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ALLRIS - Auszug

13.11.2019 - 5 Antrag der SPD-Fraktion "Konsequente Umsetzung ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Die SPD-Fraktion erläutert ihren Antrag. Schwerpunkt dieser Anfrage seien die Bereiche Pflege und Gastronomie, hier insbesondere sexuelle Belästigung sowie als zweiter Schwerpunkt die psychologische Belastung am Arbeitsplatz.

 

Herr Faber erläutert, dass die Verwaltung bestrebt ist, die Wirtschaft über die anwesenden beratenden Vertreter/innen aus Wirtschaftsverbänden zu sensibilisieren. Frau Ostler erklärt für den DEHOGA, dass diese Aspekte wichtig seien und bereits Berücksichtigung im Tagesgeschäft finden. Allerdings sei es in der Praxis schwierig, entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen, da die Betroffenen von sich aus aktiv werden und sich ggf. offenbaren müssten.

 

Herr Dr. Mercier stellt fest, dass der Krankenstand in der Stadtverwaltung recht hoch sei, ein Grund hierfür der Politik jedoch nicht bekannt sei. Die Verwaltung erklärt dazu, dass in die Statistik der Verwaltung die Krankentage einfließen, und nicht die Arbeitstage. Weitere Gründe seien der hohe Altersdurchschnitt und die damit einhergehende tendenziell abnehmende Belastbarkeit sowie die permanent steigenden Anforderungen an die Verwaltung von außen. Tendenziell nimmt die Zahl der Krankentage aber ab. Die Verwaltung habe hierzu u.a. eine Schulung der Führungskräfte durchgeführt sowie das Fachteam AsBPeGT (Arbeitsschutz, Brandschutz, Personalentwicklung, Gesundheitsmanagement Team) eingerichtet. Die Verwaltung arbeite an Verbesserungen der Personalsituation.

 

Herr Dr. Bischoff merkt dazu an, dass früher Erkrankungen des Skelett- und Muskelapparates die Hauptursaschen für Arbeitsunfähigkeit gewesen sei, sich das jedoch seit ca. 30 Jahren mehr und mehr in Richtung psychologischer Erkrankungen verschiebt und zurzeit bei ca. 50/50 liegt. Hier sei Vorsorge besonders wichtig. Eine Krankmeldung erfolgt in diesen Fällen erst, wenn „nichts mehr geht“, die Kommunikationsprobleme also zu groß geworden sind und „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“. Anstatt Hilfe anzubieten, werde allerdings häufig nur der Druck noch weiter erhöht.

 

Die SPD-Fraktion gibt zu bedenken, dass sich eine psychologische Erkrankung nicht an der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ablesen lässt, die Verwaltungen jedoch zunehmend mit Zusatzaufgaben belastet werden. Hier seien die Führungskräfte gefordert. Es stehe zu befürchten, dass dieses zunächst betriebswirtschaftliche Problem sich zu einem volkswirtschaftlichen entwickelt.

 

Die Vertreterin der DEHOGA merkt an, dass das ein Thema für Alle sei. Häufig entstehe die Belastung nicht (nur) vor Ort, sondern werde auch Stress aus dem privaten sozialen Umfeld/den Sozialen Medien mit in die Arbeit genommen.

 

Abschließend verweist die Verwaltung auf die Vorlage AN 0147/19-1.

Der Antrag wird als inhaltlich behandelt und formal erledigt betrachtet.

 

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Anlagen zur Vorlage