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ALLRIS - Vorlage

Mitteilungsvorlage - MV/0081/12

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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

Mit o.a. Antrag möchte die Fraktion DIE UNABHÄNGIGEN einen aktuellen Bericht über die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 3. Lebensjahr in Kinderkrippen und in der Kindertagespflege.

Die Verwaltung schreibt mit den nachfolgenden Informationen die seit 2008 übliche Berichterstattung zum Krippenausbau in der Stadt Celle fort.

 

Krippenbetreuung (betrifft Frage 3):

 

Der Krippenausbau wurde auf Grundlage der Mitteilungsvorlage MV/0149/10 vom 21.04.10 durchgeführt.

 

Der Anbau einer Krippengruppe an die Kindertageseinrichtung (KTE) in Gr. Hehlen konnte recht kurzfristig auf den Weg gebracht werden. Seit dem 06.02.2012 stehen 15 Betreuungsplätze zur Verfügung.

 

Die Planung für den Umzug der KTE Bahnhofstr. wurde zum Abschluss gebracht. Die WBG wird eine Kindertagesstätte für 65 Kinder (25 Ganztags-, 25 Vormittags- und 15 Krippenplätze) im Heesegebiet – zwischen Eltzestr. und Welfenallee – errichten, die von der Stadt angemietet wird. Grundsteinlegung war am 28.09.; die bauliche Fertigstellung der Einrichtung ist für Mai/Juni 2012 geplant. Der Betrieb wird mit Beginn des Kita-Jahres 2012/2013 aufgenommen. Weitere Einzelheiten hierzu können der Beschlussvorlage BV/0506/10 (Anmietung einer Kindertagesstätte) entnommen werden.

 

r beide Einrichtungen sind Fördermittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes beantragt und in voller Höhe genehmigt worden. Je Einrichtung wird sich die Förderung auf 195.000 Euro für den Bau sowie 22.500 für Einrichtungsgegenstände belaufen.

 

Des Weiteren wurde zu Beginn des Kindergartenjahres 2010/2011 noch kurzfristig 4 Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder in der KTE der ev. Kirchengemeinde Westercelle „Am Poggenpaul“ in einer altersübergreifenden Gruppe eingerichtet.

 

Mit Beginn des Kindergartenjahres 2012/2013 werden voraussichtlich in der Kindertageseinrichtung der Paulusgemeinde in der Heese 15 Krippenplätze durch Anbau zur Verfügung gestellt. Auch dieses Projekt wird über das Förderprogramm des Bundes gefördert.

 

In den Kindertageseinrichtungen können dann 328 Kinder unter 3 Jahren in Krippen- und altersübergreifenden Gruppen betreut werden.

 

Weitere Optionen

 

Es gibt Anfragen des Kirchenkreisamtes zur Einrichtung einer Krippengruppe in der Kindertagesstätte in Westercelle, „Am Poggenpaul“ sowie einer zusätzlichen Krippengruppe in der KTE Kapellenberg. Beide Krippen würden durch Umwandlung von Gruppen aus dem Elementarbereich entstehen.

 

Ebenso bleibt die Option von weiteren 15 Plätzen in Altencelle in der KTE „Knirpskiste“ des DRK bestehen.

 

Es ist ferner angeregt worden, im Zuge der Gestaltung des Neubaugebietes Kieferngrund in Kl. Hehlen je nach zukünftiger Bevölkerungsstruktur den Bau einer Kindertageseinrichtung mit Krippengruppe in die Planung mit einzubeziehen.

 

Tagespflege (betrifft Frage 1 u. 2):

 

Seit Ende 2010 wird neben der Krippenbetreuung der Ausbau der Kindertagespflege forciert. Für den Ausbau, die Akquise neuer Tagespflegepersonen, Fachberatung von Tagespflegepersonen sowie Organisation von Fortbildungen ist im Fachdienst im November 2010 ein Tagespflegebüro eingerichtet worden.

Das Tagespflegebüro wurde von den Familien sehr schnell als Anlauf- und Informationsquelle bei Bedarf von Kinderbetreuung akzeptiert. Die Vernetzung mit weiteren Anlaufstellen für Familien in Stadt und Landkreis zur fachlichen Beratung wurde ebenso intensiviert wie auch die Fachberatung für die Tagespflegepersonen selbst.

 

Es wurde eine neue Broschüre „Raum für Kinder - Kindertagespflege und Spielkreise“ entwickelt, die im Laufe des März 2012 veröffentlicht wird.

 

Außerdem wurde mit der neuen Tagespflegesatzung im August 2011 die Attraktivität von Tagespfleger Eltern und Tagespflegepersonen in finanzieller Hinsicht erhöht. Die Betreuungsstunde wird der Tagespflegeperson mit 3,50 je Kind vergütet. Die Eltern tragen einen Eigenanteil, deren Höhe sich am Kita-Entgelt orientiert.

Die Tagespflegeplätze werden vom Land gefördert. Je Betreuungsstunde zahlt das Land für Kinder unter drei Jahren einen Zuschuss in Höhe von 1,68 € und für Kinder über drei Jahren 0,68 €. Die jetzige Landesförderung ist bis zum 31.07.2012 befristet. Wie es genau weitergehen wird ist derzeit nicht bekannt.

