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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0362/09

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

 

 

a)      Seniorentreff – Anfrage der CDU-Fraktion Nr. 46/2009 -

 

Die CDU-Fraktion beantragt die Anregung des Seniorenbeirates auf Einrichtung eines Seniorentreffs zu überprüfen insbesondere im Hinblick darauf, ob sich das Café im Bomann-Museum zu einem solchen Seniorentreff erweitern lässt.

 

Derzeit haben Seniorinnen und Senioren in Celle die Möglichkeit, sich einer der rund 40 kirchlichen und allgemeinen Seniorengruppen, -kreisen oder – vereinen anzuschließen, die Veranstaltungen oder offene Treffs anbieten. Diese Angebote sind in dem „Ratgeber der Stadt Celle für Menschen ab 60 und mehr“ zusammengefasst, der z. Zt. überarbeitet und aktualisiert wird.

 

Darüber hinaus steht das Mehrgenerationenhaus als Veranstaltungsort und Treffpunkt zur Verfügung, und der Seniorenbeirat selbst lädt einmal monatlich zum offenen Sonntagnachmittag in die Seniorenbegegnungsstätte ein. Somit bietet sich Seniorinnen und Senioren eine Vielzahl von möglichen Treffpunkten; das Problem könnte in der mangelnden Bekanntheit liegen und wird sicherlich behoben sein, sobald der überarbeitete Ratgeber erscheint.

 

Auch die Zweigstelle der Stadtbibliothek am Lauensteinplatz spielt in diesem Angebot eine wichtige Rolle, da sie als offener Treffpunkt und für die regelmäßig stattfindenden Spielenachmittage von den Seniorinnen und Senioren sehr intensiv genutzt wird.

 

Eine Erweiterung des Cafés wird seitens der Verwaltung nicht befürwortet. Zum einen wird das Bomann-Museum in Kürze umgestaltet, was eine Schließung des Cafés am jetzigen Standort beinhaltet. Zum anderen wäre eine Erweiterung des Cafés zu Gunsten eines Seniorentreffs architektonisch nicht möglich, und es bestünde die Gefahr, dass andere Nutzer des Cafés ausgeschlossen und damit das Museum um einen Anziehungspunkt ärmer würde.

 

b)     Sachstandsbericht Bomann-Museum

 

Sämtliche Förderanträge bei potentiellen Geldgebern sind bis Juli 2009 gestellt worden. Mit den Bescheiden ist im Laufe der nächsten Wochen zu rechnen.

Seit Juni 2009 liegt ein zusammen mit dem Gestaltungsbüro HGB, Hannover, erarbeitetes komplettes Raumbuch des Bomann-Museums vor. Für sämtliche Räume ist ein Nutzungskonzept erarbeitet worden, das bereits detaillierte Aussagen über die Themenabfolge in den einzelnen Ausstellungssequenzen sowie erste Überlegungen zur Präsentation von Objekten enthält. In der Folgezeit sind die inhaltliche Bearbeitung unter Einbeziehung neuester Forschungsansätze sowie Objekt- und Archivrecherchen kontinuierlich weitergeführt worden.

Die Ausschreibung zur Suche eines Gestalterbüros ist in Planung.

 

 

c)      Stellenentwicklung im musealen Bereich

 

In der Kulturausschusssitzung vom 17.6.2009 überreichte die Verwaltung eine Aufstellung zur „Stellenentwicklung im musealen Bereich“. Es wurde gebeten, diese für eine Erörterung in der nächsten Kulturausschusssitzung vorzusehen.

 

 

 

 

 

d)     Zertifizierung des Bomann-Museums

 

Das Land Niedersachsen, der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung haben die Museumszertifizierung 2009 durchgeführt und das Bomann-Museum ist für seine qualitätvolle Museumsarbeit ausgezeichnet worden. Dabei kamen sämtliche Arbeitsbereiche des Museums, die zur Bewahrung des kulturellen Erbes notwendig sind, auf den Prüfstand. Entsprechende Standards waren 2006 vom Deutschen Museumsbund/ICOM Deutschland entwickelt worden. Die Registrierung gilt für 7 Jahre und muss dann erneuert werden.

