Mitteilungsvorlage - BV/0005/05
Grunddaten
- Betreff:
-
Förderung der Bildung in den Kindertagesstätten und Schulen - Antrag der CDU-Fraktion Nr. 31/2004
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Vorzimmer FB 4
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Anhörung
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08.02.2005
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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16.06.2005
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Sachverhalt:
Lernbenachteiligungen
haben vielfältige Ursachen und Ausprägungen. Schon während der Kindergartenzeit
wird aufgrund individueller und integrativer Konzepte versucht,
Lernbenachteiligungen einzuschränken. Aus diesem Grund sind im vergangenen Jahr
alle Mitarbeiterinnen unserer Kindertageseinrichtungen in 25stündigen Kursen
fortgebildet worden, um im Kindergartenalltag sprachfördernd tätig sein zu
können. Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen und Grund- und Hauptschulen
wurde intensiviert. Im November 2004 haben die genannten Schulen und die
Kindertageseinrichtungen aller Träger einen gemeinsam erarbeiteten
Kooperationskalender unterzeichnet. Dadurch sollen die Kinder verstärkt auf die
Schule vorbereitet und ihnen der Übergang in die Schule erleichtert werden. Vor
der Kindergartenzeit dient z. B. die Hausfrühförderung dazu, psychomotorische
und kognitive Fähigkeiten zu fördern. Während der Schulzeit dienen vor allem
die Förderangebote dazu, Lernbenachteiligungen auszugleichen, den Lernstoff zu
verarbeiten und den Anschluss an das Klassenniveau zu halten.
Die
Angebote der Erziehungshilfe und der Eingliederungshilfe für seelisch
Behinderte sind vielfältig. Bei Legasthenie und Dyskalkulie finanziert das
Jugendamt Trainingsangebote für lese-/rechtschreib- und rechenschwache
Schüler/-innen, soweit sie von einer seelischen Behinderung bedroht oder
betroffen sind (Finanzierung im Rahmen der Jugendhilfe 2004: 175.507,05 €
/ HhSt. 45600.76209). Schüler/-innen mit erheblichen Auffälligkeiten oder
erziehungsschwierigem Elternhaus werden durch die allgemeinen
Jugendhilfeangebote (sozialpädagogische Familienhilfe, Tagesgruppe,
Erziehungsbeistandschaft) betreuerisch versorgt. Teil dieser Hilfen ist immer
auch die individuelle Förderung in Bezug auf Schule. Insbesondere auf
schulische Anschlussfähigkeit sind die Schularbeitenbetreuung in den Stadtteilprojekten,
die sozialpädagogische Schülerhilfe und das Projekt „Schüler helfen
Schülern“ ausgerichtet. Die sozialpädagogische Schülerhilfe ermöglicht
den individuellen oder Gruppenkontakt bis maximal 3 Kinder 3 x wöchentlich.
Schwerpunkt ist hier über die Unterstützung in Bezug auf schulische
Fertigkeiten auch auf die sonstigen Schwierigkeiten hinzuwirken. 53 Kinder
werden von ausgebildeten Lehrkräften über die Stiftung Linerhaus versorgt
(Kosten: 191.324,15 € / HhSt. 45360.76411) und aus Mitteln der Jugendhilfe
gefördert.
Das
Projekt „Schüler helfen Schülern“ ist ein Projekt des Verbundes
sozialtherapeutischer Einrichtungen e. V., in dem unter Anleitung einer
pädagogischen Fachkraft Schüler/-innen der höheren allgemeinbildenden Schulen
an Grund- und Hauptschulen bis Klasse 6 Nachhilfe erteilen und ein
gruppenpädagogisches Angebot anbieten. „Schüler helfen Schülern“
werden im Rahmen des Sozialraumbudgets finanziert.
Über
100 Kinder werden täglich in den Stadtteilprojekten betreut und erledigen dort
ihre Hausaufgaben unter Anleitung.
Die
Hilfeangebote werden 2005 bezüglich ihres Erfolges evaluiert werden.
Darüber
hinaus hat die Schulsozialarbeit, die an den 6 Hauptschulen in Celle
installiert ist, die Aufgabe, Lernbenachteiligungen auszugleichen, um einen Regelabschluss
zu erreichen. Kosten aus Mitteln der Stadt Celle:15.219,49 € (nur
Sachkosten bei HhSt. 45210.59140).
Insgesamt
werden über die Schulsozialarbeit ca. 50 Hauptschüler/-innen bei der Erledigung
der Hausaufgaben unterstützt.
Mit
den Projekten der Jugendberufshilfe Pro-Aktiv-Center (PACE) und RAN mit drei
vollen Stellen arbeiten Stadt und Landkreis Celle gemeinsam mit der Agentur für
Arbeit an Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Für Jugendliche
ohne Perspektive stehen darüber hinaus in der Jugendwerkstatt Altenhagen 20 Plätze
und im Café Frau Amboss 6 Plätze zur Verfügung.
