Beschlussvorlage - BV/0279/11
Grunddaten
- Betreff:
-
Handelsorientierte Attraktivitätssteigerung der Innenstadt
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Vorzimmer 1. SR
- Zuständigkeit:
- (Dr. Susanne Schmitt)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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●
Geplant
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Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
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Vorberatung
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08.06.2011
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Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing empfiehlt die Konkretisierung beider Projekte und erbittet einen Bericht über deren Realisierbarkeit in einer der nächsten Ausschusssitzungen. Sollte die Realisierung der Projekte mit Kosten für die Stadt verbunden sein, dann ergeht ein gesonderter Beschluss.
Sachverhalt:
Konzeptionelle Ansätze für Nord-Quartier Schuhstraße/Brandplatz
Zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Verbesserung der Handelssituation in der Schuhstraße führte die Wirtschaftsförderung Gespräche mit Anwohnern und Gewerbetreibenden, die in Verantwortung für ihr Wohn- und Gewerbequartier mithelfen wollen, Missstände zu beseitigen, Ideen zum Allgemeinwohl des Quartiers zu entwickeln und bereit sind, mit eigenen finanziellen Mittel dazu beitragen, den Standort Schuhstraße zu beleben. Die Arbeitsgruppe Schuhstraße besteht aus Gewerbetreibenden der Gastronomie, des Einzelhandels, des Handwerks, des Beherbergungsgewerbes und der Anwohnerschaft. Diese Personen sind mit einer Ausnahme keine Mitglieder in einer Celler Innenstadtförderungsinitiative und wollen sich dort auch nicht engagieren.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage der überwiegenden Gewerbetreibenden wird zurzeit als gerade noch positiv eingeschätzt. Die beiden kleinen Cafes am Brandplatz beklagen einen Umsatzrückgang in 2011. Die Befragten glauben nicht, dass man bei dem Besuch der Schuhstraße von einem Einkaufserlebnis sprechen kann. Daher würden zusätzliche Impulse für das Quartier außerordentlich begrüßt.
Alle Akteure sind sich darüber einig, dass der Brandplatz eine wichtige Rolle bei der Schaffung eines Kundenerlebnisses/Kundenbindungsprogramms spielt. Als Ideen wurden angesprochen:
- Bänke laden zu einer längeren Verweildauer im Quartier ein. Es fehlen (mehr) Bänke auf dem Brandplatz und in der Schuhstraße.
- Attraktionen/Events zumindest im Sommerhalbjahr.
- Diverse Aktionen der Gewerbetreibenden.
- Der Brandplatz als idyllischer Biergarten in den Sommermonaten für Jedermann und kleinen Geldbeutel gestalten. Mit jeweils wechselnden Programmen für Jung und Alt. Gewerbetreibende können sich mit ihren Verkaufsaktionen in das Programm einbinden. Ein ortsansässiger Unternehmer würde als Veranstalter auftreten und das finanzielle Risiko übernehmen.
- Parkbuchten/Schuhstraße alle parallel zur Fahrbahn anlegen. Die schräg angelegten Buchten hemmen den Fußgängerfluss, weil viele geparkte Kfz. weit über der Parkbuchtbegrenzung stehen und somit massiv den ohnehin engen Fußweg weiter einengen.
- Begrünung in der Schuhstraße ist verbesserungswürdig.
Die Wirtschaftsförderung möchte Ideen und Wünsche der örtlichen Akteure aufgreifen. Im Fokus steht hierbei die behutsame Belebung des Brandplatzes, die auf die benachbarten Straßen ausstrahlen soll. Ein wesentliches Element soll im Sommerhalbjahr die Etablierung von kombinierten musikalischen und gastronomischen Events unter Einbeziehung von Verkaufsförderungsmaßnahmen stattfinden. Diese Events sollten in der Zeit von Mai September mindestens 1x im Monat zu den üblichen Ladenöffnungszeiten stattfinden. Bei Erfolg sollte eine Erweiterung auf einen zusätzlichen Wochentag erfolgen.
Mit einem derartigen konzeptionellen Ansatz könnte der Brandplatz zu einem beliebten Treffpunkt der Celler Bevölkerung und ihren Gästen werden. Die Kaufmannschaft kann innovativen Kundenbindungsprogrammen effektiv für ein Kauferlebnis im Quartier sorgen.
Die Wirtschaftsförderung möchte diese konzeptionellen Überlegungen konkretisieren und zur Umsetzungsreife zu entwickeln. Eine Umsetzung erster Maßnahmen wäre zum Frühjahr 2012 anzustreben.
Ideen-Wettbewerb zur einer an historischen Vorbildern angelehnten Begrünung der (Residenz-)Innenstadt
Der Einzelhandelsstandort Innenstadt könnte noch stärker vom Flair einer Residenzstadt profitieren. Dieses Potenzial zu stärken, ist Aufgabe des Stadtmarketings. Dabei ist das Stadtmarketing oftmals zunächst Impulsgeber, um dann partnerschaftlich verwaltungsintern und mit zu beteiligenden weiteren Akteuren Lösungen zu erarbeiten.
Überlegungen zur stärkeren Begrünung von Teilen der Innenstadt sind nicht neu, So gab es z.B. im zurückliegenden Planspiel Innenstadt und in den Frauns-Workshops vergleichbare Überlegungen. Gespräche der Wirtschaftsförderung mit Einzelhändlern haben in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls ein grundsätzliches Interesse ergeben.
Der Ideen-Wettbewerb ist folgendermaßen strukturiert: Historischen Vorbildern nachempfunden, so sollten die Gestaltungsvorschläge aussehen, die bei einer Umsetzung das Residenzflair der Stadt unterstreichen sollen.
Zielgruppen des Wettbewerbsaufrufs sind vor allem die Gärtnereibetriebe und Baumschulen in Celle. Aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, gerne aus der Innenstadt, können sich mit Vorschlägen beteiligen. Ebenfalls können sich soziale Einrichtungen beteiligen, die im Garten- und Landschaftsbau ausbilden.
Folgende Kriterien und Rahmenbedingungen sollten bei den Vorschlägen berücksichtigt werden:
· Auswahl von Pflanzen, die in zurückliegenden geschichtlichen Epochen z.B. im Barock in Parks oder Gärten gepflanzt wurden.
· Robuste, winterharte, pflegeextensive Pflanzen.
· Ein optisch ansprechendes Pflanzgefäß soll ebenfalls vorgeschlagen werden.
· Vorschläge für konkrete Standorte in der Innenstadt erbeten.
· Übernahme der Anlage/Pflege über Sponsoring oder Patenschaften soll städtischen Pflegeaufwand reduzieren helfen.
Die Installation würde in Abstimmung mit der Stadt realisiert werden, ggf. durch Tausch bestehender Pflanzkübel. Eine Befestigung von Pflanzgefäßen an Gebäuden ist auszuschließen.
Zeitplan:
Bis Ende August 2011: | Konkretisierung des Wettbewerbsaufrufs, Gespräche mit Gärtnereibetrieben und hausinternen Fachdiensten über die grundsätzliche Realisierbarkeit, Festlegung einer Jury |
September Dezember 2011: | Wettbewerb, Jurierung |
Januar März 2012: | Realisierungskonzept, Kostenplanung unter Berücksichtigung von Folgekosten; Beschluss im VA und im Rat; evtl. Zuschuss von Beschaffungen aus dem Produktkonto Stadtmarketing |
Frühjahr 2012: | Umsetzung |
