22.11.2017 - 4 Antrag der FDP-Fraktion AN/0215/17 "Präsentatio...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Kulturausschusses
- Gremium:
- Kulturausschuss
- Datum:
- Mi., 22.11.2017
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Dezernat III
Wortprotokoll
Ratsherr Range gibt bekannt, dass sich die FDP-Fraktion in den Celler Museen, darunter natürlich auch im Garnison-Museum, umgesehen habe. Er erläutert den Antrag Nr. AN/0215/17 und verdeutlicht, dass der Celler Garnison-Museum e.V. eine Vielzahl von Exponaten besitze, die in den vorhandenen Räumlichkeiten in der Hafenstraße beengt präsentiert werden. Eine zeitgemäße museumsdidaktische Darstellung der Bedeutung des Militärs für das gesellschaftliche Leben in Celle sei z.Zt. nicht möglich. Darüber hinaus enthalte die überaus große Sammlung sehr viele Exponate über den 2. Weltkrieg. Daher sei eine Überprüfung, ob die Präsentation des Celler Garnison-Museum e.V. nach heutigen Maßstäben noch angemessen und zeitgemäß sei, erfolgt. Die vom Historiker Arne Homann 2013 für das Bomann-Museum gefertigte Studie zur Neukonzeption des Celler Garnison-Museums halte sie für sehr gut. In einem zweiten Schritt müsste man nun nach Mitteln und Wegen suchen, um dieses schlüssige Konzept umzusetzen. Sie regt an, eine zeitgemäße Präsentation mit Hilfe eines kostengünstigeren Volontärs umsetzen zu lassen.
FDL Dr. Meiners verdeutlicht, dass die 2013 vom Historiker Arno Homann gefertigte Studie zur Neukonzeption des Celler Garnison-Museums überall, also auch am Standort Hafenstraße, realisierbar sei. Eine verantwortungsvolle Präsentation würde auch wirtschafts- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge aufzeigen. Kulturdezernentin McDowell weist darauf hin, dass Celle mit seiner 400-jährigen Geschichte als Militärstandort zu den ältesten Garnisonsstädten Deutschlands zähle und unterstreicht die aufgrund dieser Tradition entstandene hohe Bedeutung des Militärwesens im Bewusstsein der Celler Bevölkerung.
Auf einhelligen Wunsch der Ausschussmitglieder erteilt Ausschussvorsitzender Zobel dem 1. Vorsitzenden des Celler Garnison-Museum e.V., Herrn Heiko Wolff, das Wort.
Herr Wolff berichtet, dass sich der Verein 1981 gegründet habe. Von damals ca. 100 Personen sei die Zahl der Mitglieder mittlerweile auf 40 gesunken, von denen nur noch sechs Personen Aufsichts- oder Führungstätigkeiten wahrnehmen können. Herr Wolff bedauert, dass das Garnison-Museum dem Grunde nach nur eine Sammlung sei, deren Bedeutung und deren historischer Hintergrund sich dem Besucher nicht erschließen würden. Er würde sich freuen, wenn das Garnison-Museum besser präsentiert werden könnte und wünscht sich eine Zukunftsperspektive.
Die Frage des Ausschussvorsitzenden, ob es Möglichkeiten für Sonderausstellungen gäbe, bejaht Dr. Meiners unter dem Hinweis auf die 2015 von einem Militärhistoriker kuratierte Ausstellung „200 Jahre Waterloo“. Ratsherr Range regt an, zu sondieren, ob Fördermittel der Bundesregierung aufgrund Celles Status als älteste Garnisonstadt Deutschlands akquiriert werden könnten.
Abschließend bedauert Ausschussvorsitzender Zobel, dass sich aufgrund der defizitären Haushaltslage der Stadt Celle 2018 und 2019 keine Lösung abzeichnen werde.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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58,7 kB
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