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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage Ziele - VZ/0053/12

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

 

Aufgrund der Haushaltssituation der Stadt Celle empfiehlt der Kulturausschuss, die Realisierung dieses Vorhabens z. Zt. auszusetzen.

 

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Sachverhalt:

 

In der Sitzung des Kulturausschusses am 8.11.2011 wurde die Verwaltung beauftragt, mit einer vertieften Darstellung zur Konzeption einer Dokumentationsstätte im Torhaus die Grundlage für eine intensive Beratung zu liefern. Diese Darstellung gliedert sich wie folgt:

1)      Die bisherige Arbeit am Konzept

2)      Konzeptpapier „Dokumentationszentrum im Torhaus Celle“ von Dr. Habbo Knoch

3)      Kostenschätzungen:

-          Einmalige Kosten:

o        Sanierung und Umbau des Gebäudes

o        Einrichtung einer Ausstellung

o        Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen

-          Laufende Kosten:

o        Personal (wiss. Betreuung und Beaufsichtigung)

o        Betriebskosten, Bauunterhaltung

 

1) Die bisherige Arbeit

Angesichts des inhaltlichen Anspruchs des Vorhabens und der ohnehin bestehenden engen  Zusammenarbeit hat die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Person ihres  Geschäftsführers Dr. Habbo Knoch bei diesem Projekt eine wichtige Beraterfunktion inne. Als erstes Ergebnis der bisherigen gemeinsamen konzeptionellen Überlegungen fand am 21.10.2011 in der Stiftung unter der Leitung Dr. Knochs ein Expertenworkshop statt, der die inhaltlichen Perspektiven beleuchtete. Teilnehmer waren:

Dr. Frank Bajohr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg

Prof.Dr. Andrew Bergerson, University of Missouri, Kansas City

Prof.Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann, Leibniz-Universität Hannover

Chistopher Galler, Leibniz-Universität Hannover

Sebastian Stiekel, Historiker und Journalist

Reinhard Rohde, Politologe, und Tim Wegener, Historiker, Celle

Hagen Stöckmann und David Reinecke, Universität Göttingen                                      sowie

Dr. Habbo Knoch, Stephanie Billib, Marlis Buchholz, Rolf Keller von der Gedenkstättenstiftung und

Susanne McDowell (Stadt Celle, Leitung FB Sport und Kultur), Sabine Maehnert (Leitung Stadtarchiv), Dr. Jochen Meiners (Direktor Celler Museen).

Die Experten empfahlen, zunächst weitere Grundlagenarbeit zu leisten und aufgrund dessen in 1 Jahr eine konzeptionelle Ausrichtung zu erörtern. Dr. Knoch hat die Diskussionsergebnisse zusammen gefasst:

 

2) Konzeptpapier „Dokumentationszentrum im Torhaus Celle

Das Konzept findet sich zur besseren Übersichtlichkeit der Vorlage in der ANLAGE.

 

3)Kostenschätzungen

Zu diesem frühen Zeitpunkt ist es äerst schwierig, Kostenschätzungen anzustellen, da  sämtliche für eine Kostenplanung erforderlichen Parameter erst im Laufe der weiteren Arbeit am Konzept entwickelt werden können. Um aber zumindest Näherungswerte angeben zu können, hat die Fachverwaltung Grundannahmen entwickelt, die sich zwar noch ändern können, aber Rückschlüsse auf die grobe Kostenstruktur zulassen.

 

Einmalige Kosten

 

