Beschlussvorlage - AN/0370/25-001
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der AfD-Fraktion "Versetzung der Statue „Der Bohrarbeiter“
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kultur
- Zuständigkeit:
- Erste Stadträtin Nicole Mrotzek
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Ausschuss für Schule, Kinder und Jugend
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Vorberatung
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12.05.2026
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Geplant
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Kulturausschuss
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Vorberatung
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21.05.2026
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Geplant
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Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Liegenschaften
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Vorberatung
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Bereit
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
„Den ungenannten Männern und Frauen der Erdöl- und Erdgasindustrie als Dank und Anerkennung ihrer großartigen Leistung für diese Stadt.“ lautet die Widmung zur Skulptur "Ölarbeiter". Sie ist ein Geschenk der Firma C.A.T. Oil AG Wien an die Stadt Celle. Die Bronze-Figur wurde 1997 vom Bildhauer Peter F. Miller erschaffen. Die Figur befindet sich am Rande des Stadtparks (Zugang über die 77er Straße) und wurde im Zuge des Neubaus der Katholischen Schule in die Gestaltung des Außenbereichs vor dem Schuleingang integriert.
Die Nacktheit der Statue rekurriert auf die Umstände und Bedingungen der Arbeit unter Tage. Da in den tiefen Stollen die Temperaturen meist recht hoch waren, waren die Arbeitenden oft wenig bis gar nicht bekleidet.
Die Darstellung des nackten menschlichen Körpers ist seit der Antike ein etabliertes Motiv in der europäischen und internationalen Kunsttradition. Sie dient dabei nicht primär der Sexualisierung, sondern der symbolischen, allegorischen oder idealisierenden Darstellung des Menschen. In der Kunst steht Nacktheit häufig für Allgemeinmenschlichkeit, Natürlichkeit, Verletzlichkeit, Stärke oder Freiheit. Sie ist weder zufällig noch primär provokativ, sondern Ausdruck historischer Bildtraditionen, ästhetischer Ideale, gesellschaftlicher Selbstverständnisse und symbolischer Ordnungen.
Auch in der Baukultur, insbesondere bei historischen Fassadengestaltungen, sind nackte oder teilnackte Figuren als Allegorien weit verbreitet. Diese Darstellungen sind Bestandteil des kulturellen Erbes und werden denkmalpflegerisch geschützt. Ihre Präsenz im öffentlichen Raum ist gesellschaftlich anerkannt, historisch legitimiert und in gesellschaftliche Diskurse eingebettet.
Irritation entsteht in der Regel nicht durch die Nacktheit selbst, sondern durch unterschiedliche moralische Deutungsmuster. Kulturwissenschaftlich betrachtet verweist dies auf die symbolische Aufladung des Körpers in modernen Gesellschaften. Gerade weil der Körper eine Projektionsfläche für Werte und Normen ist, kann seine künstlerische Darstellung zur Reflexion anregen. In diesem Sinne ist Nacktheit im öffentlichen Raum weder anstößig noch ungewöhnlich, sondern Ausdruck einer langen, legitimen und bedeutungsvollen Kulturtradition.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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485,5 kB
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