 

 

 

e)      Zertifizierung der Stadtbibliothek

 

"Bibliothek mit Qualität und Siegel" ist eine Initiative des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der kommunalen Büchereizentrale Niedersachsen mit den Zielen:

             Entwicklung von Qualitätskriterien für Bibliotheken unterschiedlicher Größe  und Trägerschaft

 

             Breitere Verankerung des Themas Qualitätssicherung in Öffentlichen Bibliotheken

             Auszeichnung von besonders qualitätsbewusst arbeitenden Bibliotheken mit dem Qualitätssiegel

Für die Stadtbibliothek Celle gelten 49 Kriterien in den Kategorien:

  1. Ziele, Zielgruppen, Kooperationen
  2. Angebot, Service, Erreichbarkeit
  3. Kommunikation
  4. Organisation und Management
  5. Räume und Technik
  6. Personal

Es müssen mindestens 85 Punkte erreicht werden, möglich sind 110 Punkte, wobei die einzelnen Kriterien unterschiedlich gewichtet werden.

Die Stadtbibliothek wird im 2. Quartal 2010 zertifiziert.

 

 

f)       Landesausstellung zum 300-jährigen Jubiläum der britisch/hannoverschen Personalunion 1714/2014

 

Aus Anlass der 300. Wiederkehr des Beginns der Personalunion Hannovers mit Großbritannien plant das Land Niedersachsen für das Jahr 2014 eine umfassende Landesausstellung. Zentralort wird Hannover (vermutlich Herrenhausen) sein. Celle, Braunschweig und Wolfenbüttel werden als weitere, für die Welfengeschichte bedeutsame Orte mit „Satellitenausstellungen“ in das Gesamtprojekt eingebunden.

Das Residenzmuseum im Celler Schloss wird in diesem Rahmen eine Sonderausstellung präsentieren, die sich mit der Vorgeschichte der Personalunion (der Geschichte des Fürstentums Lüneburg und damit der Celler Residenzzeit) beschäftigt.

Für 2013 plant das Residenzmuseum, sozusagen als „glanzvolles Präludium“ – um bereits im Vorfeld den Blick der internationalen Öffentlichkeit auf Niedersachsen als „Welfenland“ zu lenken - eine Sonderausstellung über die Welfenpokale.

Zur Finanzierung: Die Finanzierung der Ausstellung 2014 ist als Teil der Gesamtfinanzierung der Landesausstellung vorgesehen. Auch für das Projekt 2013 (Welfenpokale) ist dies angestrebt, da es im Gesamtmarketing – so in den bisherigen Arbeitsgruppensitzungen der betreffenden Museumsdirektoren mit dem MWK entschieden -  als Teil der Landesausstellung angesehen wird.

Hier stehen jedoch noch die endgültige Entscheidung des Landes sowie Abstimmungsentscheidungen zwischen dem Land Niedersachsen und der Stadt Hannover aus, die Einfluss auf das Gesamtprojekt Landesausstellung haben werden.  

 

 

 

g)     Literaturfest Niedersachsen VGH-Stiftung

 

Auch zur 4.Auflage des Literaturfestes Niedersachsen wurde der Fachdienst Kultur eingeladen, um als örtlicher Ausrichter der Veranstaltungsreihe „Nacht“ zu fungieren.

Am 23.09.2009 zelebrierte Christian Quadflieg vor knapp 350 Zuhörern im ausverkauften Großen Festsaal „Träumereien“. Diese Lesung, bei der er kongenial von der Pianistin Gitti Pirner und dem Cellisten Reiner Ginzel umrahmt wurde, avancierte zu einer der schönsten und am besten besuchten Veranstaltungen des Literaturfestivals.

 

 

h)     Eine kleine Hofmusik 2009

 

Zu den  8 Veranstaltungen  (ein Konzert musste aus Witterungsgründen ausfallen) im Sommer 2009 konnten ca. 900 Besucher gezählt werden. Höhepunkte der Saison waren mit jeweils 150 Besuchern  der Auftritt eines Bläseroktetts im Schloss  und auch das Abschlusskonzert im Garten des „Capito“ am Heeseplatz . Sowohl das  Ambiente wie auch das Musikprogramm der letzten Veranstaltung veranlasste den CZ-Rezensenten sogar zu der Feststellung  „Die Hofmusiken sind und bleiben eine Erfolgsgeschichte“.

