Beschlussvorlage - AN/0138/23-001
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Kartierung von „stadtnatur“-Flächen in der Innenstadt"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Dezernat III
- Zuständigkeit:
- Stadtbaurätin Elena Kuhls
- Ziele:
- Erfüllung der Aufgaben als Oberzentrum
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Ausschuss für Klima, Umwelt, Verkehr und technische Dienste
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Kenntnisnahme
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15.06.2023
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Gestoppt
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Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Liegenschaften
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Kenntnisnahme
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Gestoppt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
Eine Kartierung der sogenannten „stadtnatur“-Flächen umfasst eine Bearbeitung der im Antrag genannten Punkte:
- Vorkommensschwerpunkte bedrohter Arten
- Vorkommensschwerpunkte invasiver Arten
- Bewertung der Habitate
- Erarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten der Habitate
- Entwicklung von Zukunftsszenarien für die Stadtplanung zur Verbesserung und Vermehrung geeigneter Habitate
- Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen
- Konzepte zur Förderung der Biodiversität auf gewerblichen Flächen.
Für die Umsetzung des Antrags würde dies bedeuten, dass auf allen nicht versiegelten Flächen im Stadtgebiet Flora und Fauna vollständig kartiert werden muss. Dies zieht eine flächige Biotoptypenkartierung mit Darstellung der Pflanzenarten nach sich. Die faunistische Untersuchung beinhaltet Vögel, Fledermäuse, Falter, Heuschrecken, Libellen, Käfer und je nach Lebensraum weitere Artengruppen. Eine flächige Kartierung ist unverhältnismäßig zeit- und kostenintensiv. Hinzu kommt, dass die Kartierdaten von Flora und Fauna innerhalb weniger Jahre ihre Aktualität verlieren. Aus diesem Grunde werden erst bei einer geplanten Siedlungsentwicklung umfangreiche Kartierungen in Auftrag gegeben.
Es wird bei der Anfrage auch auf den Landschaftsrahmenplan 2022 verwiesen. Hier liegen für alle Freiflächen außerhalb der Siedlungsbiotope die Biotoptypen und Zielkategorien vor. Die Ziele gliedern sich je nach Wertigkeit der Fläche in die Kategorien Sicherung, Verbesserung, Sicherung und Verbesserung, Entwicklung und Umweltverträgliche Nutzung. Durch die Bildung von 246 Biotopkomplexen mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog sind hier die für den Natur- und Artenschutz wichtigsten Bereiche dezidiert abgearbeitet. Die Biotoptypen sind durch langwierige Infrarot-Luftbildauswertung, gezielte Begehung und die Nutzung von Kartierdaten laufender Projekte bestimmt worden.
Der Landschaftsrahmenplan verfügt in Kapitel 3 ebenso über eine Darstellung der Grünräume des bebauten Stadtgebietes mit Bestandsaufnahme, Analyse und Optimierung im Hinblick auf die Nutzung durch den Menschen.
Aus vorgenannten Erwägungen hält die Verwaltung eine Erfassung der beantragten stadtnatur-Flächen für nicht zielführend.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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183,9 kB
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