält Oberbürgermeister Dr. Nigge die Kritik für ungerechtfertigt. Die Verwaltung würde immer dann, wenn es valide Informationen gäbe, diese auch transparent darstellen.
Oberbürgermeister Dr. Nigge bezieht sich auf die aufgezeigten Kompensationsmöglichkeiten und bekräftigt, dass es bei einem etwaigen Abriss der Nordwallhalle weder qualitativ noch quantitativ zu Verschlechterungen für den MTVE kommen soll.
Der MTVE würde zur Kompensation bei einem Abriss bevorzugten Zugriff auf freie Hallenzeiten erhalten. Auf wie viele Hallen sich dies erstreckt, steht derzeit noch nicht fest.
Ohne Berücksichtigung der Wochenenden gebe es derzeit 131 freie Hallenstunden.
Die Verwaltung sieht daher derzeit keinen Bedarf nach einer neuen Halle.
Auf Nachfrage des beratenden Ausschussmitglieds Sohnemann vom KSB bestätigt der Fachdienstleiter „Jugendarbeit, Sport“ Nothdurft, dass die freien Hallenzeiten auch mit den Meldungen der Vereine abgeglichen sind.
Die Notwendigkeit eines Ersatzes der Nordwallhalle wird im Anschluss kontrovers diskutiert.
Die SPD-Fraktion hält den Ersatz der Halle und das Angebot von Gymnastikräumen für erforderlich.
Bevor über Baumaßnahmen nachgedacht wird, sollen nach Auffassung der Verwaltung, wie im Sportentwicklungsplan unter 8.5.1 gefordert, primär Optimierungsmöglichkeiten im Bereich des Sportstättenmanagements in Anspruch genommen werden. Fachdienstleiter „Jugendarbeit, Sport“ Nothdurft, berichtet dazu über die laufende Einführung einer entsprechenden Sportmanagementsoftware. Diese wird es unter anderem auch ermöglichen, die Hallenbelegung im Internet transparent darzustellen, um so eine Selbstregulierung der Vereine zu fördern.
Das beratende Ausschussmitglied Hagos begrüßt Optimierungsmaßnahmen als ersten, sinnvollen Schritt.
Ratsherr Dr. Rodenwaldt hält auch weiterhin eine erstligataugliche Halle in Celle für erforderlich.
Oberbürgermeister Dr. Nigge rechnet dafür mit Gesamtkosten im zweistelligen Millionenbereich, was sich die Stadt unter Berücksichtigung der Auflagen der Kommunalaufsicht derzeit nicht leisten kann. Ratsherr Dr. Rodenwaldt erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass sich noch andere Kostenträger daran beteiligen würden.
Der Ausschussvorsitzende Ehlers merkt dazu an, dass eine bundeligataugliche 3-Feldhalle den Celler Sportlern trotz Millionenkosten keine zusätzliche Sportfläche bringen würde.
Schließlich appelliert Oberbürgermeister Dr. Nigge an alle Beteiligten, gemeinsam mit der Verwaltung daran mitzuwirken, den Sport gemeinschaftlich im Rahmen des Machbaren zu gestalten, damit nicht irgendwann die Kommunalaufsicht diktieren kann, was im Celler Sport geschieht. Zu hinterfragen sei deshalb auch die Höhe der Subventionierung des Sports in Celle im Vergleich zu anderen Städten.
Der Ausschussvorsitzende Ehlers und Ratsfrau Fündeling weisen darauf hin, dass die aktuelle Hallenbelegungsdiskussion nur eine Übergangslösung sei. Nach Fertigstellung der Burghalle I müsse die Situation neu bewertet werden. Das Ausweichen auf andere Sporthallen und die Verschiebung von Zeiten seien sicherlich zu Beginn ungewohnt. Allerdings müsse dies bei gutem Willen aller Beteiligten zu bewältigen sein.
Ratsfrau Schrader weist darauf hin, dass alle Vereine nach dem Brand der Burghalle bereits bewiesen hätten, dass sie bereit sind, zusammenzurücken. Sie fragt sich aber, warum die Kalthalle nicht in der Mitteilungsvorlage erwähnt ist?
Der Ausschussvorsitzende Ehlers verweist in diesem Zusammenhang auf die nachrangige Priorität der Kalthalle im Sportentwicklungsplan.
Das beratende Mitglied Herr Sohnemann vom KSB fragt nach, ob es keine leerstehende Industriehalle gebe, die man als Übergangslösung dafür nutzen könnte?
Der Oberbürgermeister Dr. Nigge hält dies für einen interessanten Vorschlag und erwähnt als lobendes Beispiel für Ideen zur weiteren Entspannung der Hallenlage die Errichtung eines Soccer Courts durch den SC Wietzenbruch.
Im Anschluss an die Behandlung des Tagesordnungspunktes 3 findet die beantragte Sitzungsunterbrechung von 17:30 – 17:41 Uhr statt.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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206,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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555,2 kB
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