 

 

i)        Kommission „Kunst im öffentlichen Raum“

 

Der Empfehlung des Kulturausschusses vom 20.11.2008 entsprechend hat die Verwaltung eine Kommission gebildet, die sich mit Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzt. Diese besteht aus Robert Simon, Dietrich Klatt und verwaltungsseitig der  Fachbereichsleitung Kultur. Die Kommission hat ihre Arbeit aufgenommen. Nach einer Bestandsaufnahme, die durch Dietrich Klatts Buch „Kunst – Wege zu Plastiken, Skulpturen und Denkmälern im öffentlichen Raum der Stadt Celle deutlich erleichtert wurde, folgen nun Überlegungen, wo im Celler Stadtgebiet sich unter künstlerischen Gesichtspunkten noch Standorte für die Installation von Kunst im öffentlichen Raum anbieten. Dabei wird auch der Bereich außerhalb der unmittelbaren Innenstadt Berücksichtigung finden.

Der Ausschuss wird weiterhin über die Arbeit der Kommission unterrichtet.

 

 

j)        Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für das Residenzmuseum

 

Das Residenzmuseum im Celler Schloss ist soeben mit dem Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden. Weitere Preise gingen an das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen und an die Städtische Galerie Wolfsburg. Mit dem Museumspreis zeichnet die Niedersächsische Sparkassenstiftung alle zwei Jahre Museen im Land aus, die Vorbildliches auf dem Feld der Museumsarbeit geleistet haben und mit ihrer Arbeit anderen Einrichtungen als beispielhaft vorgestellt werden können. ER zeichnet Häuser aus, bei denen die Balance zwischen historischer Rückschau und Auseinandersetzung mit der Geschichte als Herausforderung für die Gegenwart und Zukunft praktisch umgesetzt wird. Er wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Die Vergabe des Preises ist darüber hinaus daran gebunden, „dass alle klassischen Kernaufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen und Dokumentieren, Ausstellen und Vermitteln – gleichwertig ernst genommen und in der Arbeit nach innen wie nach außen sichtbar zukunftsorientiert wahrgenommen werden“.

 

Das Residenzmuseum im Celler Schloss wird „für seine Entwicklung zu einem landesgeschichtlichen Zentrum mit lebendiger Präsentation der Geschichte des Königreichs Hannover und der Welfen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert am authentischen Ort“ ausgezeichnet. Das Museum wird mit 12.500 Euro prämiert. Die Preisvergaben finden im Januar statt.

 

 

k)      Besuch der wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen

 

Am 20.8.2009 besuchte die Arbeitsgruppe des WKN  die Celler Museen, um sich einen  Eindruck von den laufenden Forschungsprojekten zu machen.

Dr. Jochen Meiners und  Dr. Andrea Hauser von der Universität Oldenburg erläuterten das Kooperationsprojekt des Bomann-Museums mit der Universität Oldenburg, dem Museumsdorf Hösseringen, dem Museum für das Fürstentum Lüneburg und dem Rundlingsdorf Wendlandhof zur Erforschung der „Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland.“ Die Untersuchungsergebnisse zu der Frage, ob die Region eine historisch und regional geschlossene Trachtenlandschaft war, werden publiziert und in mehreren Ausstellungen visualisiert.

Juliane Schmieglitz-Otten berichtete für das Residenzmuseum über den Erwerb von drei  silbervergoldeten Huldigungspokalen aus dem Besitz des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg auf einer Auktion in Paris (Sammlung Yves Saint Laurent und Pierre Bergé). Anhand der nach 300 Jahren an ihren  Bestimmungsort zurückgekehrten Exponate sind vertiefende Forschungen zum barocken Tafelzeremoniell und zur herrschaftlichen Selbstinszenierung geplant, die in ein Ausstellungsprojekt einfließen werden.

Der künstlerische Leiter Robert Simon stellte im Kunstmuseum Celle das erste Lichtkunstbuch für Kinder vor. Die Publikation zeigt die Vielfalt des Lichtes als künstlerisches Material und seine praktische Anwendung in der Kunst. Zudem werden sämtliche Lichtkunstobjekte aus der Sammlung Robert Simon wissenschaftlich erfasst und anschließend publiziert.

 

 

 

 

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