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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage Ziele - VZ/0388/11

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Rat der Stadt Celle schließt sich dem Urteil des Preisgerichtes an und macht sich dessen Empfehlungen zu Eigen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Empfehlungen und Ergebnisse des Wettbewerbs als konkretisierte Sanierungsziele zusammenzufassen und umzusetzen.

 

 

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Sachverhalt:

 

Im Jahr 2010 wurde das Gebiet Altstadt-Celle in die Städtebauförderung, Programmkomponente Städtebaulicher Denkmalschutz, auf der Basis der Vorbereitenden Untersuchung (VU) aufgenommen. Der kooperative Wettbewerb „Altstadt-Celle Leben in der Mitte“ wurde durchgeführt, um die Sanierungsziele für das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet Altstadt-Celle zu konkretisieren und dabei einen möglichst umfassenden Ansatz zu verfolgen. Die Sanierungsziele erreichen mit diesem Wettbewerb eine Verbindlichkeit, die Maßstab für das weitere Handeln zur Umsetzung einzelner Maßnahmen und Projekte im Sanierungsgebiet Altstadt-Celle in den nächsten Jahren ist.

 

Das Verfahren des Kooperativen Wettbewerbs „Altstadt Celle Leben in der Mitte“ ist inzwischen abgeschlossen. Die wesentlichen Meilensteine des Verfahrens waren:

 

Ablauf des Wettbewerbsverfahrens

 

10.05.2011Diskussion der Aufgabenstellung im begleitenden Arbeitskreis

16.05.2011Versand der Auslobungsunterlagen an die ausgewählten sechs Städtebau-, Stadtplanungs- und Architekturbüros aus ganz Deutschland

19.05.2011Bericht im Planungs- und Bauausschuss

25.05.2011öffentliche Vorstellung des Wettbewerbsverfahrens in der 1. Altstadt-

konferenz

01.06.2011Vorbesprechung des Preisgerichtes und anschließend Rückfragen-
kolloquium

01.07.2011Öffentliche Planungswerkstatt bei der Präsentation der Zwischen-
Entwürfe durch die teilnehmenden Planungsteams

05.08.2011Abgabeschluss

10.-12.08.2011Vorprüfung durch Sachverständige der Stadtverwaltung

15.08.2011Vorprüfung durch externe Sachverständige

24.08.2011Sitzung des Preisgerichtes und Entscheidung, anschließend Bekannt-
gabe des Ergebnisses

23.09. - 07.10.2011Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im Neuen Rathaus

 

Resümee und Empfehlungen des Preisgerichtes

Die sechs teilnehmenden Planungsteams haben in ihren Beiträgen unterschiedliche Lösungsansätze und Gestaltungsvorschläge sowohl für das die Altstadt als Ganzes als auch für die beiden Vertiefungsbereiche Nordblock (Nordwall/Schuhstraße) und Südblock (Bergstraße/Südwall) aufgezeigt.

Das Preisgericht kommt in seiner abschließenden Bewertung zu folgenden Ergebnissen:

Gesamtleitbild

Der Wettbewerb zeigt die Bedeutung des unmittelbaren Umfelds für die Entwicklung der Innenstadt. Alle sechs Beiträge verweisen auf die großen Potenziale der Wallanlagen und insbesondere des Nordwalls hinsichtlich eines erweiterten Freiraumangebotes, zusätzlichen Wohnens, öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Handelsflächen und Stellplätzen.

Die Jury schließt sich dieser generellen Aussage an und empfiehlt, eine stärkere Einbindung der Wallanlagen hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit zu überprüfen. Grundvoraussetzung hierr ist ein entsprechend verträglicher Ausbau des Nordwalls.

Wohnen

Die verschiedenen Beiträge machen deutlich, dass einer Verdichtung des Wohnens enge Grenzen gesetzt sind, da die historischen Strukturen weiter Berücksichtigung finden müssen.

Die Jury kommt zu der Überzeugung, dass größere gemeinschaftliche Freiraumsysteme im Blockinneren nicht verträglich sind und diese die wesentlichen Qualitäten der Parzellenstruktur und Nutzung beeinträchtigen würden.

dblock

Der Wettbewerb zeigt keine einzige Lösung einer nachhaltigen Einbindung des Parkhauses in die Stadtstruktur. Auch wenn die derzeitige Eigentumsstruktur einer kurzfristigen Entwicklung im Wege steht, wird empfohlen, diesen Standort in eine langfristige Strategie einzubinden.

Stadtgestalt

Alle Beiträge verweisen auf die Bedeutung der Stadteingänge als Handlungsfeld zukünftiger Gestaltungsmaßnahmen.

Weitere Empfehlungen für die Planung

Angesichts der großen Komplexität der Aufgabe vom Gesamtkonzept bis zu baulichen Einzellösungen kann keine einzelne Arbeit für das gesamte Spektrum überzeugende Lösungen vorlegen. Im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Altstadt Celle“ empfiehlt das Preisgericht der Stadt, alle Arbeiten hinsichtlich ihrer Lösungsbeiträge auszuwerten und vor allem die Beiträge der Preisträger zur Grundlage weiterer Planung und baulicher Entwicklung zu machen. Bei der Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplans oder städtebaulicher Teilrahmenpläne sind, soweit möglich, die Preisträger einzubinden.

Kosten des Wettbewerbs

Die Kosten des Wettbewerbs „Altstadt Celle Leben in der Mitte“ setzen sich wie folgt zusammen:

Betreuung des Wettbewerbs durch „Ackers Partner Städtebau, Braunschweig:45.000 €

Preisgelder:90.000 €

Durchführung (Rückfragenkolloquium, Preisgerichts-Vorbesprechung, Planungs-

werkstatt/Zwischenpräsentation, Vorprüfung, Preisgericht, Nebenkosten)ca. 31.000 €

Gesamtkosten Wettbewerbca. 164.000 €

 

davon:

 

Bund | Land (2/3)ca. 109.333 €

 

Eigenanteil Stadt (1/3)ca.   54.667 €

 

 

 

Gemäß Ziff. 5.3.1 Abs. 2 lit. b der Städtebauförderungsrichtlinie zählen als Ausgaben für Maßnahmen der weiteren Vorbereitung auch die Kosten für Wettbewerbe zu den förderfähigen Kosten. Eine abschließende Aussage zur tatsächlichen Anerkennung der Kosten kann jedoch erst nach erfolgter Prüfung des jährlichen Zwischenverwendungsnachweises durch den Fördergeber getroffen werden.

 

 

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Anlagen

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