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ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - BV/0146/13

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag:

Zur Bewältigung des demografischen Wandels für die wesentlichen Produkte des Fachbereiches 3 ist das in Auftrag zu gebende Stadtentwicklungskonzept Wohnen ein geeigneter Baustein.

 

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Sachverhalt:

 

Diese Vorlage befasst sich mit den möglichen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die jeweils wesentlichen Produkte des Fachbereiches 3 im Sinne der Vorlage BV 79/13.

 

a.               Räumliche Planung (ProdNr. 511100)

b.              Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen (ProdNr. 511600)

c.              Bauaufsicht (ProdNr. 521100)

 

 

Die demografische Entwicklung der Stadt Celle ist hinreichend beschrieben und den politischen Gremien zur Kenntnis gegeben worden (siehe zuletzt Vorlage BV 79/13, BV 42/13 (KonRek). Daher wird hier auf eine detaillierte Darstellung der zukünftigen Anzahl der Bevölkerung, gegliedert nach Geschlecht und Altersstruktur, Wanderungen, Geburten und Sterbefälle usw. verzichtet. Die Auswirkungen lassen sich laut Prognosen in wesentlichen Kernaussagen zusammenfassen:

 

Der Bevölkerung der Stadt Celle wird weiter abnehmen - wir werden weniger.

 

Es werden weniger Menschen geboren und die Lebenserwartung nimmt zu, d.h. der Altersdurchschnitt steigt – wir werden älter.

 

Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt bei ungefähr 19%, der Anteil der Einpersonenhaushalte bei ca. 46% mit steigender Tendenz (jeweils Stand 2011) – wir werden vereinzelter.

 

Es werden mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Celle leben – wir werden bunter.

 

 

a. Räumliche Planung

 

Das wesentliche Produkt der Stadt Celle „räumliche Entwicklung“ ist von diesen Auswirkungen erheblich betroffen. Ein berührter elementarer Kernbereich erstreckt sich über das Themenfeld „Wohnen“. Die Bewältigung der Auswirkungen führt zunächst zu einer Fülle von Fragestellungen: haben wir genug Wohnungen, sind es die richtigen Wohnungen, stimmt die Lage der Wohnungen, wird es eine Nachfrage für bisher kaum vertretene Wohnformen geben, wo sind Wohnquartiere umzubilden, wird weiteres Wohnbauland gebraucht und wenn ja wo usw.. Diese Fragen lassen sich lösungsorientiert jeweils nicht separat beantworten. Fest steht, dass mit der Frage des Wohnens die Ebene der Bodennutzung erreicht wird. Zur Bewältigung des Spannungsbogens über Innenentwicklung bis hin zu traditionell peripheren Baugebieten bedarf es der Instrumente der Stadtentwicklung. Die Verbindung demografische Entwicklung und Wohnen erfordert eine konzeptionelle integrierte Vorgehensweise. Aus diesem Grunde hat die Verwaltung bereits vorgeschlagen, einen weiteren Baustein zum sogenannten Kompendium der integrierten Stadtentwicklung zu erarbeiten, das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (SEKW). Ziel des SEKW ist neben der Bestandsaufnahme von vorhandenem Gebäude- und Wohnungsbestand, die Untersuchung des quantitativen und vor allem auch qualitativen Bedarfs an Wohnraum für die nähere Zukunft. Es geht letztlich um eine zielgruppenorientierte Entwicklung bei den Wohnbauflächen und im Wohngebäudebestand (BV 14/12-1). Die Beauftragung soll noch im April herausgegeben werden.

 

Die Bewältigung der demografischen Entwicklung wird mit dem SEKW einen wichtigen Schritt vorangetrieben.

 

 

b. Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen

 

Derzeit befinden sich drei städtebauliche Sanierungsgebiete in Bearbeitung

 

              Neustadt (Programmkomponente Soziale Stadt)

              Allerinsel (Programmkomponente Stadtumbau)

              Altstadt (Programmkomponente städtebaulicher Denkmalschutz)

 

Die Sanierungsmaßnahme Neustadt wird Ende 2014 abgeschlossen werden. Demografische Auswirkungen im oben beschriebene Sinne waren und sind hier zu verzeichnen. Durch vielfältige Aktivitäten seitens der Bewohnerschaft, des Quartiersmanagements, des Sanierungstreuhänders, der Verwaltung und Politik sind die Auswirkungen jeweils aktuell erkannt in die die laufende Sanierungsarbeit eingestellt. Beispiele hierzu sind u.a.: integriertes Handlungskonzept, Netzwerk Nachbarschaf6ten, Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, Objektmodernisierungen, Wohnumfeldaufwertungen, städtebaulicher Rahmenplan, umfangreiche Beteiligungsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Sowohl die Allerinsel als auch die Altstadt weisen als eines der wesentlichen Sanierungsziele das Thema Wohnen aus. Dementsprechend gilt das unter dem Produkt Räumliche Planung Ausgeführte im besonderen Maße. Inhaltlich ist nicht nur der Aspekt des Wohnens allgemein sondern auch in Verbindung mit der Stadtentwicklungsziel „Innenentwicklung“ zu sehen. Das SEKW wird dies dementsprechend würdigen.

 

 

 

 

 

c. Bauaufsicht

 

Der Rahmen der Tätigkeit der Bauaufsicht ist im Wesentlichen vorbestimmt als Aufgabe des übertragenen Wirkungskreises. Die zugewiesene Behördenfunktion nimmt dann auch eher einen reagierenden Part ein. Auch für dieses Produkt ist ein deutlich stärkerer Bezug zum Thema Wohnen für die Zukunft zu vermuten. Insbesondere Anforderungen an barrierefreies/-armes Wohnen sind z.B. bereits durch die Niedersächsische Bauordnung in § 49 vorgegeben, danach müssen in Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei sein. Damit wird dem Aspekt der immer älter werdenden Gesellschaft zunehmend Rechnung getragen. Hierbei kommt der Bauaufsicht auch eine unterstützende Funktion zu, die auf die Bewältigung der demografischen Entwicklung abzielt.

 

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Honorar SEKW

 

 

 

 

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