Hauptmenü
Inhalt
ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0016/12

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag:

-          Der Abschlussbericht des Quartiersmanagements zugleich letzte Fortschreibung des Integrierten Handlungsgebietes für das Sanierungsgebiet Celle-Neustadt wird beschlossen.

-          Die Einrichtung einer halben Stelle für die Quartiersarbeit im Stadtteil Neustadt/Heese zur Sicherung des begonnenen Verstetigungsansatzes und Stärkung nachhaltiger tragfähiger Strukturen im Gesamtstadtteil wird empfohlen.

 

Reduzieren

Bisherige Behandlung:

BV/0118/041. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

BV/0069/052. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

BV/0117/063. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

BV/0154/074. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

BV/0093/085. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

BV/0142/106. Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes

OR Neustadt/Heese am 28.09.2012

 

 

 

Sachverhalt:

 

Im Jahr 2001 wurde die Neustadt in das Programm Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt aufgenommen und als Sanierungsgebiet Celle-Neustadt durch Ratsbeschluss förmlich festgelegt. Am 01.04.2003 wurde das integrierte Handlungskonzept (IHK) für das Sanierungsgebiet Celle-Neustadt beschlossen und wurde seither nahezu jährlich fortgeschrieben. Es vereint die städtebaulichen und die sozialen Sanierungszielsetzungen. Im Frühjahr 2003 wurde auch das Quartiersmanagement im Gebiet Neustadt zunächst mit einer vollen Stelle eingerichtet.

 

Im ursprünglichen Handlungsansatz zu Beginn des Bundesprogrammes Soziale Stadt galt für das Quartiersmanagement die sog. Exit-Strategie. Man ging zunächst davon aus, dass nach Beendigung des Quartiersmanagements der Stadtteil befähigt sein würde, die sich künftige ergebenden Problemlagen selbst zu erkennen und zu lösen. Vor diesem Hintergrund wurde im Hinblick auf den zunächst für 2012 beabsichtigten Abschluss des Sanierungsverfahrens insgesamt die Stelle ab 2007 auf eine ¾-Stelle und ab Mitte 2010 auf eine halbe Stelle herabgesetzt, um dann die Quartiersarbeit im Soziale Stadt Gebiet Neustadt zum 30.06.2011 zu beenden.

Erfahrungen in Soziale Stadt-Gebieten haben jedoch bundesweit sehr schnell gezeigt, dass die mit dem Sanierungsprozess eingeleitete soziale Erneuerung nicht mit Ende der Sonderrderung abgeschlossen ist. Vielmehr unterliegen diese Stadtteile dauerhaft einem besonderem Betreuungsbedarf, mit dem die für die Stadtteilentwicklung wichtigen Projekte und Strukturen zu sichern sind, um eine Anschlussfähigkeit im städtischen Gesamtgefüge zu erlangen. Die für die Neustadt bereits geschaffenen Strukturen können nur zusammen mit den Akteuren und Institutionen in der Heese zukunftsfähig gemacht werden.

Das Quartiersmanagement wurde daraufhin inhaltlich im Sinne der Verstetigung neu ausgerichtet. In Umsetzung dieses Ansatzes wurde seit 2006 für die Neustadt ein sog. Brückenschlag in die Heese angestrebt, um damit beide Teile des Gesamtstadtteiles Neustadt/Heese stärker zu vernetzen und so insgesamt stärkende und tragfähige Strukturen auszubauen. Begleitend hierzu haben Workshops mit dem Ortsrat, den Bürgerinnen und Bürgern und auch den im Gebiet tätigen Institutionen stattgefunden.

Beabsichtigt war, im Sinne und zur Erreichung der festgelegten Sanierungsziele parallel zu Projekten und Maßnahmen im städtebaulichen und sozialen Bereich, den Kreis der Schlüsselpersonen so zu erweitern, dass die initiierten Strukturen und Vernetzungen Tragfähigkeit erlangen und die bereits aufgebauten Netzwerke mit nachhaltiger Wirkung gestärkt werden, um dadurch eine Verstetigung in weiten Teilen zu sichern und einen schrittweisen Ausstieg des Quartiersmanagement bis hin zu einem verbleibenden Mindestansatz vollziehen zu können.

Begleitend hierzu ist das Quartiersbüro im Frühjahr 2008 in die Räumlichkeiten des Vereins Capito in der Heese umgezogen. Durch die neue Örtlichkeit sollten die Bewohner der Neustadt in die Heese als faktisches Zentrum des Stadtteils, mit Versorgungseinrichtungen und sozialer Infrastruktur gezogen und gleichzeitig eine stärkere Verknüpfung gewährleistet werden. Über die langfristige Arbeit des Capitos bietet sich die Chance bereits aufgebaute soziale Netzwerk nachhaltig zu verbessern. Auch besteht hier die Möglichkeit, die Arbeit des Quartiersmanagement über die Programmlaufzeit der sozialen Stadt hinaus zu implementieren (vgl. hierzu Anlage 2 Verstetigungskonzept FB 4).

 

Vorbereitend hierzu wurde in einem Workshop mit Akteuren des Stadtteils das Verstetigungskonzept im Herbst 2009 vorbereitet und verwaltungsseitig der Aufgabenübergang von Fachbereich Stadtentwicklung zum Fachbereich Soziales vollzogen. Das Quartiersmanagement wurde zum 30.06.2011 beendet und hat nun einen Abschlussbericht vorgelegt, der die Tätigkeit über den gesamten Sanierungszeitraum darstellt und gleichzeitig alle Projekte aus dieser Zeit zusammenfasst. Darüber hinaus gibt das Quartiersmanagement damit auch Empfehlungen zum weiteren Vorgehen, die verwaltungsseitig in ein Verstetigungskonzept münden sollen. Dieses Konzept wurde vom Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales erarbeitet und sieht in seiner Umsetzung eine Umstrukturierung der Arbeit des VSE vor. Parallel wurde für den Nachtragsstellenplan 2012 eine halbe Stelle beantragt, die die in der Neustadt begonnene Quartiersarbeit im Gesamtstadtteil fortsetzen soll. Der Entwurf des Abschlussberichts wird dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...