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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0468/11

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

 

Auf dem Wege zur Beteiligung des Sportes an einer weiteren Haushaltskonsolidierung hat der Rat der Stadt Celle mit Beschluß vom 16.12.10 ein Einsparungsziel von € 63.000 vorgegeben.

Daraufhin hat die Verwaltung eine Konferenz des Celler Sportes ausgerichtet, deren Teilnehmer (jeweils 1 Vertreter aller 79 Sportvereine im Stadtgebiet, dem Kreissportbund sowie je 1 Vertreter aus den Ratsfraktionen) Anfang 2011 zusammenkamen. Geladen waren auch die Sportfachverbände.

Aus der Mitte der Konferenz wurde dann ein Arbeitskreis mit 11 Vertretern des Sports sowie den Vertretern der Ratsfraktionen und der Verwaltung gebildet.

 

In diesen Sitzungen wurden eine Vielzahl von Handlungsfeldern und Sparansätzen angeschnitten und diskutiert. Kriterien für gute Lösungen sollten sein:

 

  • Fairness
  • Transparenz
  • Gerechtigkeit bei den Verteilungen
  • Langfristigkeit der Lösungen
  • Verlässlichkeit
  • Abbau von Bürokratie.

 

Thematisiert wurde unter anderem:

 

  • Wegfall des städt. Anteils (50%) bei der Beschaffung von Reinigungs- und Verbrauchsmitteln für die Vereine
  • Zusammenlegung von Sportstätten
  • Überarbeitung der Sportförderungs- Richtlinien
  • Auszahlung der Jugendbeihilfe an alle Vereine
  • verschiedene Vorschläge von Vertretern aus den Sportbereichen Golf, Radsport, Kampfkunst, Reitsport
  • Übungsbeleuchtung nur über die tatsächliche Trainingsdauer 
  • Teilhabe der Vereine an den städtischen Energieversorgungskonditionen
  • Durchführung einer Tombola analog der „CZ“- Aktion „Menschen in Not“
  • Finanzielle Beteiligung der Stadt an den Einnahmen von Sportveranstaltungen.
  • Aktualisierung der Parameter für Platzwartentschädigungen                                …
  • Einreichen der Anträge auf Erstattung der Schwimmbadnutzung nur alle 3 Monate.
  • Nutzungsentgelte für städt. Sporteinrichtungen
  • Sportförderung an die Vereine nur bei Erhebung eines Mindestbeitrages.
  • Überprüfung/Erhöhung der Jugendzuschüsse
  • Überarbeitung/Aktualisierung der Betriebskostenzuschüsse.

 

Schwerpunktmäßig wurde allerdings erörtert, die derzeitigen städt. Sportanlagen,

(Anm.: Gemeint sind die typischen Fußballplätze mit Vereinsheim etc.), zur weiteren Pflege und Erhaltung den Vereinen in Eigenregie zu übertragen („ Lachendorfer Modell)“.

Dafür sollen die Vereine jährlich einen Festbetrag erhalten, der ca. 90% der angefallenen (Durchschnitts)Unterhaltungs- und Instandsetzungskosten der letzten 3 Jahre enthält.

Mit dieser Zuwendung wären dann generell alle Leistungen der Stadt abgegolten.

Nur in atypischen Einzelfällen wäre dann noch ein weiterer Zuschuss der Stadt zu gewähren. Überdies hätte ein derartiges Übertragungsmodell den Charme, dass die Vereine für Sanierungs- und Erweiterungsvorhaben bei Dritten -wie bspw. dem Landessportbund oder bei der Sparkassenstiftung- selber Mittel generieren könnten; Zuschusstöpfe, die der Stadt aus rechtlichen Gründen verwehrt sind.

Erkannt wurde aber sogleich, dass dieses Modell als Option für künftige Jahre eventuell tauglich, für einen kurzfristigen Sparerfolg aber nicht geeignet ist.

 

Derzeit ist die Verwaltung damit befasst, für dieses Übertragungsmodell die Vorarbeiten zu leisten. Auch der hausinterne Abstimmungsprozess ist noch zu leisten.

Überdies sollte die Verwaltung im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit andere Städten nach deren Erfahrungen befragen. Ein Ergebnis liegt bereits vor, allerdings mit ernüchterndem Ergebnis.

Über eine Art Sportfacebook war die Verwaltung mit anderen Städten in Kontakt getreten und hat um einen Erfahrungsaustausch gebeten; dem Netzwerk gehören 412 Städte an. Resonanz gleich Null. Offensichtlich scheint das Thema nicht zu interessieren.

Einige Städte wurden dann direkt angeschrieben. Allen gemein ist, dass eine Vergleichbarkeit nicht möglich ist; jede Stadt hat ihren eigenen Weg gefunden.

Deren Antworten und Erfahrungen wurden dann in der 3. Sitzung der Arbeitsgruppe vorgestellt.

In dieser Sitzung wurde in der Hauptsache über eine Reduzierung der Pflege- und Mähintervalle auf den Sportanlagen diskutiert und der Verwaltung als Arbeitsauftrag zur Prüfung mitgegeben.

Erste Berechnungen zeigen, dass hiermit die vom Rat vorgegebene Einsparsumme von € 63.000 in 2012 erreicht werden kann, ohne den Trainings- und Punktspielbetrieb in irgendeiner Weise zu gefährden.

In der 2. Sitzung der Sportkonferenz am 02.11.11 wurden dann die Vorschläge zu Einschränkungen bei den Pflegemaßnahmen im Einzelnen vorgestellt und fanden dort auch eine weit überwiegende Zustimmung.

Somit wurde das vom Rat vorgegebene Einsparziel von 63.000,- Euro für 2012 erreicht.

 

Die Anwendbarkeit des sog. Lachendorfer Modells auf Celler Verhältnisse, verbunden mit einer Überarbeitung der Sportförderungs-Richtlinien, sollen jedoch von der Verwaltung weiterhin ausgelotet werden.

 

Die Verwaltung wird ein Konzept bis März kommenden Jahres erarbeiten und dieses dann zur Diskussion in die Vereine geben. Danach - April 2012- wird die Sportkonferenz erneut zur weiteren Beratung eingeladen.

 

 

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