Beschlussvorlage - AN/0110/24-001
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der SPD-Fraktion "Anpflanzung Mikrowald"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB 6 Verkehr und Technische Dienste
- Zuständigkeit:
- Stadtbaurätin Elena Kuhls
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Ausschuss für Klima, Umwelt, Verkehr und technische Dienste
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Vorberatung
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12.09.2024
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Geplant
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
„Ein Tiny Forest (deutsch: Kleinwald, Mikrowald) ist ein angepflanzter Wald auf einer relativ kleinen Fläche mit einer großen Dichte. Ziel solcher Neuanpflanzungen ist, in urbanen Räumen auf kleinen Flächen möglichst vielfältige, schnell wachsende und sich selbst erhaltende Habitate anzulegen und dadurch eine Verbesserung der Umweltsituation zu erreichen.“
Ein Tiny Forest oder Mikrowald ist dabei aber weniger eine Flächenart oder Flächengestaltung, sondern eine Begrünungs-Methode nach dem Selektionsprinzip.
Mit dieser Methode wird nicht mehr, oder bessere Pflanzen- oder Biomasse auf kleinerer Fläche etabliert. Sondern durch die Pflanzmethode werden „nur“ Entwicklungsstadien einer Gehölzgruppe übersprungen.
Vorteile eines Mikrowaldes:
Schnelles Wachstum, schnelle Etablierung einer hohen Pflanzung,
standortangepasste Pflanzen (survival of the fittest)
Nachteil:
Schnelles Wachstum schwächt die Pflanzen („in die Höhe schießen“), kleine Kronen, dünne Stämme durch Konkurrenzdruck, geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber Schadensdruck von außen.
im Endstadium gleiche Pflanzendichte wie bei „normaler“ Pflanzung (Identischer Anteil von Biomasse)
durch „Überspringen“ von Entwicklungsstadien erfolgt auch ein Auslassen von Klein- Biotopen
Die Methode eines Mikrowaldes ist nach Ansicht des Grünbetriebes für urbane, hochverdichtete und hitzebelastete Gebiete gedacht, wo sie ein Mittel bei der Entsiegelung und Schaffung von Grünen Inseln sein kann.
Im Kleinstädtischen oder ländlichen Bereichen, vor allem bei der Etablierung einer Begrünung auf unversiegelten Flächen, überwiegen jedoch die Nachteile. Von einem Einsatz dieser Methode im Bereich von städtischen Flächen ist vorerst abzusehen.
Die Stadtverwaltung verfolgt schon jetzt das Ziel, Flächen, die sich für eine Entsieglung eignen, zu identifizieren und auch nach ökologischen Gesichtspunkten umzugestalten. Es werden ständig alle möglichen Verfahren und Konzepte in der Fachwelt hierzu eruiert und im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen in der Stadt Celle bewertet.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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78,7 kB
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