Beschlussvorlage - BV/0159/13
Grunddaten
- Betreff:
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Einführung eines Sportgutscheines für ErstklässlerAntrag 94/12 der CDU- Fraktion
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Vorzimmer FB 4
- Zuständigkeit:
- (Stephan Kassel)
- Ziele:
- Profilbildung und Weiterentwicklung im Städtetourismus und Stadtmarketing
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Geplant
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Sportausschuss
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Vorberatung
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08.05.2013
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Erledigt
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Schulausschuss
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Anhörung
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29.05.2013
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt:
Die CDU- Fraktion beantragt die Einführung eines Sportgutscheines für Celles Erstklässler.
Alle ABC- Schützen sollen diesen Gutschein zum Schuljahresbeginn 2013/14 erhalten, der sie dazu berechtigt, drei Monate lang kostenlos eine Sportart in einem Verein auszuprobieren, in dem sie noch nicht Mitglied sind.
Zur Begründung wird ausgeführt, dass den Erstklässlern auf diese Weise ermöglicht wird, über eine gewisse Zeit einen neuen oder überhaupt einen Sport aktiv kennen zu lernen.
Gerade in Zeiten, in denen Kinder auf Grund mangelnder Bewegung zunehmend an motorischen Schwächen und Übergewicht leiden, sind Maßnahmen umso dringlicher, die dieser unheilvollen Entwicklung entgegenwirken.
Die Vereine ihrerseits sollen die Sportangebote für den genannten Zeitraum ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellen. Für sie ergibt sich im Gegenzug die einzigartige Werbemöglichkeit schon in den Schulen, auf ihre Sportangebote aufmerksam zu machen. Schließlich kann nur mit Kindern längerfristig die Nachwuchsfrage geklärt werden und dem sich abzeichnenden Mitgliederschwund entgegen zu wirken.
Das Projekt soll gemeinsam mit dem Kreissportbund (KSB) durchgeführt werden. Zur Finanzierung sollen ggf. Sponsoringmittel hinzugezogen werden.
Eine erste Vorerhebung der Verwaltung hat ergeben, dass der berechtigte Personenkreis rd. 500 Kinder umfasst.
Sollte dem Antrag zugestimmt werden, schlägt die Verwaltung vor, in einem ersten Schritt, die 82 Celler Vereine zu informieren (auch über Email) und einen Meldebogen (Vordruck) diesem Schreiben beizufügen.
Im Meldebogen, auch online, können die Vereine ihre Angebote mitteilen.
Parallel hierzu müsste eine professionelle - mit bspw. mehrfarbigem, kindgerechten Layout - Infobroschüre (mit Abrissperforierung für den Gutschein) entwickelt werden; formatmäßig wäre an A5 oder A6 in festerer Kartonage zu denken.
Die Verwaltung und der KSB würden die Meldebögen auswerten und die Angebote (Was, wann, wo, Ansprechpartner etc.) in die Broschüre einpflegen.
Das fertige Endprodukt soll dann bei der Einschulungsfeier (Samstag, 10.08.) vom Schuldirektorium oder sonstigem Beauftragten den Eltern/Kindern übergeben werden.
Evaluiert wird das Projekt über die Rückläufe der Gutscheine durch den KSB.
Die Kosten werden sich auf ca. 2000,00 € belaufen - Layout, Druck, Versicherungsschutz etc.
Finanziell wird sich der KSB nicht beteiligen.
Die Verwaltung schlägt vor, hierfür die Jugendbeihilfe, ca. 20.000,-€ jährlich, um 10% zu kürzen und die eingesparten Mittel für das Projekt „Sportgutschein“ zu verwenden. Der Versicherungsschutz wird während der Schnuppermitgliedschaft über die ARAG-Sportversicherung gewährleistet.
Ein mögliches Sponsoring an Schulen muss immer in den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule eingebunden sein. Auch wenn das ganze Projekt hehre Ziele verfolgt, wird bei einem wie auch immer gearteten Sponsoring die Broschüre mit Werbeinhalten behaftet sein.
Bei dem zur Verfügung stehenden engen Zeitfenster bis zum Einschulungstag ist dies alles nicht mehr leistbar - noch nicht einmal ein Korrekturlesen der Angebote durch die Vereine bis zur Drucklegung und Auslieferung wird zeitlich möglich sein.
Bei alledem gibt die Verwaltung noch zu bedenken:
Eine Auswertung der Mitgliederzahlen (6 - 7 Jahren, Bestandserhebung des KSB) der Vereine hat ergeben, dass rd. 350 Kinder - mit dem Unsicherheitsfaktor der Mehrfachmitgliedschaft- der hier in Rede stehenden Zielgruppe bereits Zugang zu einem Verein gefunden haben.
Somit verbleiben rechnerisch nur 150 Kinder, an die der Sportgutschein appelliert; also eine eher geringe Anzahl, so dass mit einer Eintrittswelle in die Vereine nicht zu rechnen ist.
Sicherlich wird es auch Kinder geben, die gern noch einmal eine neue Sportart - in einem anderen Verein - zum bereits Erlernten kennenlernen möchten. Diesbezüglich kann aber noch nicht einmal ansatzweise eine Prognose abgegeben werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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öffentlich
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344,3 kB
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