Sanierung und Umbau des Gebäudes: 1.200.000 € bis 1.400.000 €

Am nördlichen Rand des Geländes der ehemaligen Heidekaserne liegt das unter Denkmalschutz stehende Backsteingebäude aus dem Jahre 1880. Das Gebäude wird seit längerer Zeit nicht genutzt. Es handelt sich um ein eingeschossiges rotes Backsteingebäude mit Satteldach. Das Dachgeschoss ist momentan nicht durch ein Treppenhaus erschlossen. Die sanierungsbedürftige Fassade wird durch neogotische Fenster- und Tüffnungen, die größtenteils vergittert sind, geprägt. r die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, die erforderlich sind, um das Gebäude zukünftig als Dokumentationsstätte nutzen zu können, muss mit einem Investitionsrahmen von etwa 1.200.000 € bis 1.400.000 € (brutto) gerechnet werden. Grundlage für die Kostenprognose ist eine Flächenaufstellung des Fachbereichs 2 vom 19.01.2012. Zusammen mit den erforderlichen Verkehrs-, Sanitär- und technischen Funktionsflächen ist insge­samt von einer Nettofläche von etwa 600 m² auszugehen. Für die Kostenaufstellung wurde der Zustand des Gebäudes mit dem eines Rohbaus gleichgesetzt. Ein Erschließungstreppenhaus und ein Aufzug fehlen derzeit und müssen hergestellt werden. Es wird von einer vollständigen Sanierung der Fassade ausgegangen. Die technischen Einrichtungen (Sanitär­instal­lationen, Heizungsanlage, Elektroinstallationen, Beleuchtung, usw.) sind komplett zu erneuern. Der Dachboden ist völlig ungedämmt und verfügt nur über kleine Fensteröffnungen. Die Kostenprognose besitzt lediglich orientierenden Charakter. Eine genauere Schätzung kann erstellt werden, wenn die Bauaufgabe über ein konkretes und abgestimmtes Funktions- und Raum­programm definiert ist. Die erforderliche Investitionssumme wird außerdem maßgeblich durch die baurechtlichen, brandschutz­technischen und denkmalpflegerischen Anforderungen, die erst in der Baugenehmigungsphase endgültig bestimmt werden, beeinflusst. Auch die Kosten für die Außen­anlagen können zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr überschlägig geschätzt werden. Gleiches gilt für die technische Ausstattung und die Möblierung. Die Kosten für die Herstellung der eigentlichen Ausstellung (z.B. Vitrinen, Inszenierungen, Schautafeln, Exponate usw.) sind nicht Bestandteil der Kostenprognose und werden separat dargestellt.

Einrichtung einer Ausstellung:   ca 545.000 €

Grundlage dieser Berechnung ist eine Beplanung von 363 qm als Ausstellungsfläche, wobei das Verhältnis von Ausstellungs- zu anderen Funktionsräumen ebenfalls vom späteren Konzept abhängt .

 

Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen:                             ca  405.000 €

Angenommen ist als Eröffnungszeitpunkt der  8. Mai 2015 (70 Jahre Kriegsende).

½ wiss. Stelle für 3,5 Jahre                                                                    140.000 €

1 wiss. Stelle für 2,5 Jahre                                                                    175.000 €

Je 2 Honorarverträge à 10.000 für 2013 und 2014                         40.000 €

1 Honorarvertrag  für 2015                                                                     10.000 €

Workshops, Übersetzungen, Reisen  2013, 2014                         20.000 €

Ankäufe                                                                                               20.000 €

Summe                                                                                                      405.000 €

 

 

Summe einmaliger Kosten (Näherungswert):                             2.150.000 € bis 2.350.000 €

 

 

Laufende Kosten pro Jahr (Näherungswert):                            

Wiss. Betreuung  (0,5 Stelle)                                                  35.000 €

Aufsicht                                                                      104.000 €   jew. ohne overheadkosten

Betriebskosten                                                                22.000 – 28.000 €

Bauunterhaltung                                                                      18.000 – 30.000 €

Summe                                                                  179.000 – 197.000 €

 

 

Es muss nach jetzigem Planungsstand bei der Realisierung dieses Projektes also mit Erstellungkosten zwischen 2.150.000 € und 2.350.000 € sowie mit laufenden Kosten in Höhe von knapp 200.000 € pro Jahr gerechnet werden.  Dabei sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Erarbeitung und Diskussion eines Nutzungskonzeptes noch ausstehen. Fragen grundsätzlicher Bedeutung wie z.B. das Verhältnis zwischen musealer Komponente und Lern- und Begegnungsstätte haben direkte Auswirkungen auf die entstehenden Kosten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Mittelbereitstellung:

 

Im Ergebnishaushalt:

Im investiven Finanzhaushalt:

 

 

              Der Beschluss führt zu einer über-/außerplanmäßigen Aufwendung bzw. Auszahlung

in Höhe von                                                        Euro.

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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