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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - AN/0028/26-001

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

Die Anfrage bezieht sich auf den Ausbau der 77er Straße östlich der Einmündung Wehlstraße. Im Zuge dieser Maßnahme wurde die vorhandene Mittelinsel zurückgebaut und die nördlichen Nebenanlagen verbreitert. Dadurch konnten im unmittelbaren Schulumfeld sowohl ein ausreichend dimensionierter Radweg als auch eine durchgängige Baumreihe realisiert werden. Diese Gestaltung entspricht den im gesamten Stadtgebiet angewandten Grundsätzen zur Neuordnung von Verkehrsflächen, insbesondere an Stellen, an denen Engstellen erkannt und bereits zurückgebaut wurden – wie im vorliegenden Abschnitt geschehen.

In der Anfrage wird die Auffassung vertreten, dass sich die Verkehrssituation für Rettungsfahrzeuge durch den Rückbau der Mittelinsel nicht verbessert habe. Das Deutsche Rote Kreuz hat auf Nachfrage jedoch bestätigt, dass der Wegfall der Mittelinsel in der Praxis den Vorteil bietet, dass Einsatzfahrzeuge nicht mehr zu einem sehr frühen Zeitpunkt in den Gegenverkehr ausweichen müssen. Insbesondere in verkehrsarmen Zeiten reduziert dies potenziell kritische Situationen, da die Fahrerin oder der Fahrer flexibler auf die Verkehrslage reagieren kann.

In verkehrsreichen Zeiten besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Fahrzeuge in Fahrtrichtung Hannoversche Straße auf den zur morgendlichen Spitzenzeit nur gering belegten Parkstreifen ausweichen. Je nach Belegung des Parkstreifens und Rückstaulänge vor der Signalanlage kann es erforderlich sein, dass Rettungsfahrzeuge die Gegenfahrbahn nutzen. Durch den Wegfall der Mittelinsel ist dieses Ausweichen jedoch deutlich flexibler möglich als vor dem Ausbau. Nach Beobachtungen werden Einsatzfahrzeuge zudem so frühzeitig erkannt, dass Begegnungen mit in Richtung B 214 fahrenden Fahrzeugen nicht im rund 50 Meter langen zweistreifigen Abschnitt stattfinden, sondern im anschließenden dreistreifigen Querschnitt, der ausreichend Raum bietet.

Insgesamt ist daher eine Verbesserung der Durchfahrtsmöglichkeiten für Einsatzfahrzeuge feststellbar.

Zu den einzelnen Fragen:

1. Inwiefern kommen Einsatzfahrzeuge nun besser durch? Rettungsfahrzeuge können den Bereich aufgrund des Wegfalls der Mittelinsel deutlich flexibler passieren. Der notwendige Spurwechsel in den Gegenverkehr muss nicht mehr so früh erfolgen, was die Sicherheit und Reaktionsmöglichkeiten erhöht.

2. Wohin soll der entgegenkommende Verkehr ausweichen? Begegnungsräume ergeben sich im zweistreifigen Abschnitt insbesondere durch den zur morgendlichen Spitzenzeit nur gering genutzten Parkstreifen. Darüber hinaus finden Begegnungen aufgrund der frühzeitigen Wahrnehmung von Einsatzfahrzeugen überwiegend im anschließenden dreistreifigen Querschnitt statt, der ausreichend Ausweichraum bietet.

3. Warum wurde der weggefallene Mittelstreifen nicht als separate Fahrspur für den Rettungsdienst genutzt? Eine gesonderte Rettungsspur ist nicht erforderlich. Vorrang hatten die Verbesserung der Schulwegsicherheit durch einen breiteren Radweg sowie die Realisierung einer durchgängigen Baumreihe. Diese Maßnahmen entsprechen den anerkannten Regeln der Technik und allen normativen Vorgaben der Verkehrsplanung für sichere und qualitätsvolle Verkehrs- und Aufenthaltsräume.

Zu 4: Welche Möglichkeiten sehen Sie, die attestierte Verbesserung der Verkehrssituation weiter umzusetzen? Die Situation wird weiterhin beobachtet. Aus fachlicher Sicht sind derzeit keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich, da die Durchfahrtsmöglichkeiten für Einsatzfahrzeuge gegenüber dem Zustand vor dem Ausbau bereits verbessert wurden. Die Gestaltung der Verkehrsflächen an der 77er Straße entspricht – wie im gesamten Stadtgebiet – den anerkannten Regeln der Technik sowie den einschlägigen Normen und Richtlinien. Die zuvor bestehende Engstelle wurde erkannt und im Zuge des Ausbaus zurückgebaut, sodass die heute vorhandenen Verkehrs- und Begegnungsräume den technischen Anforderungen und den stadtweiten Gestaltungsgrundsätzen entsprechen.

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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