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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0229/08

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

 

Im Rahmen von LICHTART Celle wird als weiteres Projekt die sog. Sprechenden Laternen umgesetzt.

 

Die „Sprechenden Laternen“ sind skulpturale Lichtobjekte, die in der Fußgängerzone der Innenstadt, Runde Straße an der Einmündung zur Poststraße aufgestellt werden.

Aus Anlass des Jubiläums „150 Jahre Gaslaterne“ in Celle 2007 wurde die Idee der Laternen entwickelt, die den Passanten Geschichten über die Stadt Celle erzählen.

 

Zur Gestaltung:

In Anlehnung an die klassische Form der mit Gas betriebenen „Straßenlaterne“ werden 5

unterschiedliche „Typen“ hergestellt.

D.h. auch wenn jede Laterne als solche klar erkennbar ist, weist jeder Typ gestalterische Charaktereigenschaften auf. So ist das Kind eine kleine Laterne, die Oma ist schon etwas gebeugt, der lange Lulatsch ein Stück größer als die anderen und die Perfekte schick und gerade und die Dicke deutlich breiter als die anderen der Gruppe.

 

Zur techn. Ausstattung:

 

- Licht:

Alle Laternen sind mit einer dimmbaren Lichteinheit und Lautsprechern ausgestattet. Zentral versorgt über eine Steuerung im Kellerraum eines benachbarten Gebäudes „sprechen“ die Laternen miteinander und zu den Besuchern gerichtet, das Licht ist lautstärkeabhängig geregelt und dient lediglich als optisches Signal für die jeweils „sprechende“ Laterne.

 

-Ton:

Alle „Laternen“ können einzeln und je nach Sequenz der Audiodateien auch parallel mit unterschiedlichen Audiosignalen versorgt werden, d. h. sie können beim Geschichteerzählen je nach Dialog nacheinander oder gleichzeitig sprechen. Auswahl und Reihenfolge der Geschichten erfolgt automatisiert nach dem eingeschränkten Zufallsprinzip (keine unmittelbare Wiederholung von Dateien), auch tageszeit- und jahreszeitabhängig.

Beispielsweise werden bestimmte Geschichten nur tagsüber, andere nur abends nach einer noch festzulegenden Uhrzeit abgespielt. Zur Adventszeit oder zu anderen Anlässen werden wiederum andere Sequenzen abgerufen.

Der Start der Geschichten erfolgt über den Impuls aus zwei in den Leuchten installierten Bewegungsmeldern.

 

- Live-Bespielung der Laternen per Funk:

Zwei Laternen erhalten jeweils ein Mikrofon, über das per Funk ein „live“ antwortender, aber versteckt positionierter Sprecher als Laterne antwortet. Diese Betriebsart wird über einen Schlüsselschalter eingeschaltet und wird in Betrieb genommen, ohne den Kellerraum betreten zu müssen. Mit dem Schlüsselschalter kann außerdem die gesamte Anlage abgeschaltet werden.

 

- Zweisprachigkeit (nachrüstbar):

Ein zweiter Schlüsselschalter dient dem Umschalten zwischen deutscher und englischer Sprache. Diese Funktion wird ausschließlich den Stadtführern zur Verfügung stehen und später nachgerüstet und ist nur nutzbar im Normal-, nicht im Funkbetrieb.

 

Zum Standort:

Es wurden mehrere Standorte in der Innenstadt überprüft.

 

Westcellertorstraße( Bereich der Fußgängerzone):

-          durch den zahlreichen Fußgängerverkehr ist die Straße recht lebhaft; das würde das Verstehen der Texte erschweren

-          gleichzeitig ist es hier durch den Verkehr im befahrbaren Bereich der Westcellertorstraße zu laut, um die Texte gut verstehen zu können

Großer Plan:

-          Der Platz sollte nicht mit weiteren festen Installationen belegt werden, da für die auf dem Platz stattfindenden Veranstaltungen eine größtmögliche Flexibilität der Platzmöblierung erhalten werden soll

Brandplatz:

-          hier stehen bereits die Leuchtbänke von Mariotti

-          ein weiteres Lichtobjekt sollte hier nicht stehen, damit nicht die Wirkung verloren geht und die Objekte nicht in Konkurrenz zueinander treten

Poststraße:

-          durch den zahlreichen Fußgängerverkehr ist die Straße recht lebhaft; das würde das Verstehen der Texte erschweren

-          der Straßenraum ist belegt mit Warenauslagen und Trafokästen

Rundestraße:

-          die Straße ist relativ ruhig, so dass die Texte gut zu verstehen sind

-          gleichzeitig liegt die Straße direkt an der Fußgängerzone und somit dennoch zentral

-          durch das zurückspringende Hoppener Haus haben die Laternen ausreichend Platz ohne zu dicht an das Denkmal zu rutschen und gleichzeitig die Rettungswege der Feuerwehr frei zuhalten.

 

Daher fiel die Wahl des Standortes auf die Runde Straße.

 

Die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober vorgesehen.

 

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