 

Finanziert wurde die Tagespflege in 2011 wie folgt:

 

Aufwand:                            ca. 124.500 Euro

rdergelder des Landes              ca.   57.900 Euro

Elternbeiträge                            ca.   33.300 Euro

Kosten Stadt                            ca.   33.300 Euro

 

Des Weiteren wurde das Kita-Programm um ein Tagespflegemodul für die Verwaltung und Abrechnungen sowohl der Tagespflegepersonen als auch der Elternbeiträge erweitert. Da es sich um ein neues Produkt handelt, sind viele „Kinderkrankheiten“ in Zusammenarbeit mit der Softwarefirma zu beseitigen.

 

Im ersten Halbjahr 2011 befanden sich ca. 70 Kinder in der Kindertagespflege von denen 50 Kinder unter 3 Jahren sind. Für 27 Kinder wurden die Plätze durch Jugendhilfeleistungen gefördert. Seit August 2011 wurden nach Inkrafttreten der Satzung 111 Anträge zur Förderung in der Kindertagespflege gestellt.

Zum Stichtag 31.12.2011 wurden 83 Kinder betreut, von denen 57 Kinder unter drei Jahren waren.

Durch den abgeschlossenen Qualifizierungslehrgang im Dezember 2011 könnten nach vorheriger Eignungsfeststellung 5 neue Tagespflegepersonen gewonnen werden.

Ein neuer Qualifizierungslehrgang ist im April 2012 geplant.

Abhängig vom Platz in den jeweiligen Wohnungen wird mit einem Zuwachs von mindestens 10 weiteren Tagespflegeplätzen gerechnet. Es ist das Ziel, bis 2013 über 100 Tagespflegeplätze zu verfügen.

Derzeit gibt es in der Stadt Celle 20 aktive qualifizierte Tagespflegepersonen.

 

KEG (betrifft Frage 3 ):

 

Seit Inkrafttreten der neuen Richtlinie zum kommunalen Erziehungsgeld zum 01.08.2011 können auch zweijährige Kinder in den Gruppen betreut werden. Aktuell stehen 47 Betreuungsplätze in 10 KEG-Gruppen zur Verfügung. Es besteht derzeit Interesse einer Mutter eine neue Gruppe mit 5 Betreuungsplätzen einzurichten. Es ist beabsichtigt, dass die Anzahl der Kinder in den jeweiligen Altersgruppen (Zwei- und Dreijährige) in etwa ausgewogen ist. Das bedeutet, dass ca. 25 – 30 Kinder unter drei Jahren in KEG-Gruppen betreut werden.

Die Einrichtung weiterer KEG-Gruppen wird von der Verwaltung unterstützt, zumal die Nachfrage durch die Öffnung der Gruppen für zweijährige Kinder gestiegen ist. Ein Aufruf über die örtliche Presse hat bislang zur Gründung einer neuen Gruppe geführt.

Drei KEG-Mütter haben beantragt, eine zweite Gruppe einrichten zu dürfen. Sofern eine strikte Trennung der Gruppen und eine eindeutige Zuordnung der Kinder zu einer Gruppe gewährleistet werden kann, soll dem Antrag stattgegeben werden. Hierdurch werden nochmal ca. 7-8 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen.

 

Ausblick:

 

Wenn sich alle geplanten Maßnahmen umsetzen lassen (das Neubaugebiet Kieferngrund ist nicht mitgezählt), stehen zum Kindergartenjahr 2013/2014 ca. 490 Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder zur Verfügung. Bezogen auf den nach dem Kinderförderungsgesetz bestehenden Rechtsanspruch für ein- und zweijährige Kinder ab dem Jahr 2013 entspricht dieses – ausgehend von 1200 Kindern in beiden Jahrgängen -einem Versorgungsgrad von 40,5 %.

 

Die Betreuungsplätze setzen sich wie folgt zusammen:

 

360 Plätze in Krippen- und altersübergreifenden Gruppen (ca. 30%),

100 Plätze in der Tagespflege (ca. 8 %) sowie

30 Plätze in KEG-Gruppen (ca. 2,5%)

 

Zielsetzung des Bundes war und ist ein Ausbau der Kinderbetreuung auf einen durchschnittlichen Bedarf für 35% der unter dreijährigen Kindern. Mit der vorstehenden Planung wird ein Prozentsatz von 40,5 % erreicht. Die Differenz von 5,5 % dient als Puffer, da der Bestand der Tagespflege- und KEG-Plätze aufgrund von Fluktuation bei den Tagespflegepersonen und KEG-Müttern seitens der Verwaltung  nicht immer beeinflusst werden kann. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Zielsetzung des Bundes von 35% auf jeden Fall erreicht wird.

 

Um Aufschluss darüber zu bekommen, ob die Zahl der Betreuungsplätze insgesamt ausreichend sein wird, wird im Jahr 2012 eine Befragung bei den infrage kommenden Eltern durchgeführt.

 

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