21.09.2021 - 5 Antrag der Ratsmitglieder Marks und Dr. Rodenwa...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Datum:
- Di., 21.09.2021
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 32 Allgemeine Ordnung
Wortprotokoll
Ratsfrau Schrader bedauert, dass dem vor längerer Zeit geäußerten Wunsch nach Einrichtung einer Beschwerdestelle in diesem Bereich nicht entsprochen wurde. Ihrer Meinung nach reicht es nicht aus, wenn städtische Mitarbeiter mit Kenntnissen im Verwaltungsrecht die Heimaufsicht durchführen. Heimaufsicht sollte darüber hinaus durch Mitarbeiter durchgeführt werden, die Kenntnisse im medizinischen/pflegerischen Bereich haben. Hier sollte die Stadt Celle durch eine Pflegekraft unterstützt werden.
Frau McDowell erklärt hierzu, dass es Regelungen zwischen der Heimaufsicht und Dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) gibt: Diese Regelungen sehen vor, dass alles, was die Überwachung der Pflege von Heimbewohnern geht, durch den MDK
geleistet wird. Die Heimaufsicht kümmert sich um die Rahmenbedingungen, wie z.B. Organisationsform, Pflegeschlüssel usw.
Wenn die Politik will, dass die Verwaltung auch den Pflegebereich prüft, müsste diese Struktur verändert werden. Frau McDowell schlägt vor, in einer der nächsten Sitzungen eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des MDK und/oder der Heimaufsicht einzuladen, um
von der Tätigkeit vor Ort zu berichten.
Auf die Bitte von Ratsfrau Schrader, die Heimaufsicht um eine Fachkraft aus dem Pflegebereich aufzustocken, da Personen mit fachlicher Ausbildung Missstände besser erkennen können als Verwaltungskräfte oder Familienangehörige, weist Frau McDowell nochmals darauf hin, dass die Pflegequalität bereits durch den MDK geprüft wird, und die Stadt Celle nicht zuständig ist. Sollte eine zusätzliche Prüfung in diesem Bereich auch noch durch einen Mitarbeiter der Heimaufsicht erfolgen, würde es zu Doppelstrukturen kommen, die abschließend zu Verwirrungen führen werden.
Ratsfrau Tekes teilt mit, dass ihre Fraktion den Beschlussvorschlag ablehnt. Die Politik muss
sich dafür einsetzen, dass im Bereich der Heimaufsicht mehr getan wird.
Ratsherr Didschies regt an, den Antrag in dieser Wahlperiode zurückzustellen. Mit Hinweis auf den Stellenplan der Verwaltung kann seiner Meinung nach zum jetzigen Zeitpunkt keine zusätzliche Stelle gefordert werden.
Abschließend beschließt der Ausschuss für Soziales und Integration einstimmig, den Beschlussvorschlag zu ändern und formuliert folgenden Beschlussvorschlag neu:
„Der Ausschuss für Soziales und Integration lehnt den Antrag der Ratsmitglieder Marks und Dr. Rodenwaldt „Einrichtung einer Vollzeitstelle für den Bereich der Heimaufsicht Celle“ ab und bittet die Verwaltung gleichzeitig darum, in einer der nächsten Sitzungen ggf. unter Hinzuziehung von Mitarbeitern des MDK sowie der Heimaufsicht über die aktuelle Arbeit zu berichten.“
Der erweiterte Beschlussvorschlag wird einstimmig angenommen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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40,9 kB
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