14.10.2021 - 25 Bebauungsplan Nr. 165 GrH "Wohngebiet nördlich ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 25
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Celle
- Gremium:
- Rat der Stadt Celle
- Datum:
- Do., 14.10.2021
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 63.3 Stadtplanung
- Ziele:
- Erfüllung der Aufgaben als Oberzentrum
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Beigeordneter Zobel erklärt, dass man bezüglich der Klimapolitik nicht nur Sonntagsreden halten dürfe und in der Woche werden dann fleißig Baugrundstücke ausgewiesen. Wie solle man da eine vernünftige Position zum Klimawandel vertreten, wenn so viele Flächen versiegelt werden. Man sollte Flächen maßvoller ausweisen und sich stringent am Wohnraumversorgungskonzept orientieren. Hier werde am Bedarf vorbeigeplant und diese Planung sei aus ökologischen Gründen falsch. Deshalb werde hier nicht zugestimmt.
Ratsherr Müller weist auf eine Aussage von Greta Thunberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hin „I want you to panic“; diesbezüglich wandte sich die junge Frau im Jahr 2019 an die Verantwortlichen der weltgrößten Konzerne. Ratsherr Müller betont, diese Aufforderung gelte auch für die hiesigen Akteure. Leider wollen der Oberbürgermeister und die Mehrheit im Rat nichts davon wissen. Man plane und genehmige weitere Baugebiete ohne jegliches Zukunftskonzept. Neubaugebiete seien nur dann vertretbar, wenn sie u. a. mit Auflagen hinsichtlich der CO2-freien Energieversorgung verbunden sind. Leider sei von alledem in der Verwaltungsvorlage nichts zu lesen. Bei diesen Energiepreisentwicklungen sei kurzfristiges Denken nicht angebracht. Er sei enttäuscht, dass im Rat immer so gehandelt werde, dabei müsse man an die nächsten Generationen und deren Zukunft denken. Er schließt mit den Worten von Greta Thunberg „I want you to act. I want you to behave like our house is on fire. Because it is.“ („Ich möchte, dass Sie handeln. Ich möchte, dass Sie sich verhalten, als würde unser Haus brennen. Und zwar: Weil es so ist.“).
Ratsherr Dr. Hörstmann erklärt, dass die Befürworter von neuen Baugebieten immer von denselben Akteuren Prügel beziehen würden. Natürlich müsse man darauf achten, dass nicht zu viel versiegelt und dem Klimaschutz hinreichend Rechnung getragen wird. Er sei sicher, dass die Verwaltung darauf achten werde. Bezüglich des sozialen Wohnungsbaues könne nicht alles auf einmal geleistet werden, das brauche Zeit. Ziel müsse es sein, Familien nach Celle zu holen, solch ein Ansinnen könne man der nächsten Generation durchaus vermitteln.
Ratsherr Rentsch trägt vor, dass bei dem Thema Wohnraum immer dieselben Meinungen auftauchen würden. Man wolle in Celle alle Varianten bauen und möglichst für alle Interessenten etwas anbieten. Bezüglich des Wohnraumversorgungskonzeptes übe er Kritik, denn hier gehe es zu langsam voran. Man müsse mehr dafür tun (siehe die Entwicklungen in Neuenhäusen oder auf der Allerinsel). Die SPD-Fraktion wolle das ganze Paket anbieten, jeder einzelne solle dann entscheiden, wie er wohnen will. Man werde beiden Vorlagen (TOP 25 und 26) zustimmen.
Ratsherr Biermann betont, dass man keine Greta Thunberg und kein Weltuntergangsszenario brauche, um sinnvolle Planungen auf den Weg zu bringen. Seit Jahren plädiere er dafür, dass sich die Stadt durch Planungen an der Randlage nicht weiter ausdehnt, sondern dass im Innenbereich mehr entwickelt wird. Doch bisher sei nichts passiert (siehe Stadtwerke-Areal, Hohe Wende und Nordwall). Die AfD-Fraktion werde beide Vorlagen (TOP 25 und 26) ablehnen.
Ratsherr Fuchs betont, dass Celle was anbieten müsse, damit Familien sich ansiedeln. Dazu gebe es schon viele Hinterhofbebauungen. Beim Betonwerk gebe es womöglich Altlasten; diese Missstände würde man jetzt untersuchen und ggf. abhelfen. Weiterhin sei geplant, ein Altenwohnheim mit betreutem Wohnen zu bauen. Seit Jahren habe man versucht, solch eine Einrichtung in Groß Hehlen zu realisieren, denn viele Groß Hehlener wollen gerne in diesem Stadtteil wohnen bleiben. Die CDU-Fraktion werde beiden Vorlagen (TOP 25 und 26) zustimmen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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305,8 kB
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